Mummy Interview
Angelique von mybabyloon

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Angelique ist die Gründerin des Labels und gleichnamigen Shops „mybabyloon„, der übrigens auch einer unserer wunderbaren und sorgfältig ausgewählten Partnershops für unser MUMMY MAG Paper ist. Wie PR-Powerfrau auf die Idee kam und warum sie einfach nicht still sitzen kann, wollten wir natürlich genauer von ihr wissen!

Liebe Angelique, wie und wann bist Du auf die Idee gekommen, den Onlineshop zu gründen?
Die Idee zu myBabyloon hatte ich kurz nach Emils Geburt. Die Patentante meines Mannes hat uns immer wieder mit handgemachten Geschenken überrascht – insbesondere die kuscheligen Häkelmützen hatte der kleine Mann in alle Farben. In der Krabbelgruppe oder einfach beim Einkaufen wurde ich von anderen Mamas häufig auf die schönen Mützen angesprochen weshalb wir die Überlegung hatten, das ganze “professioneller” anzugehen. Nächtliches Stillen bringt einfach zu viel Zeit, um die Online Shops dieser Welt zu durchstöbern und obwohl es schon wirklich viel tolle Kinder- und Babysachen gibt, hatten wir das Gefühl es fehlt noch etwas.

Du kommst ja aus der Fashion-Branche – inwieweit hilft Dir das für myBabyloon? Oder war das gar nicht so hilfreich?
Von meinem Job bei HUGO BOSS als PR Managerin pausiere ich gerade (Elternzeit). Ich glaube, jeder Job ist hilfreich für etwas neues, denn Erfahrungen sammelt man überall. Meine PR-Kenntnisse helfen mir natürlich schon, ohne Frage, aber ich glaube auch ohne diesen Background kann man (s)eine Idee in die Tat umsetzen – so lange man wirklich für eine Sache brennt, bereit ist Zeit und Arbeit zu investieren, am Ball zu bleiben, nach Rückschlägen wieder aufzustehen und das Lachen nie zu vergessen! 

Als Du myBabyloon gegründet hast, hast Du da damit gerechnet, dass Du zukünftig davon leben wirst? Oder wolltest Du einfach eine sinnvolle Aufgabe während der Elternzeit finden? (Natürlich neben Deinem zauberhaften kleinen Sohn)
Still sitzen liegt mir nicht so – meine Freunde nennen mich auch liebevoll den Flummi.  Anfangs war das Label eine Spinnerei, die wir dann aber wirklich in die Tat umsetzten. Der Onlineshop existiert inzwischen ein gutes Jahr, indem viel passiert ist. Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben – so auch myBabyloon. Neue Produkte, plötzlich eigene Mitarbeiter führen und die stetige Zunahme an Bestellungen (ausgehend von gerade fünf Bestellungen im ersten Monat). Das bringt viel Arbeit mit sich – was aber bei etwas „Eigenem“ völlig normal ist – aber investiere jeden Verdienst wieder in unser kleines Unternehmen um weiter zu wachsen und bekannter zu werden. 

Worauf achtet Ihr insbesondere bei den Produkten?
Uns ist die Qualität das Wichtigste und steht immer an erster Stelle. Es gibt so viele Babylabels auf dem Markt und teilweise zu wirklich hohen Preisen – aber wenn man mal genau hinschaut, ist so viel davon einfach verarbeitet, mit den günstigsten Materialien produziert und wo, das will man wahrscheinlich gar nicht so genau wissen. Da wollen wir dagegen setzen und zeigen, dass es auch anders geht! Natürlich haben gute Materialien einen höheren Preis und ein von Hand genähtes Produkt ist natürlich zeit- und arbeitsintensiver als durch eine Industriemaschine genäht, aber gerade für unsere Baby´s wollen wir doch nur das Beste. Auch die Verantwortung keine Kinderarbeit zu unterstützen, indem man billige Produkte kauft, wächst noch mehr, wenn man jeden Tag sein eigenes Kind wachsen sieht und weiß, was für ein riesen Glück wir haben, dass unsere Kinder so aufwachsen dürfen.

