Bugaboo Bee3
Präsentation & Interview

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Zugegeben, es ist mittlerweile eine ganze Weile her, dass ich zur Präsentation des BUGABOO BEE3 in Amsterdam war. Wir waren eine Schar an internationalen Journalisten und Bloggern, die allesamt in das Headquarter von Bugaboo eingeladen wurden. In riesigen alten Fabrikhallen, die aktuell für Bugaboo ausgebaut werden, konnten wir die gesamte Range der Bugaboo-Familie anschauen und testen…

Ich selbst habe mich damals in meiner Schwangerschaft ehrlicher Weise bewusst gegen einen Bugaboo entschieden. Mich hat dieser Hype um einen Kinderwagen, den irgendwie jede Latte-Macchiato-trinkende Mutter in Berlin-Mitte herumschiebt, eher abgeschreckt. Ich schwimme nicht so gerne mit dem Strom. Einfach aus Prinzip. Also sind wir aus Mitte weggezogen und ein anderer Kinderwagen musste her. Heute, knapp 1,5 Jahre später bin ich (nicht zuletzt dank Mummy-Mag) um einige Erfahrungen reicher, was das Thema Kinderwagen und Buggy’s angeht und würde definitiv anders entscheiden. Zumindest was meine Kinderwagen-Wahl angeht. Diese Erkenntnis hatte ich allerdings schon vor meinem Amsterdam-Trip, aber dazu ein andern Mal mehr!

Die Bugaboo Bee3 Präsentation + Interview

In Amsterdam ging es aber eigentlich um die absolute Neuheit von Bugaboo: den Bugaboo Bee3, den Buggy im Sortiment. Es ist bereits die dritte Generation des extrem leichtgewichtigen Stollens der optimal für die Stadt geeignet ist. Selbstverständlich beinhaltet er auch wieder viele kleine und große Produkt-Innovationen, die uns allesamt von Max Barenbrug, dem Bugaboo-Gründer und ehemaligen Chef-Designer, vorgeführt wurden: „Die innovativen Funktionen des Bugaboo Bee3, wie z.B. das 3D-Faltsystem, vereinfachen das Zusammenklappen, Transportieren und Verstauen dieses Stadtkinderwagens erheblich. Sein einzigartiger Sitz kann erweitert, umgedreht und zurückgelehnt werden und mit der neuen leichten Liegewanne ist es sogar noch viel angenehmer mit Ihrem Baby oder Kleinkind in der Stadt unterwegs zu sein.“

Nach der Präsentation hatten wir Zeit den Bee3 gemeinsam mit dem Bugaboo-Team genau in Augenschein zu nehmen und kleine Interviews zu führen. Ich hatte das Glück Aernout Dijkstra-Hellinga, dem Creative Design Director ein paar Fragen stellen zu können und so einen kurzen Einblick in die Arbeit hinter dem Produkt zu erlangen!

Aernout-1024x6822 (Bild via MYBABA)

Verrate mal, wie lange hat es eigentlich gedauert den Bugaboo Bee3 zu entwickeln?
Eine komplette Neuentwicklung dauert etwa 4 Jahre  – von den ersten Ideen hin bis zur finalen Produktion. Ein Upgrate wie in dem Fall von dem Bee3 geht natürlich schneller, da man ja die Idee des Produktes nicht neu entwickelt. Es hat aber auch etwa drei Jahre mit all den Prozessen gedauert. Zur Erklärung – Wir designen in zwei Prozessen: der erste Teil findet im  Design-Department statt und anschließend ist das Engineer-Department an der Reihe, wo die  ganzen Bestandteile entwickelt und getestet werden. Die zweite Prozess dauert, wie Du dir sicherlich denken kannst, länger an.

Wie viele Designer arbeiten in deinem Team?
Insgesamt sind es 75 Mitarbeiter auf der Design-Ebene. Zehn davon sind Produktdesigner, die restlichen sind Ingenieure, die aber auch sehr kreativ sind, wie ich finde. 

Arbeitet Ihr auch mit Endverbrauchern zusammen, bzw. wie nah seid ihr an den Müttern, die den Bugaboo am Ende kaufen?
Wir bekommen sehr viel Feedback von unseren Kunden und von unserem Marketing. Ich glaube aber, dass die wahre Innovation immer im Kopf der Designer entstehen. Denn sie kommen mit verrückten Ideen, die man ausarbeitet und schaut ob es funktioniert. Wenn man einen einen Konsument fragt, was er sich wünscht, dann antwortet er immer aus seiner Alltagswelt heraus. Es braucht wirklich solche Visionäre wie Max oder einen wirklich kreativen Kopf, um etwas Neues entstehen zu lassen, von dem der Konsument vielleicht noch gar nicht weiß, dass er es braucht. 
Ich arbeite gerne Inside-Out. Wir machen keine Marktforschung oder ähnliches um unsere Produkte zu testen. Natürlich testen wir die Produkte, besonders wenn es um die Positionierung geht. Aber wir ändern nicht unser Produkt, weil der Konsument etwas anderes besser finden. Wir sind einfach überzeugt von unseren Produkten wie sie sind und glauben fest daran, dass wir es einfach besser wissen als der Verbraucher. (lacht)

Bist Du eigentlich selbst Vater?
Ja, bin ich. Aber als ich bei Bugaboo angefangen habe hatte ich noch keine Kinder und war ganz neu im Thema. Aber als Designer muss ich ja nicht automatisch der Konsument sein.

Also kannst Du auch Autos designen ohne einen Führerschein zu haben?
Ja, ganz genau! 

Was glaubst Du – ist der Bee3 eher ein Buggy für Mummy’s oder für Daddy’s? 
Ganz klar: für beide! Aber wenn man das generalisieren möchte, dann lass es mich so sagen: Mütter interessieren sich in erster Linie für die Sicherheit und den Komfort, was wir natürlich auch leisten. Väter sind natürlich mehr an den Funktionen interessiert, an den Möglichkeiten. Es ist ein bisschen wie bei einem Auto.  Wir versuchen das Design möglichst einfach zu halten und richten uns nicht nach Trends, sondern wollen zeitlose Designs erschaffen. Aber wir stecken sehr viel Zeit in die Entwicklung und die Details, was sowohl Mütter als auch Väter gleichsam begeistert. Hoffe ich. 

 Vielen Dank Aernout!

 

Es war ein wirklich interessanter Kurztrip, der mir die Marke noch mal um einiges näher gebracht hat. Schließlich ist es immer toll, wenn man merkt, dass hinter einem guten Produkt nette und idealistische Menschen stecken, die selbst wirklich an ihr Produkt glauben.

Ich teste den Bugaboo Bee3 gerade übrigens auf Herz und Nieren in meinem städtischen Alltag – mal sehen ob er auch wirklich all das hält, was uns in Amsterdam versprochen wurde!? To be continued…

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