Was tun bei Fieber?

MM_Fieber

Wenn das Baby zum ersten Mal hohes Fieber hat, dann geht das Mamaherz ganz schön auf Grundeis. Selbstverständlich liebe Mütter, wenn man das bereits einmal durchgemacht hat, kann man ziemlich relaxed reagieren. Doch zum ersten Mal den kleinen Schatz so leiden zu sehen ist wirklich schrecklich. Doch was macht man in einem solchen Fall – meine Devise lautet: zu aller erst andere Mütter fragen! Warum? Sie haben einfach immer die richtigen Tipps parat und können einen am besten beruhigen…

Ich habe dafür auch das perfekte Beispiel: letzte Woche saß ich mit Saskia und den Hauptstadtmuttis beim Abendessen, als die Nachricht von Janine – die wegen krankem Kind leider nicht dabei sein konnte – kam, dass das Fieber von Philo auf über 41 Grad gestiegen sei. Sofort rief ich das in die Runde der Mehrfach-Mama’s (ein, zwei und drei Kinder!) und hab ihr alle Tipps der Mamis rübergeschickt. Am Ende hat es auch geholfen, das Fieber ging runter und der kleine Mann wurde schnell wieder gesund!

Und weil vielen jungen Mama’s genau diese Erfahrung noch bevorsteht, habe ich kurzerhand die Tipps aller erfahrenen Mummy’s in meinem Bekanntenkreis zusammengefasst… 

Die Körpertemperatur bei Babys und Kindern liegt normalerweise bei 36,5 bis 37,5 Grad. Bei einer Temperatur bis 38 Grad spricht man von „erhöhter Temperatur“, ab 38 Grad (rektal gemessen) von Fieber. Nun ist Fieber ist ein Zeichen dafür, dass sich das Immunsystem des Minismenschen gegen Krankheitserreger wehrt – die erhöhte Temperatur hilft beim Abtöten von Bakterien und Viren. Sofern sich keine weiteren Krankheitsanzeichen zeigen, ist Fieber also eher ein positives Signal. 

Wenn das Fieber zu hoch ist…

… gibt es klassische Wadenwickel, mag aber definitiv nicht jedes Kind.

… gibt es einen feuchten, lauwarmen Waschlappen auf die Stirn (das mag doch jeder, hilft aber nur wenig beim Fiebersenken).

… kann man Pulswickel machen – eine sehr viel schonendere Variante der Wadenwickel. 

… muss viel Getrunken werden – zur Not tröpfchenweise, mit dem Löffel oder mit einer kleinen Spritze. Egal wie, Hauptsache das Kind trinkt! Und wenn es noch gestillt wird darf es auch ganz lange an der Brust nuckeln!

… muss das Kind ausgezogen werden! Die ganz Kleinen können die Temperatur nicht regulieren und überhitzen leicht. Mit Fieber ausschwitzen ist nicht – also weg mit den Schichten und Luft an den Körper lassen.

… sollten die Füße immer warm sein. Wenn die Füße kalt sind unbedingt noch mal Söckchen drüber ziehen!

… gibt es ESSIGSÖCKCHEN! Ihr habt richtig gelesen: einfach Söckchen in Essig tunken, auswringen und zehn Minuten über die Füße ziehen. Anschließend aus- und schnell wieder warme Socken anziehen. Keine Ahnung warum, aber es wirkt!!! Zwiebeln auf die Füße reiben übrigens auch…

…wer eine kleine homöopathische “Apotheke” zu Hause hat, der kann Belladonna Streukügelchen verabreichen. Oder das Komplexpräparat Influduron. 1-2 Globoli bei Säuglingen in den Mund geben, 3 Mal am Tag. 

Fieberzäpfchen (bei über 39,5 Grad)- alle sechs Stunden darf man ein Zäpfchen geben, das Fieber sollte spätestens nach einer Stunde um ein halbes Grad gefallen sein. Aber Achtung: nach sechs Stunden wirkt das Zäpfchen nicht mehr und das Fieber kommt meist in geballter Ladung wieder zurück. 

Bei wirklich sehr hohem Fieber und einer nicht grundsätzlichen ablehnenden Haltung gegenüber Medikamenten, kann man alle drei Stunden im Wechsel Paracteamol und Ibuprofen Zäpfchen geben.

Mit Babys unter drei Monaten sollte man bei Auftreten von Fieber allerdings besser gleich einen Arzt oder die Hebamme konsultieren. Ebenso sollte man zum Arzt gehen, wenn das Fieber länger als 5 Tage andauert oder wenn die Körpertemperatur trotz fiebersenkender Maßnahmen und Medikamente nicht mindestens vier Stunden gesenkt bleibt. 

Ich kenne alle Arten von Müttern – die, die ihren Kindern nie etwas gegen Fieber geben und nur auf Selbstheilung und maximal pflanzliche Arznei schwören. Dann die Mütter, die schnell auch mal ein Zäpfchen oder Medikamente geben, damit das Kind nicht so sehr leidet. Jede Mama findet da ihren eigenen Weg und so muss das auch sein. Genauso wie es Mütter gibt, die lieber öfter zum Kinderarzt gehen und andere, die das nur im äußersten Notfall tun. In jedem Fall sorgen die ersten Krankheiten des ersten Kindes für große Unsicherheit und nicht immer ist man in der Lage auf seine Intuition zu hören. Und genau in diesen Momenten sind die Ratschläge anderer Mütter oft eine kleine Rettung. Falls also die ein oder andere unter Euch noch den ultimativen Tipp hat- immer her damit!!! Wir Neu-Mamas sind Euch dafür sehr sehr dankbar!

[Bild via Apotheken Rundschau]

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