MUMMY-INTERVIEW
Miss Sarah Jane & Tiny

SARAH THIS IS JANE WAYNE INTERVIEW

Sarah Gottschalk ist nicht nur eine der erfolgreichsten Fashion-Bloggerinnen in Deutschland, sie hat heute außerdem gemeinsam mit Nike ein zweites Blog-Baby auf den Markt gebracht: „Tinyjane„. Denn dort wird all der tolle Kinderkram stattfinden, der Nike seit 10 Monaten und Sarah in wenigen Wochen im Alltag begleitet. Und weil die (noch) schwangere Sarah unser Cover-Model für unsere nächste Print-Ausgabe ist (dazu bald mehr!, aber das Bild oben ist schon eine kleine Vorschau), haben wir dem Mode-Profi ein paar Fragen zum Thema Stil, Schwangerschaft und Vereinbarkeit gestellt!

Liebe Sarah, wo bist du geboren/aufgewachsen und wie prägt deine Heimat deinen Stil?
Geboren bin ich im beschaulichen Sauerland – allerdings ging es schon mit 6 Jahren ins Rheinland: Meine Heimat. Ich bin in einem superkleinen Dorf aufgewachsen und habe schon immer Gefallen daran gefunden, Dinge anders zu machen: Nicht unbedingt radikal und dagegen, allerdings gern zwei Schritte voraus. Trends ausprobieren, sich dadurch abgrenzen und Tuschelein zu verursachen fand ich immer ziemlich witzig.

Wie hat sich dieser Stil verändert, seit du schwanger bist?
Ich bin natürlich viel ruhiger geworden, mag es unfassbar gerne, mich silhouettenfern zu klein und wirke dadurch gern mal etwas bollerig. Mit wachsendem Alles habe ich davon allerdings ein klein wenig Abstand genommen: Weil es mich noch wuchtiger werden ließ. Ich wage mich also gerade an körpernahe Kleidung – und es ist gar nicht so einfach.

Und was glaubst du, wie wird er sich als Mutter verändern?
Ich hoffe natürlich schwer, dass alles so wird wie vorher und dass ich auf meine geliebten, weiten Kleidungsstücke zurückgreife. Komischerweise freue ich mich unfassbar auf Skinny-Jeans und kurze Shirts – aber es ist ja immer so: Das was gerade nicht geht oder funktioniert, will man haben.  Eines habe ich mir allerdings vorgenommen: Es wird getragen, worauf ich Lust habe – ganz gleich, ob es danach ein paar Flecken mehr hat oder gänzlich anders ausschaut.

Wie viel Zeit investierst du täglich in dein(e) Outfit(s)?
Als Modemensch wahrscheinlich zu wenig. Nein, ganz im ernst: Ich bin Meisterin im „Anziehen und zur Seite schmeißen“ – was dazu führt, dass ich mein Schlafzimmer regelmäßig in ein absolutes Chaos verwandle. Es muss sich gut anfühlen – und das ist manchmal gar nicht so einfach. Irgendwann kapituliere ich allerdings.

Was war dir als erstes zu „klein“?
Da ich einen relativ kleinen Bauch habe, konnte ich bis zum 6. Monat sogar noch meine High Waist Jeans tragen. Bloß die meisten meiner Oberteile gefielen mir irgendwann nicht mehr: Das was im Bauch fehlte, fand sich in der Brust wieder – und die sorgte dafür, dass jedes Oberteil seine Leichtigkeit verlor, V-Ausschnitte verbannt wurden und ich wirklich ins Straucheln kam. A-Linien-Schnitte sollten schließlich helfen.

Was hast du freiwillig ausgemustert?
Ich bewahre erst einmal alles auf: Für die Zeit danach!

Und auf welches Kleidungsstück kannst du als Schwangere nicht mehr verzichten?
Ok, ich bin jetzt wirklich ehrlich: Auf meinen Minimizer von Triumpf. Wirklich, diese Brüste machen mich fertig!

Was macht Stil für dich aus?
Die Antwort ist so ausgelutscht wie richtig: Dass du dich wohl fühlst und nicht in eine Rolle springst, die du nicht bist. Ich probiere selbst viel aus, allerdings weiß ich mittlerweile, was ich bin und was ich definitiv nicht bin – auch wenn ich es gern wäre. Es gibt Frauen, die sehen in Basics hinreißend aus – ich dagegen bin darin die Langeweile pur. Es gibt Frauen, die sind von Kopf bis Fuß Folklore – bei mir wirkt es unauthentisch. Ausprobieren ist super – und wenn man sich damit wohlfühlt, soll man auch unbedingt dabei bleiben. Stil ist so subjektiv – und ich bin wahnsinnig froh, dass wir dafür keine einheitliche Definition haben. Wie langweilig wäre das?

Wann und wie hast du von der Schwangerschaft erfahren?
Meine Schwangerschaft war nicht zu hundert Prozent geplant – und da ich manchmal eher ein verplanter Typ bin, ist es mir nicht mal aufgefallen, bis mein Freund nachfragte, ob ich nicht langsam mal meine Regel bekommen sollte. Augenblickliche Schockstarre folgte. Und dann wurde erst eine Woche später ein Test gemacht. Ich hatte immer noch darauf gewartet, meine Tage zu bekommen. Nichts da.

