Maria Ueberschaer
„Es ist, als würde man sein Herz offen vor sich her tragen…“

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Ich habe bereits über das tolle Shooting mit unserer Coverfamily berichtet. Wenn man die Ueberschaers kennenlernt, erkennt man schnell was die Strategie der Eltern ist: trotz Kinderstress entspannt bleiben und eins-nach-dem-anderen erledigen. Jeder der mehrere wirklich kleine Kinder hat, weiß dass es essentiell ist irgendeine Taktik zu haben, und dabei ist eine entspannte Version nicht nur die angenehmste, sondern im besten Fall auch noch die erfolgreichste. Maria und Martin versuchen sich einfach nicht beirren zu lassen und schauen immer nach vorne. Von Maria kann man aber noch viel mehr lernen. Viel Spaß bei dem offenen Interview…

Maria Ueberschaer ist 34 und seit 2008 glückliche Berlinerin. Als Künstlertochter in München geboren und groß geworden, rebellierte sie kurzzeitig und machte erst eine klassische Ausbildung, um dann doch beim Theater zu landen. Sie traf ihren Mann Martin vor vier Jahren zum ersten Mal. Dass sich ihr Glück in den nächsten Monaten so stark vermehren würde, hätte sie nie gedacht, aber wie für alles in ihrem Leben ist Maria dankbar dafür. Maria hat gute zwei Jahre nach ihrer ersten Tochter, ein Zwillingspärchen zur Welt gebracht, das ihr Leben, mehr als anfangs erwartet, veränderte. Aber es kommt so viel mehr von ihr als nur die schöne Erkenntnis, dass, auch wenn alles glatt läuft, kaum Raum für andere(s) bleibt.

Liebe Maria, Du hast, als Deine erste Tochter noch nicht einmal zwei Jahre alt war, erfahren, dass Du Zwillinge erwartest. Was war Dein erster Gedanke, als Du das gehört hast und wie hast Du reagiert?
Die Zwillinge waren ein! Wunschkind. Als meine Frauenärztin beim Ultraschall lachend sagte: „Sie dürfen sich erstmal doppelt freuen!“ und mich vom Monitor zwei „Eulenaugen“ anstarrten, so sahen die beiden Fruchthöhlen nämlich in diesem Moment aus, war meine erste Reaktion überraschtes, leicht irritiertes Lachen. Mir war in diesem ersten Moment nicht bewusst, was das wirklich bedeutet, was da jetzt auf uns zukommt.

War Dein Mann dabei? Was waren seine ersten Worte?
Nein, er war arbeiten. Die Große war bei meiner Mutter und die dachte, ich sei beim Zahnarzt. Als ich meinen Mann bereits leicht zitternd anrief, konnte auch er erstmal nur lachen. Leicht panisch. Und sagte nur: „Mach keinen Scheiß!“.

Was hat sich dann zunächst geändert? Seid Ihr nervös geworden und habt Euer Leben als zukünftige Großfamilie auf den Kopf gestellt?
Uns ist sehr schnell klar geworden, dass sich nun alles ändern wird. Wir mussten umziehen, da unsere Wohnung im 3. Stock ohne Aufzug lag und für fünf Leute etwas zu klein war. Ein Zwillingskinderwagen musste her. Wir dachten immer, ein zweites Kind, das ist kein Problem. Die Wohnung ist groß genug, wir wissen, wie das geht, wir haben alles, was man für ein Baby braucht, aber nun war alles anders. Ich muss sagen, ich war am Anfang wirklich fertig. Auch, weil ich so ein Kopfmensch bin und immer alles unter Kontrolle haben will. Aber nun ging alles seinen Weg und ich musste einfach mitgehen. Das war anfangs sehr schwer. Meine Mutter hat uns zum Glück wahnsinnig viel geholfen und war vor allem für Nora da. Das war sehr wichtig.

Du hast Deine sagenhafte Geburtsgeschichte schon in unserer The-Day-That…-Reihe bereits hier mit uns geteilt. Ein echtes Phänomen. Aber von vorne: Unterschied sich die Schwangerschaft mit den Zwillingen schon von Anfang an von Deiner ersten mit der inzwischen dreijährigen Nora? Hattest Du z.B. mehr unter typischen Schwangerschaftsbeschwerden zu leiden als mit nur einem Baby im Bauch?
Wie bereits in meiner ersten Schwangerschaft litt ich leider an sehr starker Übelkeit und musste mich mehrmals täglich übergeben. Außerdem war ich durch die Hormonumstellung sehr niedergeschlagen. Hinzu kam natürlich der Schock.

