Suedtirol_VerenaMit ihrem speziellen Angebot „Naturdetektive“ bieten die südtiroler Familienhotels in den Ferien in 13 ihrer 25 Hotels Naturkundeunterricht zum Anfassen für Kinder und Familien. Direkt in den Bergen auf den Wiesen und Wäldern Südtirols geht es gemeinsam mit Natur-Experte auf Entdeckungstour! Unsere Reiseredakteurin Verena Schulemann hat es mit Sohnemann Hugo wortwörtlich auf die Spitze getrieben…

 

Die Bienen bereiten die Wabe für das Schlüpfen des Bienennachwuchses vorDie Bienen bereiten die Wabe für das Schlüpfen des Bienennachwuchses vor.

Mit uns wandert Elisabeth Illmer gemeinsam mit den Kindern durch die Wiesen, dort suchen sie nach Bienen, sehen ihnen beim Nektartrinken zu, bekommen den Bienenstock erklärt und dürfen am Ende auch den Honig herauspulen und ordentlich schlecken …

Ganz nebenbei lernen sie Dinge, die sie wahrscheinlich – so lebendig erlebt und erklärt, aber dazu auch gleich gefühlt, geschmeckt und gerochen – auch nie wieder vergessen werden: Wie die Bienen den Bienenstock finden. Welche Blüten sie ansteuern. Aus welchem Stoff die Waben sind und welche Form diese IMMER haben – und warum … 

Kinder erfahren die Natur mit allen Sinnen und lernen fürs Leben
Doch nicht nur Bienen sind gefragt. Es geht um das Erleben von Natur, das Leben in der Natur und das Überleben mit der Natur. Kinder sollen verstehen lernen, was der Kreislauf ist, wie kostbar die Natur ist, was umsonst da wächst und gedeiht: die Schönheit und den Wert der Natur begreifen. 

Es gibt Wichtiges kennenzulernen, was da ganz nebenbei an unseren Füßen streift: Der wilde Spinat z.B.: Elisabeth zeigt, wie wir Brennnesseln anfassen müssen, damit sie nicht reizen, wie wir aus Löwenzahn Honig kochen können und aus Fichtennadeln ebenso. Sie zeigt am nächsten Tag, wie die Kinder einen Hefezopf machen und wie die unterschiedlichen Körner der Getreidesorten aussehen!

An drei Nachmittagen á drei Stunden können Eltern mit ihren Kindern diese beeindruckenden Stunden buchen, wenn sie in einem der teilhabenden Familienhotels eingecheckt haben. 

Wir absolvieren das Programm im Hotel im wunderschönen Hotel Sonnwies, das zu den Familienhotels Südtirol gehört und oberhalb der hübschen, historischen Kleinstadt Brixen (den Brixener Dom  muss man gesehen haben) auf der Alm im Mini-Örtchen Lüsen auf 1050 Meter Höhe (die Luft hier oben ist so sauber und frisch und schön) liegt.

Klar, am Anfang mault mein Sohn, er hätte kein Lust zum Wandern. Er will liebe in den Mini-Club des Hotels oder in den Pool (das Hotel hat eine megageile Kinderwasserwelt – ganz neu! Ich kann ihn schon verstehen …). Aber ich bin streng und außerdem kenne ich doch meinen Sohn, ich weiß, dass er es lieben wird … Und tatsächlich: Schon nach 5 Minuten ist er voll in seinem Element. Eben hat er mit dem Kompass die Steigung den Berg hinauf messen dürfen. Jetzt hat er einen Marienkäfer gefangen und ihn wieder fliegen lassen und jetzt streckt er mir – Nein, wie lieb! – einen bunten Strauß von Wiesenblumen entgegen, den er gerade gepflückt hat: „Mama, für Dich!“ Es geht in der Natur auf, sagt man da wohl … 

Die Naturdetektive werden angeleitet von Natur-Profis – z.B. von Wanderwunder Elisabeth
Die kleine Bande von Naturdetektiven führt die Vollblut-Profi-Super-Wanderin Elisabeth an(erklimmt die Berge, seit sie ein kleines Mädchen ist, war nicht nur in den Alpen, sondern auch in Nepal, Peru und Afrika unterwegs und stieg auf über 7000 Meter), die sich unglaublich gut auskennt, voller Leidenschaft und Liebe zu den Bergen steckt. Eine faszinierende Frau, ich könnte ihr stundenlang zuhören. Sie ist wach, schlau, unglaublich emphatisch und beneidenswert bis in die tiefen Muskelfasern trainiert. Elisabeth bezieht in den Sommermonate auf 2481 Meter Quartier, bietet Wanderungen, Touren und Übernachtungen in ihrem wunderschönen Steinhaus auf der Flaggerschartenhütte (auch dort kann man wohnen und wandern, aber das ist eine andere Reisegeschichte und muss ein anderes Mal erzählt werden). 

Wir wohnen, wie schon gesagt, im Hotel Sonnenwies. Ein wundervoller Familienbetrieb, der seine Türen ausschließlich für Familien öffnet und 2015 generalüberholt, renoviert und ausgebaut wurde. Ich finde: Wirklich empfehlenswert – vor allem für Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 10 Jahren. Denn trotz der vielen Kinder, die herumwuseln, herrscht in dem Hotel eine Atmosphäre der Ruhe und Entspannung.

