Plötzlich Spielplatzkind

Spielplatzkind

Es ist kaum zu glauben, jetzt beginnt tatsächlich die Spielplatz-Zeit. Bisher hatte ich ja nur ein Baby und saß wenn überhaupt unbeteiligt am Rand vom Spielplatz rum und habe mir vorgestellt, wie toll es doch wird mit einem Spielplatzkind. Und ganz plötzlich ist es dann soweit…

Natürlich sind wir noch gefühlte Lichtjahre von richtigen Spielplatz-Spielen entfernt. Aktuell und auch noch für eine ganze Weile bleibt es wohl noch beim im Sand sitzen und diverse sandige Spielzeuge in den Mund nehmen. Am liebsten natürlich die von anderen Kindern! Die eigenen kennt sie ja schließlich schon. Meine Freude über diesen neuen Meilenstein wird dennoch nicht getrübt. So schön ist es einfach wie fasziniert das kleine Supergirl von dem neuen Element „Sand“ ist. Ganz aufgeregt greift sie immer wieder in den Sand und freut sich einen Kullerkeks wenn die Sandkörner zwischen ihren Fingern durchrieseln. Und Mama freut sich natürlich riesig mit ihr!

Doch bei all der Freude und den Glücksgefühlen, hat das Ganze auch seine Kehrseite. Denn Mama muss auf einmal lernen, dass das Kind Dreck ist. Klar weiß man dass das irgendwann zwangsläufig passiert und den Schnuller hab ich schon längst nicht mehr immer abgewaschen wenn er runterfiel. Getreu dem Motto „Dreck macht Speck“, aber nun haben wir ganz neue Dimensionen erreicht. Und da muss ich doch schon ganz schön Schlucken und mich regelrecht Zwingen, nicht ständig den Sand von ihren Fingern und aus ihrem Gesicht zu wischen. 

Grundsätzlich bin ich da ein wenig schwierig. Ich halte mich niemals im Bus fest, mag keine öffentliche Türen mit der Hand öffnen und und und. Ich versuche einfach Dreck weitgehend aus dem Weg zu gehen. Das Mama-sein hat mich schon darin geschult, dass ich gelernt habe, dass man nicht daran stirbt wenn man Kinderkacke an der Hand hat oder das Kind einen anrotzt. Es ist auch nicht ekelig, wenn man es als Sport ansieht die Nasenlöcher vom Baby von riesigen Popeln zu befreien und ganz ehrlich, ich hätte nie gedacht, dass ich das mal tun würde. Niemals. Nie! Und nun tue ich all das doch. Also werde ich mich auch an die neuen Herausforderungen auf de Spielplatz gewöhnen. Ich versuche das Supergirl so viel Freiraum wie möglich zu lassen und wirklich nur einzugreifen, wenn sie sich Dreck oder Zigarettenstummel (was zum Teufel haben die denn immer auf dem Spielplatz zu suchen?) in den Mund schiebt. Und ich weiß, da kommen noch ganz andere Herausforderungen auf mich zu. Doch erst einmal muss ich mich an die jetzigen Begebenheiten gewöhnen. Und solange sich das Supergirl nicht mit dem Gesicht in den Sand legt und reinbeißt, komm  ich auch damit klar. Und wenn sie das doch tut, dann auch. 

Und wer von Euch hat jetzt ein paar tolle Spielplatzgeschichten für mich?

Ein Gedanke zu „Plötzlich Spielplatzkind

  1. Noch nicht Aber sicher auch bald. Und du fasst einfach herrlich meine Spielplatz-Befürchtungen zusammen. Bei der Popelgeschichte bin ich fast vom Stuhl gefallen, weil ich mich so ertappt gefühlt habe. Ohrenschmalz, Popel, Milchschorf – alles wird abgewischt, -kratzt und -piddelt von Frau Mama.

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