Beschreibe Sie mit drei Worten:
Meine Schwangerschaft?
Unkompliziert, schön langweilig, ewig dauernd.

Gibt es eine Alltagssituation, in der du dich als Schwangere am wohlsten fühlst?
Eigentlich nicht. Wenn ich mit meinen Liebsten zusammen bin, geht’s mir eigentlich immer gut. Eines ist mir wichtig: Dass ich sitzen kann. Aber das war auch eigentlich schon vor der Schwangerschaft so. 

Ist das auch der Ort, an dem du dich am meisten aufhältst?
Die meiste Zeit bin ich tatsächlich entweder bei mir oder bei meiner Partnerin Nike – dort wird gearbeitet und geplant. Und klar: Daheim ist’s natürlich immer am schönsten.

Was ist ­die größte Herausforderung als schwangere Freiberuflerin?
Bis jetzt gab es eigentlich keine Einschränkungen, ganz im Gegenteil: dadurch, dass ich mir Zeiten einteilen kann – tagsüber ein Päuschen zum Beispiel – wird eben auch mal abends oder nachts gearbeitet. So wie es mir eben passt. Das ändert sich aber langsam. So allmählich werde ich nämlich träge und achte mehr auf stressfreie Tage.

Worauf verzichtest du?
Ganz ehrlich: Auf so einiges. Neben Salami und Schinken, gibt’s gerade gar keinen Kaffee mehr, die Zigaretten wurden selbstverständlich eingemottet und natürlich spielt auch Alkohol keine Rolle. Das klingt jetzt total banal, wenn es allerdings alltägliche Dinge sind (na, keine Sorge wegen des Alkohols), dann kann das ganz schon ganz schön einschränken – und zeitweise auch frustrieren. Also im Groben und Ganzen: Auf Nahrungs- und Genussmittel.

Worauf wirst du nie verzichten wollen?
Weiter mit meinen Freunden auszugehen. Nur, weil ich Schwanger bin, muss ich mich ja nicht komplett ausschließen und um 23 Uhr ins Bett gehen. Komische Blicke sind in Bars allerdings garantiert. Verrückt, oder?

Was glaubst du, wie wird sich dein Alltag durch das Baby ändern?
Ich habe ja überhaupt keine Ahnung. Ich gehe einfach mal von Null Schlaf aus und bin davon überzeugt, dass nichts mehr so sein wird wie vorher. Aber genau darauf habe ich auch Lust, sonst wäre ich nicht schwanger geworden. Ich freue mich auf die Verränderung, freue mich darauf, die Kleine endlich kennen zu lernen und hoffentlich etwas strukturierter zu sein!

Wie wichtig ist dir beruflicher Erfolg?
Mir ist beruflicher Erfolg sehr wichtig: Das ist der Grund, warum ich die vergangenen fünf Jahre eigentlich nur gearbeitet habe. Ich liebe es, weil es mir Spaß macht! Und ich hoffe sehr, dass ich das auch in Zukunft gemeinsam mit meinem Freund packen werde.

Wie ist die Rollen-Verteilung zwischen dir und deinem Freund?
Klammern wir die Stillzeit aus, wollen wir das eigentlich alles komplett 50/50 meistern. Mein Freund ist auch selbstständig und hat daher ähnliche Freiheiten wie ich. Wie es allerdings in der Realität aussehen wird muss sich zeigen. Ich halte erst einmal daran fest – auch weil ich es schön finde, dass der Papa mindestens genauso viel da ist, wie die Mama. Das war bei mir nicht der Fall, und das wollte ich schon als Teenie anders machen.

Weißt du schon, wie du das Baby zur Welt bringen möchtest?
Ich muss gestehen, dass ich da ganz unromantisch ran gehe. Ich habe mich für das Krankenhaus in meiner nächsten Nähe entschieden und hoffe natürlich auf eine natürliche Geburt. Wenn das aber nicht so sein soll, dann darf gern alles unternommen werden, um die kleine Maus sicher zu holen. Hauptsache, das Baby kommt gesund zur Welt. Das ist mein Hauptanliegen – da sind mir meine Befindlichkeiten in erster Linie egal.

Inwiefern unterstützen dich Daddy / die Familie?
Mein Freund ist mein Ein und Alles und natürlich die größte Stütze. Er erträgt meine Launen, die Heulanfälle und übernimmt gerade all das, was ich zeitlich gar nicht mehr schaffe. Meine Mama ist selbstverständlich die Tollste und hat die besten Ratschläge, wenn ich mal wieder mit einer meiner dämlichen Fragen um die Ecke komme. Sie beruhigt mich überall – vor allem gerade jetzt!

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Lieben Dank Sarah! Wir sind wahnsinnig gespannt auf all die tollen Geschichten die Du und Nike zukünftig über das Mummy-Sein mit uns teilen werdet! <3

Übrigens, das tolle Cover-Shooting hat die wundervolle Jules von Herz&Blut fotografiert! Eine unglaublich tolle Fotografin wenn ihr mich fragt, aber ihr seht ja bald mehr 😉

3 Gedanken zu „MUMMY-INTERVIEW
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