Madeleine mit ihrer X-CHANGE BAG (3 IN 1) von JOSTUns Frauen wird ja unglaublich gerne nachgesagt, dass wir verrückt und nahezu besessen von Schuhen oder Handtaschen wären. Bevorzugt Männer meinen, dass wir diese horrend zu Hause anhäufen und eigens Zimmer dafür kreieren bzw. nachts davon träumen, einen begehbaren Kleiderschrank zu besitzen. Ihr findet ich übertreibe? Mit Sicherheit!
Schaut man sich allerdings auf Instagram um und folgt dort Fashion-Bloggerinnen, scheinen deren Wohnungen der Accessoires-Abteilung eines High End Kaufhauses zu gleichen. Täglich eine neue Must-Have-Handtasche drapiert zwischen „Klassikern“ der Handtaschen Geschichte. Shopbesitzerin Lena Terlutter z.B. macht bevorzugt Sonntags Stills von ihrem Chanel-Taschen-Regal und ich komme mit dem zählen ihrer Modelle gar nicht mehr nach.

Ähnlich viel, aber auch ziemlich cool bloggt Fashionista Kate Glitter über die Handtaschen des Münchner Labels Aigner. Im Auftrag der Marke ist sie als Ambassador unterwegs und sorgt damit – keine Frage – für viele „haben wollen“ Momente. Guck ich mich bei uns Vieren um, sollte Michael Kors in jedem Fall mal bei Camilla durchklingeln, denn die ist großer und begeisterter Fan seiner Crossbodybags. Saskia ist die einzige meiner Freundinnen die bei 3 Kids mit „nur“ einer Bauchtasche aus Leder auf den Spielplatz geschlendert kommt. Es sieht wahnsinnig gut aus, sie sieht wahnsinnig gut aus!
Aber die Bauchtasche und ich würden kein gutes Team abgeben, wenn ich bedenke wieviel Kram ich als Working Mummy immer mitschleppen muss. Saskia, hingegen bringt das nicht aus der Ruhe, die Jungs haben eigene Rucksäcke und tragen diese auch schön brav selbst. Izzy in 9 von 10 Fällen nicht.

Wirft man mal einen Blick in meine Tasche, habe ich nicht nur Haarspängchen, Gummibärchen oder Sesamringe zu verstauen, ich komme ja direkt von der Arbeit und brauche auch noch ausreichend Platz für Laptop, Riesenschlüsselbund, Smartphone, Notizbuch, Visitenkarten, Zettelwirtschaft, Post, eine Haarbürste und Lippenpflege… manchmal auch Ladekabel… und eine Batterie an Stiften unterschiedlichster Coleur. Ich kugele mir dabei fast die Schulter aus, wenn Izzy mich auf der Straße mit ihrem liebreizenden „Mama, Arm!“ begrüßt. Mittlerweile sagt sie auch „Mama, ich möchte nicht laufen. AAAAArrrrm.“

Nun hat mich aber echt mal interessiert wie meine Freundinnen ihr Business, Kinder und Kegel taschentechnisch unter einen Hut bringen. Sandrina beispielsweise, Mama eines einjährigen Jungen, bringt zur Arbeit ihren Shopper mit, aka Arbeitstasche mit Laptop, Autoschlüssel und einem Lippenstift. Am Nachmittag erfolgt ein fliegender Wechsel. Klein Matteo wird noch aus der Wickeltasche heraus versorgt, weil Windeln, Feuchttücher, Spielzeug, Flaschen, Kekse und Creme zwingend dabei sein müssen. Wenn Sandrina könnte wie sie wollte, trüge sie wie Camilla eine Mini Bag von Michael Kors. Ihre Wickeltasche – darauf besteht sie – sieht zwar nicht aus wie eine „Typische“ ist und bleibt aber eine.

Bei uns Mums mit größeren Kindern ist das etwas leichter. Meine Freundin Hanka zum Beispiel hat einen 5-jährigen Sohn, da muss nur noch die Dino-Wasserflasche und Sagrotan mit, aber große Taschen hatte sie schon immer – ohne fühlt sie sich nämlich nackt – deswegen passt alles was muss, mit hinein. Bei Yazzi, deren Sohn Noah ihr schon aus unserem Galeries Lafayette Shooting kennt, sind beide Kids im Alter von 5 und 10. Yazzi ist meine Freundin die den Job von Kate Glitter sofort übernehmen könnte, sie liebt Handtaschen, ob groß oder klein, modern oder Vintage, sie sagt: Ich bin da wirklich sehr empfänglich für die kleine Stimme, die ruft: „Kauf mich und wir werden beste Freunde.“ Problem ist nur, dass nicht in alle Taschen Trinkflaschen, Knabber-Bretzeln, Loopi der 60-cm-Salamander, Feuchttücher, Laptop, Brieftaschen, Sonnenbrille, Handy, usw. hineinpassen!

