#bloggerfuerfluechtlinge
Wie wir Flüchtlingen helfen können!

Refugees Welcome 18 Jahre ist es her, dass Roman Herzog in seiner „Berliner Rede“ nach einem Ruck durch Deutschland aufgerufen hat. Er wünschte sich vom deutschen Volk ein Ende der „mentalen Depression“, wollte endlich wieder mehr Dynamik und einen Aufbruch ins 21. Jahrhundert anstoßen. Von besagtem Ruck haben wir damals als Teenager noch nicht viel gemerkt, aber das was gerade in Deutschland passiert, das ist nicht nur ein Ruck, das ist ein ganzer Erdrutsch. Und es war längst Zeit dafür.

Wer unseren Blog regelmäßig liest, weiß dass wir uns mit politischen Statements zurückhalten. Irgendwie typisch für unsere Generation Y, die kämpft nämlich nicht für eine neue Gesellschaftsordnung wie andere Generationen zuvor. Nun aber geht etwas in unserem unmittelbaren Umfeld vor, dass uns doch zu Kämpfern werden lässt. Etwas wofür wir den Mund aufmachen. Etwas wofür wir unsere wenige Freizeit hergeben. Etwas wozu wir anderen Mut machen wollen – eine echte Herzenzangelegenheit.
Flüchtlingen helfen ist aktuell nötiger denn je. Und JEDER kann helfen:

#bloggerfuerfluechtlinge – was ist das?
Blogger für Flüchtlinge wurde gegründet, rund um das Team von den Buch-, Politik- und Foodbloggern: Karla Paul, Nico Lumma, Stevan Paul und Paul Huizing. Die vier riefen alle Blogger, Podacster und YouTuber in Deutschland dazu auf, ihrem Spendenaufruf bei betterplace.org zu folgen und anschließend zu verbloggen, podcasten oder youtuben und nach eigenen Möglichkeiten zu verbreiten. Wer keinen Blog hat darf dem Spendenaufruf natürlich trotzdem folgen und das Projekt mit dem eindeutigen Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge so verbreiten wie er es kann. Facebook, Twitter, Linkedin, Instagram, Pinterest – man kann überall darüber sprechen. Und jeder ist eingeladen mitzumachen!
Bis heute haben mehr als 1.300 Personen bereits über 106.000 Euro gemeinsam gesammelt. Wer die Spenden bekommt, wird transparent auf der Seite mitgeteilt. Außerdem gibt es auf der Website noch viele weitere Möglichkeiten, sich zu solidarisieren: Postkarten, Facebook-Titel- oder Profilbild, Kontaktadressen für Sachspenden, uvm.

Mit Reichweite Druck erzeugen – wie geht das?
Das haben auch noch zwei andere Power-Frauen geschafft.
Die österreichische Bloggerin Dariadaria beispielsweise engagiert sich sehr stark in ihrer Heimat Wien und hat mit enormer Reichweite die Politik zum Handeln gezwungen. Sie selbst lenkt extrem viel Aufmerksamkeit auf das Thema, klärt auf, informiert, sammelt Spenden und betreut persönlich viele Flüchlinge vor Ort.
Auch die wundervolle Lucie Marshall hat geradezu übermenschliche Kräfte entwickelt, als sie drei Jungs aus Pakistan bei sich aufgenommen hat und zusätzlich ihre Wohnung in eine Kleiderkammer umfunktioniert hat, von der aus sie gezielt Flüchtlingsfamilien mit dem Nötigsten versorgt. Und wie das alles funktioniert? Natürlich dank großer Reichweiten und den Social Media Kanälen. Noch nie (zumindest seitdem wir bei Facebook und Co angemeldet sind), wurden SM Kanäle so sinnvoll und zielführend genutzt. Und wir sind jeden Tag aufs Neue dankbar, dass es solch tolle Menschen gibt und die Möglichkeit, Dinge so einfach in der Welt zu verbreiten.

