Camillas Schwangerschaftskolumne
Der achte Monat
Die Mutation zur SuperMom

Kolumne_8_Monat_Titel  Man sagt ja, das zweite Trimester ist die Zeit in der Schwangerschaft mit der meisten Energie. In meinem Fall stimmt das aber absolut nicht. Schlag achter Monat entwickeln sich bei mir gefühlt übermenschliche Kräfte und ich bin so produktiv, wie selten. Vielleicht auch, weil ich weiß, dass das bald vorbei sein wird…

Jetzt ernsthaft, was ich in den letzten Wochen geschafft habe und in Angriff genommen habe, übersteigt all die letzten Monate. Wahrscheinlich ist es auch in vier Wochen mehr, als in den vier Monaten zuvor. Wobei die bei mir auch ganz schön ordentlich waren. Während sich viele in ihren Resturlaub stürzen oder auf ihren Mutterschutz freuen, drehe ich erst richtig auf. Schließlich weiß ich ja, was (in etwa) auf mich zukommt. Es muss jetzt also noch so viel wie möglich geschafft werden:

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“Schaffe, schaffe, Häusle baue”
Tja, da scheinen die letzten zehn Jahre mit meinem Stuttgarter doch ziemlich abgefärbt zu haben. Ich neige immer mehr dazu wie in ein kleiner Hamster im Rad zu ackern. Seltene Pausen, immer fällt mir etwas Neues ein, ständig wird etwas angeschoben, geplant, konzipiert. So auch der kurzfristige Umzug zu Beginn des 9. Schwangerschaftsmonats. Genau in SSW 32 geht es in die neue Wohnung. Vier Wochen vorher habe ich die Wohnung entdeckt, vor drei Wochen haben wir den Mietvertrag unterschrieben. Und ich? Wie eine Verrückte habe ich einfach mal eine komplette Wohnungseinrichtung geplant, tolle Partner für den Umzug und die Wohnung gefunden und bin wie eine Irre am Malern, Lackieren und Kisten packen. In jeder freien Minute sitze ich am iPhone und suche in diversen tollen Möbelshops nach den perfekten Teilen und den schönsten Accessoires. Natürlich darf ich an dieser Stelle meinen Freund nicht unerwähnt lassen, der geduldig und selbst voller Elan an der Planung ist. Er ist ja Interior-Designer, daher fällt es ihm nicht gerade schwer, meine teilweise verrückten Ideen zu planen und am Abend zu bauen und zu werkeln. Ich verzweifle zwar etwas schnell an Dingen, die nicht gleich so klappen, wie ich es mir vorgestellt habe (und mein Freund bekommt das natürlich volle Breitseite zu spüren), aber die Freude, bald wieder ein neues Nest zu haben für die 4-köpfige Familie, überwiegt zum Glück. Da kann man auch drüber hinwegsehen, dass der Fahrstuhl (der erste in meinem ganzen Leben – und ich habe immer ganz oben gewohnt!) noch nicht in Betrieb ist und ich mich vorerst mit riesiger Kugel, ziemlich viel Gewicht, schmerzenden Knien und Helene im Gepäck, die fünf Stockwerke im Altbau hochschleppen muss. Wahrscheinlich werde ich ab nächster Woche fluchen, aber was soll’s…

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“Die Herausforderungen der Selbstständigkeit”
Mit Helene war das alles ziemlich easy. Ich war festangestellt und nur ich habe Elternzeit genommen. Fertig. Ein Antrag, ein Brief vom Amt und schon war es erledigt. Diesmal ist alles anders. Wir sind beide selbstständig und wir nehmen beide im Wechsel Elternzeit. Janine hat ja zum Glück das ganze Prozedere gerade durch und konnte mir gute Tipps geben, aber für mich ist das trotzdem eine ganz schöne Herausforderung. Ich musste beispielsweise meine komplette Steuer für 2016 in der ersten Januarwoche an meine Steuerberaterin geben, weil dies ja die Grundlage für mein Elterngeld sein wird. Dann musste ich meine selbstständige Krankenversicherung (natürlich ganz kurz vor knapp) erweitern um Krankengeld – denn nur dann hat man auch Anspruch auf Mutterschutzgeld. Ich stecke noch mitten im Behördenkrams fest, die nächsten Wochen wird das noch ein ganz schöner Krimi. Also rate ich unbedingt, euch rechtzeitig und nicht wie ich auf den letzten Drücker, darum zu kümmern…

Natürlich bedeutet die Selbstständigkeit auch, dass ich JETZT alles organisieren muss, für die Zeit, wenn ich in Elternzeit bin. Schließlich soll das MUMMY MAG ja auch noch wie am Schnürchen laufen, sollte ich in den ersten Wochen nach der Geburt einen hormonellen Totalausfall erleiden. Man weiß schließlich nie was kommt. Also möchte ich JETZT noch alles erledigen und vorbereiten, was irgendwie möglich ist. Dann kann ich nämlich richtig entspannt dem Wochenbett entgegensehen und vielleicht auch wirklich mal alle viere von mir strecken. Auch wenn das nicht so wirklich meinem Wesen entspricht. Aber ich denke, da wird mir der kleine Mann ein wenig helfen! 

Übrigens, zwei der Bilder entstanden in einem spontane Shooting mit der wundervollen -Fotografin Anna Vatheuer, selbst Mama, die gerade ein wirklich tolles Schwangerschaftsprojekt plant. Dazu bald mehr! Aber ich bin wahnsinnig glücklich ein Teil davon sein zu dürfen und so unglaublich ehrliche Bilder in dieser Schwangerschaft zu haben. Mir ging es an dem Tag nicht sonderlich gut, ich konnte zu der Zeit nicht gut schlafen, war ziemlich müde, der Rücken schmerzte und die Sonne schien nicht. Und weil all das zu einer Schwangerschaft dazugehört, bin ich unendlich froh, dass  Anna an einem Vormittag all das eingefangen hat. Natürlich, ehrlich und schön. Danke Anna! Und ihr Instagram-Kanal lohnt sich übrigens auch – da gibt es regelmäßig mehr schöne Schwangerschaft-Portraits zu sehen!

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