Ich musste wegen der Übelkeit ins Krankenhaus und bekam Infusionen, konnte den Alltag nur schwer meistern und war immer wieder krank geschrieben. Dann bekam ich auch ein Beschäftigungsverbot.

Im zweiten Drittel ging es mir zum Glück wieder besser. Die Übelkeit war weniger. Wir haben schnell noch geheiratet und auch noch unsere Traumwohnung gefunden. Zwei Wochen später war der Umzug. Mittlerweile schon mit einem ziemlichen Bauch. Aber nun war erstmal alles gut. Die Großeltern meines Mannes haben uns dann auch noch den fehlenden Zwillingskinderwagen geschenkt. Frauenärztin und Hebamme waren toll. Ich hatte mich durch diverse Blogs und Foren für Zwillingseltern gelesen und wusste, dass wir das schaffen können und werden.

Ich habe ja selbst auch erst einen Sohn bekommen und drei Jahre später Zwillinge, zudem eine sehr ähnliche Schwangerschaft erlebt, die ebenso in einer Frühgeburt endete. Besonders der Geburtsauftakt, mit der knallartig platzenden Fruchtblase des im Becken liegenden Kindes mit sofort danach beginnenden sehr starken Wehen ruft starke Erinnerungen bei mir hervor. Abgesehen davon, dass Deine Geburt wirklich etwas sehr Besonderes war, wie hast Du sie im Vergleich zu Deiner ersten erlebt?Schon Noras Geburt war nicht ganz ohne. 2 Wochen zu früh platzte die Fruchtblase. Sehr schnell bekam ich starke Wehen. Nach nur drei Stunden war der Muttermund schon 7 cm weit und sie musste wegen Beckenendlage per Kaiserschnitt geholt werden.

Bei den Zwillingen hatte ich bereits in der 26. SSW die Diagnose „stark verkürzter Gebärmutterhals mit Frühgeburtsbestrebungen“. Ich musste mehrmals ins Krankenhaus und durfte fast nur noch liegen. Ich hatte dann einen geplanten Kaiserschnitttermin ca. 2 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Die Zwillinge waren Beckenendlage und Querlage, daher sollte es wieder ein Kaiserschnitt werden. Meine Hebamme und ich waren auch überzeugt, dass ich es bis dahin schaffen würde. Es kam dann ja aber ganz anders. Leon war eine spontane Steißgeburt und Ella ein Notkaiserschnitt. Die beiden kamen 33+1 SSW. 7 Wochen zu früh. Eine Stunde nachdem Leons Fruchtblase platzte, waren beide da. Und ich war 3-fache Mutter. Beide Geburten waren eher ein Trip als eine schöne Erinnerung. Aber Nora war fit und wir durften bald nach Hause. Bei den Zwillingen verbrachte ich mein Wochenbett zwischen der Intensivstation und der Neonatologie.

Seitdem die Zwillinge nun auf der Welt sind – was war die größte Herausforderung und bist Du schon mal an Deine Grenzen gestoßen?
Ich würde eigentlich sagen, dass ich bis jetzt noch nicht an meine Grenzen gestoßen bin. Ich musste ein paar Mal weinen. Es war einfach heftig. Aber ich bin jemand, der einfach funktioniert und nicht jammert. Ich erzähle zwar immer allen, was uns passiert ist, aber eher mit Stolz. Stolz, weil wir das gemeistert haben und es immer weiter geht. Weil wir uns lieben und nun drei wundervolle Kinder haben.

Jedoch war es erstmal nicht leicht. Ella war auf der Intensivstation, wurde anfangs beatmet, konnte nicht trinken und bekam die Milch hauptsächlich per Magensonde durch die Nase.

