Komm ins Bett!
Gedanken-Sex – zumindest etwas

Gedanken-Sex Mummy Mag

Es ist schon faszinierend, wie wenig der Mensch aus seiner Haut kann oder aus seinen Klamotten möchte, obwohl wir – global vernetzte Generation Y, besser Generation Selbstverwirklichung – doch alles anders machen wollen. Oder anders machen sollen, können, müssen. 

Damit meine ich das Folgende: Als aufgeschlossener Single-Mensch oder eines dieser knuffigen Frisch-Paare (ich spreche hier von Exemplaren ohne Kinder) bekommt man zwar bruchstückweise mit, wie es Eltern mit Nachwuchs ergeht – im Internet, in Büchern, im Restaurant am Nachbartisch, bei Freunden oder beim Wohnungsnachbarn – aber selbst ist man felsenfest davon überzeugt, dass einem sowas nicht passiert: Die Stresssituationen, Streits, das Angeblöke. Dass mehr übereinander als miteinander gestöhnt wird. Felsen fest. Bis es dann soweit ist.

Neulich erzählte mir eine Mummy, die auf ihren Instagram Bildern durchaus als fröhliche Freundin, Frau und Geliebte rüberkommt, dass der Wunsch nach einem zweiten Kind zwar da sei, aber der Sex dazu nicht. Naja zumindest nicht mehr so häufig wie früher. Ich nickte zustimmend.

Nun haben schon etliche Beiträge aufgeklärt, dass Instagram eine geschönte Parallelwelt ist – darum geht es hier nicht. Es geht darum, dass es den meisten Paaren so geht. Mit dem Sex. Beziehungsweise ohne. 

Statistik Geburtenrate Deutschland 

Das Kind ist krank, schläft im Elternbett oder die Eltern sind krank oder der Tag war krank oder – irgendwas ist immer. Nur nicht Sex.
Neben der ganzen politischen Diskussion, vielleicht auch ein Grund, dass Deutschland in Sachen Geburtenrate ganz oben (siehe Tabelle) bzw. hinten liegt: – dagegen können wir selbst mit unseren Geburtsstories nicht anschreiben. Wir sind so bemüht darum, perfekt in allen Belangen zu sein – Stichwort Vereinbarkeit –, dass die Lust temporär abtaucht oder einfach der Müdigkeit weicht.
Fazit: Einer ist im Bett, der andere (in Gedanken) sonstwo. Niemand kommt.

Aber hey, es wird besser.
A, wenn wir erkennen, dass Selbstverwirklichung und Nachwuchs sich nicht ausschließen, sondern sogar gegenseitig befruchten. Wir haben mal notiert, was man im Umgang mit Kindern alles über sich lernt…
B, wenn die Kinder älter werden – das hat die Natur fein eingerichtet. Der durchschnittliche Altersunterschied zwischen Geschwistern beträgt in Deutschland übrigens 3,3 Jahre, laut statistischem Bundesamt.
C, wenn wir (die Perfektion) abschalten. Das fällt Generation Ynternet – Kinder hin oder her – nämlich besonders schwer. Laptop weg, Handy aus und nur mit sich und dem Partner sein. Nichts sollen, können, müssen.

Küssen! 

 

[Bild via Rocknrollbride.com/Fotograf: ]

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