Pampers für UNICEF
Botschafterin Franziska Knuppe im Gespräch

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Für mich persönlich war klar, dass wir unser Kind komplett durchimpfen lassen würde. Wir haben uns natürlich von unserem Kinderarzt ausgiebig dazu beraten lassen, aber die Entscheidung fiel uns relativ leicht. Also ist Helene heute, mit knapp 2 1/4 gegen alle schlimmen Krankheiten geimpft. Doch so selbstverständlich wie wir hier in Deutschland diese Entscheidung für oder gegen eine Impfung fällen können ist es leider nicht überall auf der Welt…

In diesem Jahr geht die Initiative “Pampers für UNICEF” ins zehnte Jahr und kämpft weiterhin für die weltweite Ausrottung von Tetanus bei Neugeborenen und Säuglingen. Viel hat diese Initiative bereits geschafft und bereits in 17 Ländern ist Tetanus bei Babys besiegt wurde, doch der Weg ist noch weit. Im 10. Jubiläumsjahr engagiert sich Topmodel (und ebenfalls Mummy) Franziska Knuppe für die Initiative und sorgt für mehr Gehör in Deutschland. Gemeinsam mit Anne und Marie hatte ich die Möglichkeit ausgiebig mit Franzi und Sandra von Pampers über ihre bewegende Reise und die Zustände vor Ort zu sprechen.

Pampers für UNICEF 2015: Projektreise auf die Philippinen mit A

Doch was ist eigentlich Tetanus?
Tetanus ist die Krankheit, nach dessen Impfung man immer als erstes gefragt wird, wenn man mit einer Verletzung zum Arzt kommt. Denn Tetanus wird durch Bakterien verursacht, die hauptsächlich im Erdreich oder in Tierkot vorkommen. Tetanus führt zu starken Krämpfen und Muskelverhärtung, was auch die Atem- und Schluckmuskulatur betrifft. Dadurch können Säuglinge entweder nicht mehr trinken, oder bekommen keine Luft mehr und sterben wirklich auf sehr schreckliche Weise.

Wie ist der aktuelle Stand auf den Philippinen?
Die Schwangeren, die in die Kliniken kommen bekommen einen Mutterpass, ähnlich wie bei uns, und bekommen auch Impfempfehlung. Aber genau da liegt das Problem, denn in den großen Städten ist natürlich die Infrastruktur gegeben und die Frauen können in die Klinik. Aber insbesondere die ländlichen Gebiete, die zahlreichen Dörfer auf den tausenden kleinen Inseln sind schwer zu erreichen. Hinzu kommt das Problem, dass insbesondere die sehr jungen schwangeren Frauen, bzw. Mädchen, sich oftmals gar nicht trauen zu einem Arzt zu gehen. Und leider gibt es noch viel zu viele Mütter, die noch gar nicht wissen, dass ein Impfschutz benötigt wird. Das bedeutetet natürlich, dass der Aufklärungsbedarf auch immer noch sehr, sehr groß ist. Die Mädchen bekommen ihr erstes Kind oftmals mit 12 oder 13 Jahren. Das medizinische Personal versucht natürlich dagegen anzukämpfen und ist sehr bemüht, aber das ist nicht einfach.

Pampers für UNICEF 2015: Projektreise auf die Philippinen mit A

Wie ist die Versorgung während, bzw. nach der Geburt?
In den großen Städten ist die Versorgung soweit wirklich gut. Es gibt ausreichend Kliniken, auch wenn diese natürlich ganz anders sind als bei uns. Auf der Neugeborenen Stationen waren bestimmt fünf Räume mit jeweils 30-40 Müttern mit ihren Neugeborenen drin, was aber natürlich an der sehr viel höheren Geburtenrate liegt. Aber es gibt auch nach der Geburt mittlerweile von den Gemeinden Betreuer, die vor allem für Risikofamilien da sind und versuchen diese mit den Kindern zu unterstützen.
Aber das sind natürlich wieder nur die Städte. Auf den vielen kleinen Inseln sieht das ganz anders aus. Da gibt es beispielsweise noch Riten, bei denen die Nabelschnur traditionell mit einem alten Bambusstock durchtrennt wird. Man kann sich also vorstellen welche Bakterien dabei übertragen werden auf die Neugeborenen, die noch kein wirkliches Immunsystem haben.

Pampers für UNICEF 2015: Projektreise auf die Philippinen mit A

Hand auf Herz, wie ging es Euch vor Ort?
Im Grunde ist der Besuch natürlich sehr traurig, aber wir haben dort so viel Schönes erlebt, dass wir uns sehr viel mehr gefreut haben. Wir wurden mit so viel Herzlichkeit empfangen, die Kinder haben so viel gelacht und Spaß mit uns gemacht. In all der Not die sie haben, gibt es einen so großen Zusammenhalt und das war sehr sehr schön zu sehen. Natürlich kann man auch auf das Elend schauen, aber wir wollten ja vor Ort sehen, wie sich die Zustände verändert haben, wie die Versorgung aktuell ist. Und im Vergleich zu vor 1,5 Jahren, direkt nach dem Taifun, ist das unfassbar, was sie vor Ort geschafft und aufgebaut haben, dank der Hilfe von UNICEF, vor allem aus Deutschland. Es ist schön zu sehen, dass die Spenden hier wirklich vor Ort angekommen sind.