Franzi ist auch Mama von 2 Kids, aber beide sind noch etwas kleiner, nämlich 2 und 5. Sie trägt eine klassische Großraum-Leder-Beuteltasche in der man Standardsachen wie Portmonaie, Handy (evtl. mit Ladekabel) und jede Menge Schlüssel, Makeup-Tasche inklusive Mini-Sekundenkleber, Handcreme und wenn keine kleine Packung Feuchttücher, dann zumindest Taschentücher, irgendwas zum Bestechen für die Kids (und sich selbst) nach der Kita (Kekse, Brotsticks, Quetschie, Gummibärchen, Nüsse …leider gern auch lose) und dazwischen undefinierbare Füllmasse findet. Seit Kind zwei noch mobiler ist (und eigentlich hat Franzi sich immer geschworen, dass ihr das nie passieren wird) trägt sie einen stabilen, doch halbwegs eleganten Beutel-Rucksack aus irgendeinem Hightech Kunstleder.

Wer auch Rucksack trägt ist meine Kita-Freundin Saki, die einen Lederturnbeutel zur Lieblings-Mummy-Bag umfunktioniert hat. Darin hat sie zwar all das, was sie ohne Kind auch schon dabei hatte, auf Nachfragen gesellten sich aber noch Taschentücher und Desinfektionsmittel (auch wenn sie das fast nie benutzt) dazu UND sie hat immer eine bzw DIE gigantischste Snack-Box dabei. Da ist alles drin, was das Herz unserer Kinder begehrt. Was dafür weniger mit darf, sind ihre Kippen und manchmal bewundert sie Männer, wie die es schaffen, Schlüssel, Smartphone, Geldbeutel und Schreibkram in ihre Hosentasche zu stopfen… Jetzt könnte ich ewig so weiter machen und stelle insgesamt fest, bei allen ist die Tasche größer geworden. Größer heißt aber auch, dass man mehr reinsteckt, was zu Schwerer führt und mit Kind auf dem Arm ersetzt das fast ein Kraftsport-Training, so viel wie man dabei durch die Gegend hiefen muss. 

Madeleine mit ihrer X-CHANGE BAG (3 IN 1) von JOSTMadeleine mit ihrer X-CHANGE BAG (3 IN 1) von JOST - hier als RucksackMadeleine mit ihrer X-CHANGE BAG (3 IN 1) von JOST - Clean mit PatchesJOST X-Change Bag mit Design von Kristina SuvorovaAus diesen Gründen habe ich mich bei meiner neuesten Tasche für ein besonderes Modell entschieden. Verstand hat über Herz gesiegt und dieses dann im Sturm erobert, denn meine neueste Errungenschaft ist die X-Change Bag von JOST, einem Klassiker von einem deutschen Label, das ursprünglich mit Herrentaschen vor 15 Jahren begann. Meine 3-in-1 Tasche kann als Shopper, Rucksack oder Umhängetasche getragen werden, weil die zwei Henkel dank Karabinern verschieden angebracht und der Länge nach verstellt werden können. Die Tasche wird in zwei Größen und in verschiedenen Materialien wie Leder, Filz oder Nylon angeboten und meine hat ein besonders hübsches Kontrast-Futter aus der Jost Capsule Collection “The Beautiful Differences“ von der litauischen Künstlerin Kristina Suvorova. Das türkisfarbene Innenfutter ist voller Illustrationen von Tieren und passend dazu, habe ich meine Initialen auf die Tasche geklebt. So gibts keine Verwechselungsgefahr und hinein passt auch alles.

Ein echtes kleines und stylisches Raumwunder, mit dem ihr mich jetzt öfter durch die Stadt düsen seht oder radeln oder schlendern oder mein Kind tragen… ihr wisst schon, die Hände sind ja jetzt wieder frei! 


Madeleines ABC Kolumne bei Mummy MagMadeleine schreibt in unregelmäßiger Regelmäßigkeit ihre Kolumnen. Darin geht es um kleine und große Dinge die uns Eltern im Alltag mit Kindern begegnen. Von A bis Z geht es um ÄngsteGeburtstagskuchen, Versprechen oder Wellness (ohne Kind wohlgemerkt). Noch mehr Beiträge findet ihr HIER. Wenn ihr Ideen zu Themen habt die aufgeschrieben gehören, schreibt Madeleine doch einfach eine Email an madeleine@mummy-mag.de. Merci.