Aus dem Leben eines Daddy stay@home

Nicholas Brauer Mummy Mag Ihr habt euch nach Ihnen gesehnt, den Daddys stay@home. Tataaa. Wir haben einen interviewt, ein ziemlich cooles Exemplar sogar. Wenn er arbeitet, dann steht Nico Brauer am Herd. Nicht nur im Heimchen, sondern auch in gastronomischen Küchen. Die meiste Zeit aber verwöhnt er seine kleine Lale, er hat sich nämlich schon immer ein Mädchen gewünscht…

Ich kenne Nico schon seit unserer Schulzeit. Nico hat wahrscheinlich schon immer genau das, was nicht nur bei Kindern so besonders gut ankommt: ein Dauergrinsen im Gesicht, einen Spruch auf der Lippe und dabei die nötige Empathie, um alle Kinder dieser Welt zu verstehen und ihr Vertrauen zu erlangen.  Ich spreche aus Erfahrung (ok, die bezaubernde Lale tut bei meinen Jungs ihr übriges). Von diesem Kinderflüsterer kann man noch was lernen. Und ich meine nicht nur sein Rezept bei einem Trotzanfall..

Lieber Nico, Du hast Politologie studiert und bist Vater einer süßen vierjährigen Tochter. Da Deine Frau Vollzeit in ihrem wie Du selbst sagst “Traumberuf” arbeitet, kümmerst Du Dich nachmittags um Lale und gehst nur Teilzeit arbeiten. Wie sehr freust Du Dich auf dem Weg zur Kita auf dein kleines Mädchen?
Ich vermisse meine Tochter immer! …möchte sie am liebsten gar nicht zur Kita bringen und würde am liebsten den ganzen Tag und jeden Tag mit Ihr verbringen.

Wie läuft die Begrüßung ab und was macht oder besprecht ihr immer als erstes? Habt Ihr ein Ritual?
Die Begrüssung ist immer sehr stürmisch und herzlich und ich muss meistens aufpassen das ich nicht von ihr umgerannt werde wenn ich in die Hocke gehe, um sie zu empfangen.

Wie ist Euer Nachmittagsprogramm? Habt Ihr Termine, Playdates oder seid ihr ein Spielplatz-Team?
Das ist je nach Tagesplanung unterschiedlich . Da sie seit ca. 3­4 Wochen das Radfahren beherrscht sind wir zwölf Stunden am Tag mit dem Rad unterwegs und halten dann auch gerne an Spielplätzen etc. Wir sind sehr flexibel was unser Wochenend- und Tagesprogramm angeht … Ich versuche dabei aber auf Bewegung und frische Luft zu achten.

Wenn man Dich mit deiner Tochter beobachtet, fällt auf mit wie viel Geduld du mit ihr umgehst, und dass ihr trotz deiner 1,95m auf Augenhöhe sprecht. War es ein erklärtes Lebensziel, Vater zu werden?
Nein nicht wirklich … habe mir aber schon immer eine Tochter gewünscht, wenn das Schicksal es will. Ich bin sehr dankbar und manchmal voller Demut, wenn ich meine Familie anschaue.

Woher nimmst du diese Ruhe?
Ich denke das ich diese Geduld früher nicht gehabt hätte…immerhin war ich bei Ihrer Geburt ja schon 36 und konnte etwas Lebenserfahrung mitbringen.

Machst Du dir über die Erziehung Gedanken oder handelst du allein intuitiv? Hast Du dann trotzdem gewisse Grundsätze?
Wir tauschen uns meist im Familien/Freundeskreis über unsere Erfahrungen aus. Aber ja, oft handele ich sehr intuitiv.

Was machst Du bei einem Trotzanfall mit Geschrei?
Let it go…Let it go 

Was glaubst Du ist das wichtigste, seinem Kind in den ersten Jahren mitzugeben?LIEBE!

Bist Du selbst ähnlich erzogen worden, oder eher der rebellische Typ?
Ich denke meine Erziehung war wesentlich strenger … und ja ich war sehr rebellisch!

Was bedeutet Glück für Dich?
Morgens aufzuwachen und meine Familie gesund und glücklich bei mir zu haben!

Danke, lieber Nico und bis bald!

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Saskia Teaser Abbinder

Saskia hat mit ihren drei kleinen Orgelpfeifen die volle Ladung Jungspower zu Hause und weiß, was es heißt, an seine Grenzen zu stoßen. Sie trägt es mit Fassung und vor allem viel Liebe, denn die häusliche Si­sy­phus­ar­beit hat sowieso kein Ende. Doch auch wenn die Geburten ihrer drei Söhne ihr Leben auf den Kopf gestellt haben, blieb sie ihrer Leidenschaft für Fashion treu und lässt das Familienleben eher anekdotisch in ihren Beiträgen durchblitzen. Die Mitbegründerin des Mummy Mag arbeitet inzwischen frei als Stylistin und Redakteurin. Muttersein ist für Saskia von jeher ein positiv besetztes Bild und das möchte sie auch mit dem Mummy Mag transportieren, um den Frauen in Deutschland Mut bei der inzwischen viel zu häufig gestellten Kinderfrage zu machen.

4 Gedanken zu „Aus dem Leben eines Daddy stay@home

  1. Halbtags gilt schon als Stay-at-Home? Ist das nicht so wie mit Obama und dem Friedensnobelpreis? Ansonsten aber ein sehr sympathisches Portrait. :)

    1. Ja, da gebe ich Dir Recht! Es geht wohl mehr um die Aufteilung, die uns begeistert und er war schon immer omnipräsent in Lales Leben…
      Lieben Gruss

  2. Mmmh – schade, ich hätte mir etwas mehr Einblick ‘hinter die Kulisse ‘ gewünscht – das klingt so nach perfektem Takatukaland :-) Tolle Familie, aber wie sieht ein Alltag aus? An welchen Stellen fehlt die Mama? Sie ‘ernährt’ die Familie finanziell ? Hat er die typische Frauen Angst nicht wieder voll reinzukommen oder ist das nicht geplant?
    Vermisst er was beruflich?Und wie fühlt dich die Frau? …. Ööööhhh und sehr privat – folgt da noch ein Kind oder geht das nicht weil eine finanzielle Auszeit nicht möglich ist … ( ach ich bin nur neugierig weil wir es genau so planen und in der Theorie alles so einfach klingt….. Naja am bester ruf ich ihn mal an ;-)
    Danke dennoch für den kleinen Einblick.

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