Das Familienfrühstück

Familienfruehstueck  Wir freuen uns bereits am Montag wieder auf das nächste Wochenende. Nicht nur, weil wir viel Zeit miteinander haben, sondern weil wir morgens ganz gemütlich und ausgiebig in den Tag starten können. Unter der Woche läuft das ja meist ein wenig anders: Mist, wieder zu lange geschlafen, schnell aufstehen, flott das Kind anziehen, kurz unter die Dusche springen, der andere macht das Frühstück, dann Kakao trinken (bei uns zuhause ein festes Ritual) und in der Küche hastig noch was essen, bevor wir noch ganz kurz spielen („Mama, nur noch drei Minuten bei mir im Zimmer spielen!“) und wieder viel zu spät das Haus verlassen, um es noch rechtzeitig zum Morgenkreis zu schaffen. Wie das mit Kind 2 wird? Keine Ahnung. Aber eins weiß ich jetzt schon: Auf das ausgiebige Familienfrühstück am Wochenende werde ich mich weiterhin bereits am Montag freuen…

Ein typischer Samstagmorgen sieht bei uns so aus: Wir wachen irgendwann auf, weil Helene zwischen uns liegt und bereits voller guter Laune irgendwelche zusammenhangslosen Geschichten erzählt oder vor sich hin gluckst. Am liebsten fängt sie dann irgendwann an, uns im Wechsel zu kitzeln, damit wir endlich mehr als nur ein Auge aufmachen. Anschließend versuchen wir sie entweder zu einem Familienkuscheln zu überreden (das klappt nur äußerst selten) oder sie dazu zu bewegen, sich in ihrem Zimmer den Hörbert an zu machen und noch ein wenig zu spielen, damit Mama und Papa noch etwas liegen bleiben können (auch das klappt nicht unbedingt häufig). Im Regelfall jedoch muss Papa direkt mit ihr in die Küche und einen Kakao trinken, ist ja schließlich Morgen-Ritual bei uns. An guten Tagen darf ich einfach liegenbleiben und an anderen, bereiten mir meine Zwei zumindest auch ein Kakao zu. Und danach? Wird erst einmal ausgiebig gespielt. Auf dem Boden. Im Kinderzimmer. Und während Papa duscht, sich anzieht und frisches Brot vom Bäcker holt, schaffen es Helene und ich entweder uns auch anzuziehen, oder aber das Frühstück vorzubereiten. Ich gebe zu, ich bin am Morgen eigentlich fast immer extrem langsam und zumindest an den Wochenenden auch sehr gemütlich. Üblicherweise sitzen wir dann alle gegen halb zehn am Frühstückstisch und lassen es uns eine Stunde lang gut gehen. Natürlich kann Helene nicht eine Stunde lang still am Tisch sitzen. Genau genommen schafft sie das keine fünf Minuten. Nie. Aber wir haben ganz gute Lösungen dafür gefunden. Wir führen gemeinsame Gespräche, planen den Tag zusammen und überlegen, was wir machen wollen. Wir schicken sie immer wieder in die Küche mit kleinen Aufgaben – wenn nicht, dann kommt sie immer wieder mit eigenen Ideen „Ich muss noch die Nina holen, die will auch etwas essen!“ und kurz danach „Oh, der Affe hat bestimmt auch Hunger!“ und kurz danach „Oh, ich muss die Giraffe holen, weil die Nina ihr was sagen will!“. Während dem Frühstück muss sie mindestens zwei Mal auf Toilette, oder sich das Gesicht waschen, oder oder oder. Manchmal turnt sie so wild, dass sie vom TrippTrapp fällt (Dann kommt der übliche Mama-Spruch „Das haben wir Dir ja gesagt!“), mal muss sie einfach kurz im Kreis rennen oder auf der Couch toben, die überschüssige Energie muss halt irgendwohin. Aber uns ist das egal. Wir genießen das gemeinsame Familienfrühstück trotz Wildfang, das Zusammensitzen und einfach, dass wir mal keinen Zeitdruck haben. 