 

Vielleicht liegt es an den schönen, großen Zimmern mit Betten und Möbeln und Wandverkleidungen aus Zirbenholz, an dem erfahrenen Hotelpaar Hinteregger (vier Kinder groß gezogen) oder der wunderbaren Umgebung (oder einfach an allem zusammen), dass Ihr auch schon nach einem Kurzaufenthalt hier oben herrlich entspannt werdet sein. 

Viel Entspannung trotz Family-Life: Hotel Sonnenwies – meine persönlichen Highlights:

  • 70 Stunden Kinderbetreuung die Woche (auch schon für Babys), anspruchsvoll und zugleich unkompliziert – vor allem abends zur Dinnerzeit. Da können die Eltern in ruhe die herrlichen Menüs und Speisen beim Wein genießen, während die Kids eine Etage tiefer sich nochmal ordentlich austoben bevor sie in den wohlverdienten Schlaf fallen.
  • Tolle, neue und sehr geräumige Zimmer rund-um in Zirbenholz gehalten, mit Terrasse, zwei Schlafzimmern, großem Wohn- Essbereich, teilweise mit Kamin …
  • Ein großer, allen Anforderungen entsprechender Outdoor-Spielplatz mit allem Tamtam, u.a. Trampolin, Ponyreiten, Streichelzoo …
  • Erlebnisbad mit hypermoderner Wasserrutsche mit Licht- und Soundeffekten, dazu zahlreiche Schwimmbecken ab 0 Jahren bis Profi, mit Whirlpool, Wasserfall, Rutschen, Wasserparcour … 
  • Separate Sauna-Welt nur für Erwachsene als auch eine Familiensauna (inkl. Flachbildschirm für die Kids!)
  • Wunderschönes Spa mit tollen Anwendungen (z.B. Fußrelax-Programm mit Peeling, Massage, Pflege nach einem langen Wandertag entspannt unglaublich)
  • Schöne Angebote z.B. für Hochzeitsreisen mit Kind, Familien-Wellness oder attraktive Angebote für Single-Mamas und -Papas … (gibt es ja nicht so oft)!
  • Unglaublich gutes Essen: Entweder abends Menü oder sagenhaftes Buffet und wahlweise Gerichte à la carte. Und zum Dessert: Früchte am Schokoladenbrunnen!
  • Im Sommer für die Kinder: Übernachten im Heu – mit Gruselgeschichten …

 

Meine Ausflugs-Tipps für die Umgebung
Wer Hotel und Naturtouren nicht ausreichen, der findet in der Umgebung unglaublich viele Möglichkeiten. Hier meine Tipps für Euch: 

  • Kulinarischer Bummel durch Brixen: Fangt an beim Marktplatz, wandelt zum alten Hofgarten, dann vorbei an Dom und Rathaus, die Einkaufsstraße hinab und endet am Hotel Elefant – auf dem Weg passiert Ihr zahlreiche wunderschöne Gartenlokale, Weinkeller, Marktständen und Eisdielen, in denen Ihr die gute Küche der Region testen könnt. 
  • Tagesausflug zur Bergerlebniswelt Ratschings-Jaufen (ca. 20 Kilometer von Brixen) mit erlebnisreichem Rundwanderweg direkt ab Bergstation, der besonders für Familien und auch für Kinderwagen geeignet  ist, es gibt auf dem Weg 14 spannende Kinderattraktionen zum Klettern und Entdecken.
  • Zünftig einkehren beim Kircherwirt in Albeins (ca. 5 Kilometer von Brixen), einem Bauernhof inmitten eine Obstplantage mit zünftigem Essen und Spielplatz vor der Terrasse
  • Die Künstlerstadt Klausen (ca. 13 Kilometer von Brixen) zählt zu den schönsten Altstädten Italiens mit seinen Häusern mit den zinnengekrönten Fassaden und breiten Erkern und den historischen Wirtshausschilder, auch Dürer hat die Stadt besucht und verewigt.

 

Anreise:
Wir sind von Berlin nach Venedig (auch Verona, Innsbruck oder auch München gehen z.B.) geflogen (1 Erwachsene, 1 Kind, 218 Euro) und haben dann einen Mietwagen (Check 24, 42 Euro für fünf Tage) genommen. Dazu kommen noch Benzin (ca. 80 Euro) und Maut (ca. 40 Euro) für Hin- und Rückfahrt. Oder Ihr fahrt direkt mit dem Auto. Auf Wunsch holt man Euch auch am Bahnhof Brixen ab, allerdings empfehle ich ein Auto vor Ort, es gibt so viel zu sehen und Ihr seid flexibler. 

Vielen Dank an Südtirol Tourismus und Hotel Sonnenwies für die tolle Inspiration! 

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Teaser_Verena 

Verena (41) hat schon viel erlebt und mindestens genau so viel geschrieben. Mit 21 Jahren landete sie in der BILD-Bundesredaktion, machte ein Volontariat (Axel Springer Journalistenschule) und wurde anschließend Deutschlands jüngste BILD-Redakteurin. 2007 wechselte sie zu den digitalen Medien, wurde erst Nachrichtenredakteurin, später Text-Chefin bei BILD.de. Seit 2009 ist Verenas vielschichtiges Leben vollkommen, sie arbeitet und ist Mutter. Auf MAMABERLIN.org und neuerdings auch auf mummy-mag.de erzählt sie kritisch süffisant aus ihrem Leben…