Bugaboo goes Bairro Alto

Als das Schicksal anklopfte und fragte ob ich 24 Stunden in Lissabon verbringen möchte, habe ich nur kurz gezögert… die vielen Schrägen, bei der Hitze und das mit Kinderwagen?? Andererseits, warum mit Kind eigentlich nicht genauso spontan sein wie ohne? Das heißt, Lisboa wir kommen!

Das Schicksal hat es gut mit uns gemeint, vor meinem Krabbelbaby und mir hatte sich spontan die Möglichkeit aufgetan 24 Stunden in Lissabon zu verbringen. Lissabon stand schon unglaublich lange auf meiner „BesuchenWollen“-Liste. 

 Lisboa with Baby

Die Anreise:
Wir waren bereits in Portugal vor Ort, daher mit dem PKW einmal quer durchs Land aus dem Süden von der Algarve in die portugiesische Hauptstadt. Dauer: knapp 3 Stunden bis ins Stadt-Zentrum. Flüge gehen aus ganz Deutschland nach Lissabon, Dauer: auch Knapp 3 Stunden.

Das Hotel:
Aufgrund der Spontanität habe ich einen Hoteltipp von Freunden (ohne Kind) gebucht und wurde nicht enttäuscht: Das Hotel Britania ist ein Art Deco Boutique Hotel, dessen Gebäude in den Vierziger Jahren von dem berühmten Architekten Cassiano Branco entworfen wurde. Das Hotel wurde erst kürzlich saniert und wartete mit riesigen komfortablen Doppelzimmern auf. Baby Bett und Hochstuhl wurden uns gestellt. Es gab sogar feinste, gestärkte Baby-Hotelbettwäsche und ich war kurz geneigt, diese als Souvenir mitzunehmen.

Das Hotel liegt unmittelbar hinter der Prachtstraße Avenida da Liberdade, zu Fuß nur 10-15 Minuten zum bekannten Fahrstuhl Elevador de Santa Justa und dem Aufstieg zur Altstadt entfernt. Das Frühstücksbuffet war klein aber fein. Fazit: empfehlenswert

 

Der Dresscode:
Kurz. Kürzer. Shorts! Es ist warm und das spiegelt sich in der Kleidung wieder. Ich hatte einen eisblauen Playsuit von Zara an und musste mir abends nur einen leichten Cashmere-Pulli überwerfen. Und Flats, der Trend des Sommers. Ob Espadrilles oder Sandalen, flache Schuhe sind bei einer hügeligen Stadt wie Lissabon ein Must.

Die Stadt:
Lissabon hat mich überrascht. Seit langem war ich mal wieder an einem Ort, den ich mir völlig anders vorgestellt hatte. Lissabon wird oft morbide genannt, aber verfallen trifft es leider etwas besser. Trotz des maroden Zustands so vieler Gebäude, strahlte die Stadt Wärme und Freude aus. Im Zentrum tummelten sich natürlich viele Touristen aber es war nirgends überlaufen.

Die Straße runter durch das Geschäftsviertel Baixa bringt mich in 20 Minuten zum Schloss und Tejo auf den Praça do Comércio. Von dort aus kann man die Christus-Statue Cristo Rei in der gegenüberliegenden Stadt Almada und die Ponte 25 de Abril in der Ferne sehen.

Die Oberstadt, das Bairro Alto, hat es mir besonders angetan. Alles war mit bunten Girlanden geschmückt und viele Fassaden waren typisch portugiesisch gekachelt. Das Bairro Alto ist das Ausgehviertel der Stadt, mit vielen Restaurants, Bars & Clubs. Seit vielen Jahren schon ist es auch besonders bei jungen Menschen als Wohnviertel beliebt.   

Beim Aufstieg entlang des Parque Mayer habe ich wunderschöne Street Art fotografiert. Und die berühmten Straßenbahnen kreuzen auch ständig meinen Weg. Zwischendurch erheischt man von den Hügelwegen Blicke auf das Meer oder den Tejo – der Anblick ist bezaubernd.

 

Die Preise: 
Wie bei uns. Im Hotel kostete das Doppelzimmer 120,- EUR inkl. Frühstück. Die Hauptspeise im Restaurant lag bei 10,- EUR, mit Getränken und Vorspeise insgesamt ca. 20,- EUR. In Supermärkten und Shops entsprach das meiste den Preisen aus Deutschland. 

Meine Tipps: 
1. „Arte Assinada“ Concept Store – MEGA Lifestyle und Design Shop im Bairro Alto
2. „Organii Baby“ im Embaixada – ein wahnsinnig tolles Konzept-Kaufhaus
3. „Fashion Clinic“ im Tivoli Forum – das Luxus-Mekka für alle Fashionistas
4. „Bica do Sapato“ Restaurant – DAS Lieblingsrestaurant meines Mannes am Tejo, mit prominenten Teilhabern wie u.a. Catherine Deneuve und John Malkovich
5. „Elevador de Santa Justa“ und Umgebung – der Touri-Klassiker
6. „O Adriano“ Restaurant – Essen ist mal so mal so, aber Abend-Stimmung ist fabelhaft: Restaurant liegt mitten auf den Treppen hinauf zum Bairro Alto

 

Mein Fazit:
Tolle Stadt. Wir kommen wieder und dann will ich noch mehr Concept Stores besuchen.
Vor unserem Baby sind wir permanent zu Städtetrips aufgebrochen, mit Kind ist es nicht minder schön. Also schreibe ich mir auf meine imaginäre Merkliste: Do more Short Trips!! 

♡♡♡

 

Fotos via Embaixada, Bica do Sapato und privat