Und je nach Lust und Laune – insbesondere die meines wunderbaren Freundes, der bei uns ganz klar der Chef in der Küche ist – gibt es mal etwas ausgefallenes, oder ganz einfaches auf dem Frühstückstisch. Naja, das hängt natürlich auch davon ab, was ich vor dem Wochenende noch eingekauft, oder halt wieder vergessen habe. So kam es in den letzten Monaten häufig dazu, dass uns leider ständig Grundnahrungsmittel für ein tolles Frühstück wie Eier, Käse, Butter oder Aufstrich fehlen. Doch ich bin ja eine echte Mutti und habe quasi für (fast) ALLES eine Lösung. So habe ich beispielsweise immer Margarine im Kühlschrank, genau wie Tiefkühl-Brötchen. Außerdem haben wir eine unfassbare Sammlung an selbstgekochter Marmelade und Honig. So kann ich wirklich immer spontan ein fantastisches Frühstück auf den Tisch zaubern. Ehrlich gesagt, die Rama mit Buttermilch hat es mir zur Zeit ganz schön angetan. Ob das an der Schwangerschaft liegt? Keine Ahnung. Vielleicht habe ich das auch von meiner Mutter mitbekommen, die irgendwie meine gesamte Kindheit Margarine der Butter auf dem Brot vorgezogen hat. Also esse ich Rama auch ganz gerne unter dem Käse, oder dem Schinken.

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Seit Kurzem hat Rama außerdem die 100 % pflanzliche Rama auf dem Markt, die es mir erlaubt, auch unsere veganen Familienmitglieder glücklich zu machen. Zumindest wurde allein schon mein Versuch honoriert! Jedenfalls steht in der Regel auch meine (traditionsreiche) Rama auf dem Frühstückstisch – das war halt schon in meiner Kindheit so und so einige Dinge kriegt man halt auch nicht mehr raus aus dem Menschen, oder? Vielleicht hat es deshalb auch so wunderbar gepasst, als ich von Rama angefragt wurde, über unser Familienfrühstück zu schreiben. Einfach, weil sie bei uns eh im Kühlschrank steht, seit ich denken kann…

Übrigens, die liebe Vanessa hatte auf ihrem Food-Blog einen fantastischen veganen Apfelkuchen, den ich immer wieder gerne nachmache. Allerdings verfremdet, denn irgendwie ertrage ich kein Koksöl und nehme da z.B. die rein pflanzliche Rama (sie sich ja auch zum Kochen und Backen eignet). Wirklich lecker, wie eigentlich alle Rezepte von Vanessa!

Und um wieder zum eigentlichen Thema zurück zu kommen, unserem Familienfrühstück am Wochenende nämlich, so endet dieses meistens mit einem kleinen Zwischenfall (irgendwas kippt immer um), aber es ist oft der schönste Teil am Tag. Wobei, das Ins-Bett-gehen ist meistens noch etwas schöner. Denn da darf auch gekuschelt werden. Und etwas schöneres gibt es für das Mama-Herz (oder Papa-Herz) nun mal nicht. Doch ich mache mir auch ein paar Gedanken, wie sich das Familienfrühstück und unser Familienalltag zukünftig verändern wird. Wahrscheinlich wird es einfach noch schöner, wenn auch viel chaotischer. Ich sollte mir wohl lieber Gedanken über die Morgen VOR der Kita machen. Zwei Kinder anziehen, fertig machen und Helene rechtzeitig in die Kita bringen – ob ich das schaffe ohne Nervenzusammenbrüche… KEINE AHNUNG! Wie macht Ihr das so? Bestimmt hat die eine oder andere Super-Mummy von Euch ein paar super Tipps auf Lager, oder?

[Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Rama.]

 

 

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