Fashion Week Berlin S/S 2016
Highlights & Trends

berlin fw ss 2016

Letzte Woche war wieder Modewoche in Berlin und viele deutsche Labels präsentierten ihre Kollektionen für den Sommer 2016. Auch wenn die Berliner Fashion Week immer wieder schlecht besprochen wird, mag das vielleicht an der mangelnden Internationalisierung liegen, aber sicherlich nicht an der dort präsentierten deutschen Mode. Denn jährlich stoßen wir auf neue junge begabte neue Labels. Gut, dass es immer mehr Talentförderung seitens des Vogue- oder des Berliner Mode Salons sowie aufmerksamkeitsstarke Mentoren gibt! Hier kommen unsere Highlights und erste Trends..

Als echter Farbfreund freue ich mich besonders über gelungene Farbkombinationen, denn diese zu finden, umzusetzen und dabei im besten Fall noch zu überraschen, sehe ich als echte Kunst! Das hat dieses Jahr (ok, eigentlich jede Saison) Perret Schaad geschafft und zeigte ein Meer aus Türkis-Blau-Grüntönen mit ein paar pinkfarbenen Spots. Das Meer war in dem Fall allerdings die Plansche unweit des Alexanderplatzes, die eine passende, aber dennoch trockene Kulisse bot. Auch wenn das Setting einmalig war, die Farbpalette war richtungsweisend. Denn viele Labels wie auch Hien Le (zu Hellgrau, Khaki und Creme), Marina Hoermanseder, lala Berlin, Riani, Holy Ghost – zeigten leuchtendes Blau und andere Nuancen aus der Aqua-Palette.

Der Naturtrend geht auch 2016 noch nicht zu Ende. Bei Barre Noire trifft Cremeweiß und Camel auf grau, schwarz und navy. Designer Timm Süßbrichs Favorit: Ein unbearbeiteter Baumwollstoff, den er mit schwarzen Wollfäden durchzogen hat, um ein individuelles Streifenmuster zu erzeugen (Anzug unten im Bild). Auch bei Marina Hoermanseder bestimmen Naturfarben das Bild: beige und puderrosa wird mit kräftigen(!) Pastellfarben abgemischt. Cremeweiß ist wie eigentlich jede Sommersaison ein großes Thema (Malaika Raiss). Und wirklich toll finde ich das viele navy, sollten wir wohl unisono oder mit oben genannten Naturtönen tragen. Cremeweiß und dunkelblau sind auch neben erdigen Tönen zwei maßgebende Farben aus der Dorothee Schuhmacher Kollektion, aus der ich die raffiniert schulterfreien Kleider und Tops als das absolute i-Tüpfelchen der Fashion Week mitnehme! 

  FW Berlin SS 2016 II

Was noch: Da haben wir aber Glück! Denn meine Begleitung auf allen Shows – Janine – und ich lieben Durchblick. Im Sommer 2016 für uns also alles super – denn durchsichtig wird wirklich Spielplatz tauglich. In fast allen meinen Lieblingskollektionen kommt eines immer wieder: Transparenz: Bei lala Berlin – mit den schönsten Dekolletes der Welt (oben), Perret Schaad – mit ab und zu sehr viel Haut, Marina Hoermanseder – mit Blüten bestickt, Hien Le – wahnsinnig elegant mit z.B. aufgesetzten Brusttaschen fürs „angezogen“ sein, Bobby Kolade – mit Schleiern, die wir leider nicht in den Alltag integrieren können und dennoch lieben, Barre Noire – einzig durch Wildleder Laser Cut-Outs erzielt. Augustin Teboul – Transparenz mit Punkten, Malaika Raiss als transparenter Lagenlook (oben).

Was wunderschön, aber für mich persönlich schwierig ist: Bauchfrei bleibt knallhart angesagt. Die wundervolle Kollektion von einem der deutschen Lieblingslabels lala Berlin zeigt jede Menge bauchfreie Wow-Looks:

 

Reihenfolge in der Galerie: 5x lala berlin, 1x Malaika Raiss, 3x Bobby Kolade

 Was ausserdem durchweg auffällt: Auch die weiten Hosen in unterschiedlichen Längen bleiben uns weiter erhalten! Bei Bobby Kolade mit trendigen Flechtdetails statt Bügelfalte, bei Hien Le in edelsten Versionen (ganz oben), Marina Hoermanseder (oben) extraweit mit Bundfalte und Ton-in-Ton, bei Perret Schaad extra fließend aus Seide. Generell mehr Hosen als Röcke. Und nach viel zu kurzer Pause wieder neu: Wir tragen wieder hüftige Schnitte (bei Dimitri, Bobby Kolade, lala Berlin). Macht das Thema bauchfrei nur leider umso schwieriger. Wermutstropfen: Ansonsten können wir uns verhüllen – denn Berliner Schnitte bleiben lässig und weit.

 

(Bilder via PR, Style.com, Mercedes-Benz Fashion Week)

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