Die Frau hinter
“Geburt: 8 Statements”

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Die Geburt ist der wohl emotionalste und auch individuellste Vorgang, den wir uns vorstellen können. Camilla hat mit Helenes Geburtsbericht den Anfang für eine ganze Serie an niedergeschriebenen Geburtserlebnissen gemacht.
So viel Platz war in unserer ersten Ausgabe des MUMMY MAG Paper leider nicht. Fotografin Jule Fritzsche (36) hat deshalb in unserem Printmagazin acht Elternteile portraitiert und gebeten, die Geburt in max. zwei Sätze zu packen. Ganz schön tough. Beides!

Bildschirmfoto 2015-03-02 um 14.03.16

Liebe Jule, du bist Fotografin, Mutter von Bo (2) und hast für uns im Paper die wundervollen Mummys – und einen Daddy – mit ihren Statements zur Geburt festgehalten. Erzähl uns über deine Schwangerschaft und die Geburt deines Sohnes.

Die Schwangerschaft mit Bo verlief nach den ersten unangenehmen Wochen ganz gut, ich habe bis zum Schluss gearbeitet. Nur dass ich immer dicker wurde. Ich habe 25 Kilo – wenn nicht sogar mehr – zugenommen, furchtbar!!! 
Die Geburt hat dann leider auch nicht so funktioniert, wie ich es mit gewünscht hätte. Aus einer natürlichen Spontan-Geburt wurde nichts… das Ganze endete nach zwei Tagen eingeleiteter Wehen mit einem Kaiserschnitt. Sehr unangenehm! Zum Glück habe ich dafür aber den tollsten kleinen Kerl der Welt abbekommen.

Wie hat sich dein Alltag durch Bo verändert?

Seit dem ist natürlich nichts mehr wie vorher. An zu wenig Schlaf habe ich mich mit der Zeit gewöhnt. Nur einmal wieder ausschlafen wäre schön. Momentan arbeite ich weniger als vor der Geburt und verbringe viel Zeit mit meinem Sohn. Als Selbständige kann ich sehr flexibel sein, das macht alles einfacher, da ich mir meine Zeit selbst einteilen kann. Aber Fotojobs, die Tagelang bis spät in den Abend gehen, nehme ich zur Zeit nicht an. Zum Glück habe ich viel familiären Rückhalt. Zahlreiche Omas und Opas passen gerne auf Bo auf, wenn ich doch mal einen langen Tag habe. Die Abende am Rechner sind aber leider noch viel länger geworden. Man muss jetzt halt gut organisieren, damit alles klappt.

Inwiefern kann dich Bo’s Papa unterstützen?

Der ist in seinem Beruf leider nicht so flexibel, hilft aber wo er kann. Wenn ich z.B. Jobs am Wochenende habe, ziehen die beiden Jungs zusammen los.

Hast du immer schon immer fotografiert?

Ich bin über die Kunst zur Fotografie gekommen. Im Rahmen meines Kunststudiums habe ich  begonnen zu fotografieren und war so begeistert, dass ich nicht mehr damit aufhören konnte. Deshalb habe ich dann Kommunikationsdesign mit Schwerpunkt Fotografie studiert.

Du bietest Mode, Portrait, Reportage und Stills, welches davon lässt sich mit Kind am besten umsetzen?

Ich würde sagen Stills. Das ist noch das entspannteste Arbeiten. Da kann sogar mal das Kind dabei sein.

Es klingt verrückt, aber neben der Fotografie und dem Mummy sein findest du noch Zeit für ein weiteres Projekt. Erzähl mal…

Ich wurde immer wieder auf die besonderen Farbkombinationen und Designs der Jäckchen, Mützen und Hosen meines Sohnes angesprochen, die meine Mutter alle selbst gestrickt hat. Wenn man für sein Baby schöne, schlichte Stricksachen aus natürlichen Materialien haben möchte, ist es gar nicht so einfach, welche zu finden. So viel tolle Babykleidung in guter Qualität gibt es ja nicht.

Und so entstand die Idee zu illepu?

Ja. Da meine Mutter schon immer großen Spass am Stricken von Baby und Kinderkleidung hatte und neben ihrem eigentlichen Beruf auch lange Zeit einen Strickladen geführt hat, starteten wir ein gemeinsames Projekt. Jetzt gibt es die süßen Jäckchen, Mützen, Söckchen und Kleidchen online über Dawanda zu kaufen. Meine Mutter strickt, Bo modelt und ich kümmere mich um den Rest.

Worauf wirst du trotz all deiner Interessen und Verantwortung nie verzichten wollen?

Spaß, Sport, Spiele und auch mal abends ausgehen.

Danke dir, liebe Jule! Demnächst stellen wir übrigens die Kids zu den portraitierten Eltern vor – hier auf dem Blog.
Für alle, die sich das MUMMY MAG Paper nicht nur online durchblättern wollen: Es gibt ganz bald eine “Blogroll” unserer Vertriebspartner in der Sidebar.

 

 

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