Und sie wäre nach ein paar Wochen fast gestorben. Wir bemerkten, dass sie nicht mehr atmete. Sie lief blau an und hing nur noch so da. Ein einfacher Schnupfen kann für ein Frühchen schon sehr heftig sein, auch weil Babys ja bis zum 6. Monat nicht durch den Mund atmen können. Wir waren dann wieder im Krankenhaus und bei der Entlassung meinte der Oberarzt, wir hätten wahrscheinlich den plötzlichen Kindstod vereitelt und schlug uns vor, einen Überwachungsmonitor mit nach Hause zu nehmen. Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung werden so überwacht. Wir bekamen noch einen Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und eine Beatmungsmaske mit und versuchten erneut, unseren Alltag als Großfamilie zu meistern. Diese Monitore sind kleine Monster. Andauernd Fehlalarme durch wackelnde Elektroden, aber man rennt jedes Mal so schnell man kann ans Kinderbett und checkt die Werte. Nachts beim Stillen verheddern sich die Kabel und wenn man unterwegs ist, hängt immer diese Maschine am Baby. Aber er war auch unsere Rettung. Ella ging es ein paar Wochen später wieder sehr schlecht und die Werte waren unentwegt im Keller. Diagnose RSV. Wieder Sauerstoffzufuhr und eine Woche in Quarantäne. Mittlerweile wohnt er aber im Schrank, der Monitor. Und Ellas Lachen ist auf jeden Fall das allerschönste Geräusch auf der ganzen Welt!!!

Hat diese Erfahrung etwas bei Dir verändert? Siehst Du Dinge mit anderen Augen?
Mir ist seitdem noch viel mehr klar, dass das Leben alles ist, was wir haben und doch jeden Moment vorbei sein kann. Wenn man Kinder hat, ist es eigentlich so, als würde man sein Herz offen vor sich her tragen und jederzeit kann es passieren, dass es zerfetzt wird. Natürlich denke ich darüber nicht die ganze Zeit nach, aber ab und zu überkommt es mich. Und dann weiß ich wieder, dass ich jetzt im Moment so glücklich bin, weil alles Wichtige doch gut ist und wir leben und lieben dürfen.   

Was bedeutet es wirklich, Zwillinge zu haben?
Man wünscht sich oft eine Krake zu sein. Oder dass ein Tag 48 Stunden hat. Ich bin zum Glück gut organisiert und denke meistens an alles. Sonst würde ich wahrscheinlich in dreckiger Wäsche ertrinken. Aber oft muss man leider ein Baby schreien lassen, weil das andere gerade gefüttert, gewickelt oder hingelegt wird. Aber mit der Zeit ist man so eingespielt, dass es ganz gut funktioniert. Und wenn die beiden dann anfangen sich „zu unterhalten“ oder einen gleichzeitig anlachen, dann ist man der glücklichste Mensch überhaupt. Auch toll ist es mit zwei bzw. drei Kindern durch die Straßen zu laufen. Die Reaktionen sind ähnlich wie bei einem Schoßhund und man kommt mit vielen Menschen ins Gespräch. ☺ Ich habe aber wirklich sehr wenig Zeit für mich und wir bekommen wenig Schlaf. Aber das wird ja immer besser und bereits jetzt kann ich die beiden ab und zu alleine oder mit der Schwester im Kinderzimmer lassen und anderes erledigen.

Ich fand, dass bei Zwillingsbabys mit zusätzlichem Kleinkind oft alles relativ organisiert ablaufen muss und das dann auch im Idealfall tut. Dabei fühlt man sich aber manchmal etwas gehetzt und kann nicht jeden Moment wirklich genießen, so meine Erfahrung. Geht Dir das auch so und hast Du das Gefühl, Dir bleibt mal oder vielleicht ständig irgendetwas auf der Strecke?
Das kann ich nur bestätigen. Wenn ich an manchen Tagen das Timing verändere, wird es nur noch anstrengender. Und am meisten leide ich ja dann selbst darunter. Ich bin sogar zur Zeit viel entspannter, wenn ich alleine den Vormittag mit den beiden verbringe, ohne z.B. andere Mamas mit Babys zu treffen. Man kann mit Besuch einfach nicht gut und schnell auf die Bedürfnisse der Zwillinge reagieren. Nachmittags holen wir dann die Große aus der Kita ab, gehen noch einkaufen oder in den Park. Alltägliche Dinge einfach. Ich bin zwar gerne flexibel und versuche auch spontan zu sein – mit drei Kindern ist das aber eine ganz andere Nummer. Wenn ich mir vornehme, vormittags mal jemanden in einem anderen Bezirk zu besuchen, gehen die Vorbereitungen schon am Abend vorher los. Sonst schaffe ich das nicht.