Wie wir derzeit helfen?
Wir haben für uns eigene Wege gefunden zu helfen, auch wenn wir das Gefühl haben, dass wir noch längst nicht genug machen. Nach dem ersten Mal im Flüchtlingsheim sind nur noch Tränen gekullert, so banal kamen uns plötzlich unsere „Luxus-Probleme“ vor.
Konkret helfen wir im mittlerweile Berlin-bekannten LaGeSo, dem Landesamt für Gesundheit und Soziales und erster Anlaufstelle für Flüchtlinge die sich in Berlin anmelden wollen. Camilla hilft bei der Verteilung von Spenden oder Essen. Zusammen mit Madeleine und den Kindern haben wir Bilder gemalt und Luftballons zusammen mit Flüchtlingskindern steigen lassen.
Madeleine hat einen Sach-Spendenaufruf in der Kita gestartet und Kistenweise Kinderkleidung, Spielzeug, Reisebetten und sogar Kinderwagen an Touren nach Heidenau, für ein Heim in Göttingen, für das LaGeSo und weitere Einrichtungen gespendet. Camilla hat gespendete Kleidung sortiert bevor die Sachen wieder ausgegeben wurden. Wir haben uns an der Welcome Challenge beteiligt und Companys per Nominierung dazu aufgerufen, sich ebenfalls für Flüchtlinge einzusetzen.
Wir haben Willkommens-Bilder mit Anne Wassiltschenko von PomPapillon gemalt, die sie verteilen wird. Wir unterstützen Freundinnen wie Lucia Marshall wo es geht und wir versuchen die Kraft und Zeit aufzubringen, die wir aufbringen können, sprechen mit vielen Leuten, die sich sehr viel mehr und oftmals auch schon sehr viel länger engagieren als wir und überlegen mit eben diesen Menschen, an welchen Stellen man noch ansetzen könnte.

Luftballons für Kinder am Lageso FullSizeRender_2 FullSizeRender_2 FullSizeRender_4

Wie wir zukünftig helfen möchten?
Wir haben uns ein Thema sehr zu Herzen genommen – und zwar geht es dabei um Vormundschaften für Minderjährige Flüchtlinge. Wir waren so erschüttert, Kinder und Teenager zu sehen, die ihre Eltern verloren haben und nun alleine in einem fremden Land sind. Wir glauben fest daran, dass es der beste Weg ist, wenn diese jungen Menschen eine Vertrauensperson an ihrer Seite haben. Eine Person, die wirklich in ihrem Interesse handelt, die Entscheidungen für sie übernimmt, die ein Minderjähriger noch nicht treffen kann. Eine Person, die sich stark für sie macht, oder einfach nur ein offenes Ohr für ihre Sorgen hat. Jedes Kind und jeder Teenager hat ein recht auf diese eine Person und wir selbst wollen diese Aufgabe übernehmen. Und weil wir wissen, dass sich viele mit genau diesem Gedanken tragen, sind wir dabei, hier zu recherchieren und mit Behörden zu sprechen. Wir werden Euch zu dem Thema bald besser informieren, Euch über die Rechte und Pflichten aufklären und mit Rat und Tat beiseite stehen, wenn ihr das wollt. Ihr merkt, wir sind bereits fest entschlossen. 

Noch mehr aktuelle Hashtags zum Thema Flüchtlingshilfe online…

#welcomechallenge
Der Berliner Fotograf Gregor Anthes hat kurzerhand eine Facebook-Gruppe aufgesetzt und Freunde und Bekannte aufgefordert mittels Welcome Challenge etwas Gutes für Flüchtlinge zu tun, dieses zu dokumentieren, innerhalb Facebooks zu posten und ähnlich der aus dem Sommer bekannten Icebucket Challenge, mittels Hashtag neue Freunde zu nominieren, gleiches zu tun. Dabei steht die Integration von Menschen durch Menschen im Vordergrund. Das Team um Gregor wünscht sich auch eine Verbesserung der Charity-Kultur, einen viralen Bewusstseinstransfer und das Aufbrechen von Grenzen. Wir sind dabei!

WelcomeChallenge auf Facebook

#aktionarschloch
Die Aktion Arschloch! will auf einfache Weise dazu beitragen, ein Zeichen gegen die in Deutschland grassierende Fremdenfeindlichkeit zu setzen. Dafür hat sich der Musiklehrer Gerhard Torges überlegt, das Lied „Schrei nach Liebe“ von Die Ärzte wieder in die Charts und ins Radio zu bringen. Herr Torges forderte Radio-Stationen auf, den Song wieder verstärkt zu spielen und rief via Social Media Fans dazu auf, es ihm gleich zu tun. Die Idee hat gezündet und das Lied wurde so oft gewünscht, geteilt und bei iTunes runtergeladen, dass es nach 22 Jahren wieder an der Spitze der deutschen Charts steht. Die Aktion ist keine Werbeveranstaltung der Band Die Ärzte, wie einige Miesmacher verlauten ließen.

Aktion Arschloch auf Facebook

Und Hashtags die außerdem gerade populär im Rahmen des Themas sind: #refugeeswelcome #nazisraus #keinmenschistillegal #artikeleins #keinfussbreit #everybodycanhelp #stopptnazis

– sharing is caring –

 

Dieser Artikel wurde von Camilla und Madeleine erstellt.

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