Wie will UNICEF vor Ort helfen?
UNICEF möchte vor allem vor Ort mit den Einheimischen arbeiten, also wirklich Hilfe zur Selbsthilfe geben, damit das Wissen vor Ort bleibt und nicht wieder nach einiger Zeit weggeht. Also werden insbesondere die Hebammen geschult und unterstützt, damit sie die Aufklärung in die Dörfer tragen. Und natürlich haben die Krankenhäuser auch viele eigene Programme um die Geburtenrate etwas zu auszubremsen und die Leute über medizinische Risiken zu informieren.

Pampers für UNICEF 2015: Projektreise auf die Philippinen mit A

Und wie genau funktioniert die Initiative?
Das ist im Grunde ganz einfach. Für jede Packung Pampers Windeln oder Fruchttücher die das Logo der Initiative hat und in der Zeit von Oktober bis Dezember in Deutschland gekauft wird, wird von Pampers eine lebensrettende Impfdosis gespendet.  Also kauft wie ich am besten jetzt schon mal ganz viele Pampers auf Vorrat – schließlich müssen sie eh irgendwann gekauft werden, aber JETZT könnt Ihr sogar etwas wirklich Gutes damit tun!

 

Außerdem könnt Ihr auch das Geburtstagsvideo auf Facebook teilen, denn für jeden Share wird ebenfalls eine Tetanusimpfung gespendet. Oder aber ihr macht selbst ein Geburtstagsfoto, dass ihr auf die Facebookseite von Pampers posted.

 

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Pampers.

2 Gedanken zu „Pampers für UNICEF
Botschafterin Franziska Knuppe im Gespräch

  1. Liebe Camilla, toll dass Ihr das unterstützt aber ich habe eine Frage. Was wurde Euch denn bei der ausführlichen Beratung zum Thema impfen gesagt? Wir haben auf Nachfrage kein wirklich hilfreiches Gespräch bekommen. Da uns bewusst war, dass es auch viele Gegener zum impfen gibt war uns aber wichtig, auch mal ehrlich vom Arzt zu hören was denn die Nebenwirkungen sein könnten. Der erste Kinderarzt wollte sich darauf nicht einlassen und hat nur gesagt impfen ist wichtig. Basta. Das reicht mir aber als interessierte Mami nicht. Die zweite Ärztin sagte, dass es selten Nebenwiirkungen gibt, diese abr niemals die positiven Wirkungen aufwiegen würden. Also habe ich einen letzten Anlauf gewagt und einen Doc gefunden, der Eltern wirklich berät. Er sagte, dass das Problem der meisten impfkritischen Eltern der Trägerstoff “Aluminium” in den Impfungen ist. Und dass leider nicht zu knapp dosiert. Und da der Impfstoff direkt in den Muskle gespritzt wird ist das für den Körper wohl ein ganz schönes Pfund. Er selbst sagte er ehrlich, wünscht sich auch dass die Impfdosis endlich auf das Körpergewicht der Kinder runtergerechnet wird. Denn immernoch bekommen 120kg dchwere Männer und kleine Säuglinge ein und die selbe Dosis. Das gibts wohl bei keinem anderen Medikament sonst. Und das birgt dann Risiken.
    Er sagte er empfiehlt besorgten Eltern erst später zu impfen wenn die kleinen so ein zwei Jahre sind.
    Und auf keinen Fall wenn sie einen Infekt haben.
    Das war ein tolles Gespräch und ich würde mir wünschen, dass Ärztenihre Aufklärungspflicht wahrnehmen. Ja impfen ist normal….Aspirin aber auch und trotzdem sagt mir die Apothekerin immer wie ich es dosieren soll.

    1. Liebe Lava, Du hast absolut recht! Und ja, dass das Impfen auch kritisch zu sehen ist, haben wir auch besprochen. Es ist allerdings so lange her, das ich mich nicht mehr an alle Details erinnern kann, werde das Thema aber noch mal aufarbeiten! Danke! Auch haben wir die ersten Impfungen etwas nach hinten verschoben, weil der Kinderarzt unseres Vertrauens uns dazu geraten hat.

      Den Aspekt mit der Dosierung habe ich ehrlich gesagt erst später erfahren und nachträglich interessehalber besprochen. Und zwar mit der Information, dass aufgrund der Tatsache, dass es intramuskulär und nicht intravenös verabreicht werden, sodass nie das gesamte Aluminium im Blut verfügbar ist. Impfungen sind kein Zuckerstiel und sollten mit Ernsthaftigkeit bedacht und besprochen werden. Wir impfen unser Kind nicht gegen eine Grippe, aber wir haben sie gegen alle Krankheiten impfen lassen, die schwere Schäden nach sich ziehen oder sogar tödlich enden könnten.

      Trotzdem, das Thema werden wir unbedingt noch einmal ausführlich aufgreifen!

      Liebe Grüße
      Camilla

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