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Als wir um 8 Uhr am Samstagmorgen für das Cover-Shooting bei Euch aufschlugen und Dein Mann sich in sein von uns ausgewähltes Outfit geschmissen hatte, waren Deine ersten Worte zu ihm “Wow, bist Du schon verheiratet?”, ein süßer Spaß und Ihr beide wirkt sehr glücklich miteinander. Auch das ist nach einer derartigen Belastungsprobe nicht selbstverständlich. Was ist Euer Geheimnis?
Wir haben uns einfach gefunden. Es war tatsächlich Liebe auf den ersten Blick. Und wir haben sehr schnell mit der Familienplanung begonnen und sind daher wahrscheinlich immer noch in der Anfangsphase unserer Beziehung. ☺

Außerdem haben wir uns kurz nach der Geburt der Zwillinge in die Augen geschaut und gemeinsam klar gestellt: „Das wird jetzt heftig. Wir werden müde sein. Wir müssen auf einiges verzichten. Also sollten wir unsere Launen nicht zu ernst nehmen und schneller verzeihen.“ – das klappt meistens ganz gut. ☺

Habt Ihr Abmachungen oder eine Aufgabenverteilung bei der Versorgung der Kinder?Mein Mann ist selbstständig als Agenturleiter und Fotograf. Ich war immer angestellt. Wir haben tatsächlich ein sehr klassisches Modell gewählt. Er arbeitet, baut die Firma weiter auf und ich spiele viel LEGO-Duplo. In meiner ersten Elternzeit fiel mir das sehr schwer, da ich immer viel und gerne gearbeitet habe. Aktuell ist es aber genau richtig so. Die Zeit vergeht so schnell. Was sind schon 12 Monate!? Vor allem weil sie so einen schweren Start hatten, will ich als Mutter für die beiden da sein. Wenn ich aber Termine habe, sei es beruflich oder auch nur mal ein Friseurtermin, klappt das eigentlich immer problemlos. Abends und an den Wochenenden machen wir alles gemeinsam und nachts hat jeder ein Baby. ☺

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Wann knallt es bei Euch zu Hause mal?
Ich denke mal, dass das wie bei allen Familien ist. Wenn alle müde sind, reicht schon eine Kleinigkeit. Aber das ist ja normal und bei drei Kleinkindern und viel Arbeit an allen Ecken ist man oftmals einfach durch.

Was ist dann Euer Rezept der Versöhnung?
Lachen. Und tief durchatmen. Alles wird gut. Ich mag einen Satz von Oscar Wilde sehr gerne: „Everything is going to be fine in the end. If it’s not fine it’s not the end.”

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Du kommst aus einer Künstlerfamilie und hast lange an der Schaubühne als Regieassistentin und zuletzt als Direktionsassistentin gearbeitet. Gerade bist Du in Elternzeit, wirkst aber seit 2010 bis heute bei der Inszenierung „Fräulein Julie“ mit. Was bedeutet für Dich Theater und wie kamst Du dazu?
Mein Vater und meine beiden Onkel sind Schauspieler. Meine Mutter ist Rocksängerin. Ich war also von klein auf immer backstage in Theatern und auf Konzerten. Es war immer ganz normal. Da ja Kinder aber oft das Gegenteil ihrer Eltern sein wollen, habe ich erstmal ganz brav die Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin gemacht, um dann zu merken, dass auch ich in die Nähe einer Bühne gehöre. ☺ Durch meinen Vater kam ich 2005 an eine Hospitanz (Praktikum) an einem Münchner Theater und wusste sofort: „Hier gehöre auch ich hin.“. Das Theater berührt mich. Im Gegensatz zum Film ist es immer live und daher sehr authentisch. Es geht um große Gefühle, Kämpfe werden ausgetragen, man erlebt die Liebe und den Tod. Ich glaube, Theater kann Menschen, die Zuschauer, aber auch die Mitwirkenden, verändern. Es ist einfach toll.

Die Berliner Schaubühne ist schon seit Jahrzehnte eine der erfolgreichsten Bühnen der Hauptstadt, durch die Übernahme der künstlerischen Leitung durch Thomas Ostermeier 1999 konnte sie ihr Image und ihr Publikum noch einmal stark auffrischen. Was bedeutet Dir dieses Theater?
Sehr viel. Ich habe dort viel gelernt, viel erlebt, bin erwachsener geworden. Durch die vielen Gastspiele bin ich viel gereist und habe tolle Menschen kennengelernt. Aber auch Kämpfe gekämpft. Vor allem als werdende Mutter habe ich gemerkt, dass das Theater oftmals leider nicht sehr familienkompatibel ist.