Seit wann habt Ihr auch andere Produkte im Sortiment und soll der Shop dahingehend noch ausgebaut werden?
Im letzten Sommer haben wir angefangen neben unseren eigenen myBabyloon Produkten unseren Kunden auch andere Labels vorzustellen und anzubieten –  beispielsweise Holzspielzeug von Pinchtoys, Badetiere von Oli&Carol oder GuteNachtLichter von Goodnightlights. Falls uns in der Zukunft weitere, mit unserem Manufakturgedanken zu vereinbarende Labels auffallen, werden wir diese in unser Portfolio übernehmen, wobei wir darauf bedacht sind unser Produktportfolio überschaubar zu gestalten. Die hinzu gekommenen Labels schaffen unseren Kunden ein vielfältigeres Angebot und sie unterstützen damit ebenso Manufakturen wie wir sie sind – denn das ist Grundvoraussetzung für eine Zusammenarbeit: der Manufakturgedanke.

Und welche Unterstützung hast Du im Alltag? 
Ja, welche? Schatz, wo bist du? Nein quatsch! Auch wenn mein Mann beruflich viel unterwegs ist, ist er da wenn es brennt und mir alles über den Kopf zu wachsen droht. Umarmung und Tee helfen meist Wunder. Die Kita ist natürlich auch eine riesen Hilfe und ich bin so dankbar Emil so gut betreut zu wissen. Omas und Opas wohnen leider zu weit weg, um im Alltag präsent zu sein und ansonsten hilft schlicht und einfach eine gute Organisation.

Was ist für dich die größte Herausforderung als Shop-Inhaberin und Mummy?
Mein eigenes Gewissen. Man hat häufig das Gefühl nicht allen und allem gerecht zu werden. Emil wieder als letztes Kind aus der Kita abgeholt und während der Spielzeit am Nachmittag wieder zu häufig auf´s Handy geschielt. Dem Mann den ganzen Tag keine liebe Nachricht geschickt und die Freundin das dritte Mal zum Abendessen versetzt. Für das Business gibt es einfach IMMER etwas zu tun, man hat neue Ideen und will weiter machen. Man selbst bleibt ein wenig auf der Strecke und die größte Herausforderung ist Gelassenheit zu wahren und lustig zu bleiben. Schaff ich aber. Meistens. 

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Wie sieht ein typischer Tag bei Dir aus?
So chaotisch und schön wie bei jeder anderen Mama auch. 7 Uhr geht´s los. Mich fertig machen, Emil fertig machen. Schnell einmal durch die Küche getanzt wegen der guten Laune und mit Banane bewaffnet zur Kita spazieren. Zurück ins Büro – Mails schreiben, telefonieren, Pakete packen, fotografieren, Social Media … zwischendurch zum Lieblingsitaliener (mein Mann hat mich ernsthaft letztens gefragt, ob wir schon Anteile dort haben!) und dann Emil abholen. Spiel- und Quatschzeit (versucht mit freiem Kopf und ohne Laptop), Abendessen und Gutenachtgeschichte. Haushalt und Wäsche und dann mit den restlichen E-Mails aufs Sofa. 

Wo möchtest Du mit dem Shop hin? Was hast Du noch vor?
Es wäre toll, wenn myBabyloon weiter wächst, noch bekannter wird. Eigene kleine myBabyloon Läden wären ein Traum – den wir mit unserem kleinen Pop-up Store in München ja schon einmal testen durften. … und eigentlich ganz schlicht – wünsche ich mir ein erfolgreiches Label mit glücklichen Kunden, von dem ich leben kann und mir die Arbeit jeden Tag einen Haufen Spaß bereitet.

Vielen Dank liebe Angelique! Wir sind gespannt wie es bei Dir weitergeht und freuen uns jetzt schon auf einen Shop von Dir, der hoffentlich bald kommt! 

Übrigens, mein persönliches Lieblingsprodukt auf Angelique’s Shop ist dieser fabelhafte Wolkenbügel, den wir auch in der aktuellen Ausgabe des MUMMY MAG Paper drin haben. Illustriert von der wunderbaren Sarah!  Aber dafür müsst ihr einen Blick ins Magazin werfen… 

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