Wie schnell möchtest Du wieder arbeiten gehen?
Die Zwillinge kommen kurz nach ihrem ersten Geburtstag in die Kita. Ich hatte gerade ein paar Vorstellungsgespräche und freue mich darauf, dann wieder halbtags arbeiten zu gehen.

Wie wichtig ist es Dir generell, etwas für Dich zu tun? Fällt deine künstlerisch-kreative Arbeit als Ausgleich mit darunter?
Natürlich ist es wichtig, etwas für sich selbst zu tun. Aber machen wir uns nichts vor. Viel Zeit bleibt momentan nicht. Ab und zu mal ausgehen. Ich bin schon froh, wenn ich mal alleine, ohne Kinderwagen, in der U-Bahn sitze. ☺

Das Theater oder auch andere kreative Aufgaben sind ein wunderbarer Ausgleich. Es ist ja auch kein Dauerzustand. Sobald die Kinder größer sind, wird es auch leichter sein, wieder mehr für mich zu tun.

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Ich kann mir vorstellen, dass auch die Anschaffung des Lastenrades, in das Du schnell und einfach alle drei Kids verstauen kannst, so ein Stück zurückgewonnen Freiheit für Dich ist?
Absolut. Ich bin dadurch unabhängig und kann mit Sack und Pack und allen Kindern fast überallhin kommen. Einkäufe, die Kinder von der Kita abholen, im Sommer ins Schwimmbad – alles normale Dinge, die aber mit drei Kindern einfach schwieriger sind.

Hast Du einen Trick, wenn Dir mal alles über den Kopf wächst und vielleicht grad alle Kinder schreien und Du alleine mit ihnen bist?
Ich nehme das mit Humor. Solange es nicht mit Schmerzen oder so verbunden ist gibt es ja immer eine Lösung. Einfach einen nach dem anderen vertüten und ein Lied singen. Aktuell singe ich die Titelmusik von Pippi Langstrumpf in Dauerschleife. Hauptsache es hilft. ☺

Was bedeutet Glück für Dich?
Auch wenn es manchmal schwer oder anstrengend ist – ich weiß, ich habe bisher im Leben großes Glück gehabt. Man sollte sich auch immer bewusst sein, wie gut es uns hier in Deutschland ja an sich geht. Kein Krieg. Genug zu Essen. Fancy Schuhe. Das ist schon großes Glück an sich. Gepaart mit der Liebe, die ich spüren darf. Durch meine Kinder, meinen Mann. Da braucht man nicht viel mehr. Ich denke, ich bin eindeutig einer der glücklichsten Menschen auf diesem Planeten. ☺

Liebe Maria, vielen Dank für das tolle offene Interview. Die Zeit mit Euch hat viel Spaß gemacht!

Maria Ueberschaer und Saskia Hilgenberg  

Foto: Lisa Dietermann/ Fräulein Stern Fotografie

Lastenrad: Babboe

Mummy und Daddy Outfit: Closed

Kids Outfits: Noe&Zoe und Yesmylovekids

 

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Saskia Teaser Abbinder

Saskia hat mit ihren drei kleinen Orgelpfeifen die volle Ladung Jungspower zu Hause und weiß, was es heißt, an seine Grenzen zu stoßen. Sie trägt es mit Fassung und vor allem viel Liebe, denn die häusliche Si­sy­phus­ar­beit hat sowieso kein Ende. Doch auch wenn die Geburten ihrer drei Söhne ihr Leben auf den Kopf gestellt haben, blieb sie ihrer Leidenschaft für Fashion treu und lässt das Familienleben eher anekdotisch in ihren Beiträgen durchblitzen. Die Mitbegründerin des Mummy Mag arbeitet inzwischen frei als Stylistin und Redakteurin. Muttersein ist für Saskia von jeher ein positiv besetztes Bild und das möchte sie auch mit dem Mummy Mag transportieren, um den Frauen in Deutschland Mut bei der inzwischen viel zu häufig gestellten Kinderfrage zu machen.

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