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10 Tipps zum Reisen mit Kindern

Reisen mit Kindern - Fliegen

Ihr wisst, wir sind im Kern vier Mütter mit bald acht Kindern – Newborns, Klein-, Kita- und Schulkindern. Da kommt ein riesen Stapel Reiseerlebnisse zusammen. Wir haben gelernt, dass man die Einstellung ändern muss, wenn man mit Minis in den Urlaub fährt, denn genau wie die kleinen Wesen den Alltag verändern, verändern sie auch den Urlaubsmodus. Und weil es ja quasi ganzjährig Anlass zu reisen gibt, vor allem wenn die Kids noch nicht in der Schule sind, kommen hier unsere Top Ten – genau genommen 11 – Reisetipps für kleine und große Familien!

1. Mehr Zeit einplanen.
Ihr seid alleine oder als Pärchen oft auf den letzten Drücker zum Bahnhof oder ans Gate gesprungen, um lange Wartezeiten zu vermeiden? Ganz schlechte Idee mit Kindern, denn es kann spontan so viel passieren: Plötzliche Hunger- oder Kein-Bock-Attacken, Baby von oben bis unten vollgeschietert oder bespuckt, ein Kleinkind, das nochmal aufs Klo muss oder gerade lieber auf dem Boden schreien, danach losrennen will…

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2. Das ist bei Reisezielen zu beachten.
Wie ist die medizinische Versorgung am Ankunftsort? Welche Impfungen werden für die Region empfohlen? Bei Kleinkindern: Ist das gewohnte Milchpulver, die genutzte Windelsorte vor Ort erhältlich? Sind Babybettchen und Kinderstühle zubuchbar?
Was könnte die Kinder am entsprechenden Zielort interessieren? Im Schulkindalter ist es toll, wenn Einzelkinder Anschluss finden, weil sie sich sonst sicher allein mit den Eltern eventuell langweilen. Ferienwohnung oder Hotel? Hotels machen als Family Variante Sinn. Alles andere bedeutet besonders, wenn der Nachwuchs in der Überzahl ist, Stress für die Eltern. Durchgangszimmer bei mehreren Kindern usw. sind wirklich mindestens so teuer, wie wenn man zwei Doppelzimmer bucht. Ferienwohnungen bieten eine private Atmosphäre, bei der leider auch ca. 70 % der Hausarbeit mitreist. Essen einkaufen, kochen, aufräumen, putzen…  

3. Reisepässe checken.
Da Kinder noch keinen Personalausweis besitzen, benötigen Sie für Reisen ins Ausland gültige Reisepässe. Achtung: bei Reisen in z.B. die USA wird ein spezieller Ausweis (mashcinenlesbar) benötigt, dessen Fertigung länger dauert als der herkömmliche Kinderreisepass. Also rechtzeitig beim Auswärtigen Amt erkundigen, ob der vorhandene Kinderreisepass für die Einreise in einem Nicht-EU-Land ausreichend ist. Ein Kinderreisepass wird für die Dauer von sechs Jahren ausgestellt und kann einmalig verlängert werden, jedoch maximal bis zum zwölften Lebensjahr. Auch wenn ein Kinderreisepass bis zu 6 Jahre gültig ist, müssen die Fotos aktuell, sprich, das Kind darauf identifizierbar sein. Da sich gerade Babys und Kleinkinder optisch schnell verändern, wird empfohlen, das Foto in früh ausgestellten “Babypässen” nach einer gewissen Zeit zu aktualisieren.

4. Bei Flugreisen beachten.
Im Vorfeld der Flugreise, reserviert Sitzplätze! Es kommt wirklich vor, dass Familienplätze über den Flieger verstreut werden, aber es ist mit Reservierung einfach gewährleistet, dass Kinder immer bei den Eltern sitzen! 
Tipp: Wenn man mit Baby reist und Langstrecke fliegt, etwa eine Woche vor Abflug noch einmal direkt bei der Airline anrufen und sichergehen, dass man in der ersten Reihe mit Baby Bassinet platziert wird. Die Reihe kann man nämlich nicht online reservieren!

Es ist zwar verlockend an dieser Stelle Geld zu sparen, ein Kind unter zwei Jahren könnte  ohne Sitzplatzreservierung für zehn Prozent des Ticketpreises fliegen – besonders verlockend dann, wenn man sich nachdem alle Kinder über zwei Jahre sind, gefühlt keine Urlaubsflüge mehr leisten kann – trotzdem sollte man sich das einmal genau überlegen. Denn es kann wirklich unbequem sein, ein Kind während eines Fluges die ganze Zeit auf dem Schoß zu halten.
Abflugzeiten tagsüber und eher nicht zu Nachtzeiten aufstehen oder ankommen, denn Reisen mit unausgeschlafenen quengelnden Kindern ist doppelt anstrengend.
An Board wichtig: Unterhaltung für die Kinder, die sie auch wirklich unterhält.
Beim Umsteigen wichtig: Buggys am Flughafen vor Ort leihen oder Kinder auf Kofferwägen transportieren…
Gepäck: Rucksäcke, um Hände frei zu haben. Handgepäck-Trolleys, um Geld beim Aufgabegepäck zu sparen. Geht bei Großfamilien mächtig ins Urlaubsbudget! Und: Eine Wickeltasche ist bei fast allen Fluggesellschaften zusätzlich auch noch erlaubt!

Fliegen für Schwangere
Weil das eigentlich ein Punkt für sich ist, hat unsere schwangere Camilla dazu hier bereits einen Beitrag veröffentlicht. Zusammengefasst kann man sagen, dass es aus medizinischer Sicht ein paar wenige Fälle gibt, in denen Schwangere nicht fliegen sollten: Zum Beispiel bei einer Hochrisikoschwangerschaft, wenn ihr unter massiven Herz- und Kreislaufbeschwerden leidet oder eine Placenta Praevia (Plazenta Position auf dem Geburtskanal) attestiert habt. Hattet ihr schonmal einen Abgang oder eine Frühgeburt, solltet ihr genau abwägen und nicht nur euren, sondern auch den Gesundheitszustand des Babys auf dem Schirm haben.

Falls ihr euch fürs Fliegen entscheidet, checkt die Bestimmungen der Fluggesellschaft: Viele Airlines nehmen Schwangere ab der 34. oder 36. Woche nicht mehr mit. Einige verlangen bereits ab der 28. Woche ein entsprechendes Attest von einer Hebamme oder einem Arzt. Führt dieses im Handgepäck mit! Bei Mehrlingsschwangerschaften ist in vielen Fällen das Mitfliegen schon ab der 32. Woche nicht mehr möglich. Erkundigt euch ebenfalls über die Einreisebestimmungen für Schwangere im Zielland. Die USA z.B. lassen werdende Mütter ab einer bestimmten SSW nicht mehr einreisen, weil ein Baby automatisch die dortige Staatsbürgerschaft erhält, wenn es während des Aufenthalts geboren wird.  Schließt eine Reiserücktritts- und eine Auslandskrankenversicherung ab, die ausdrücklich auch die Kosten übernimmt, die im Ausland durch Schwangerschaft oder Geburt entstehen! Habt Kompressionsstrümpfe an und euren Mutterpass dabei! Aber das haben Schwangere ja eh immer, oder? 

Reisen mit Kindern Zug

5. Bei Zugreisen beachten.
Reserviert ein Familienabteil bzw. Abteil bei der Deutschen Bahn! Man bekommt für 9 Euro eine Familienreservierung mit 5 Plätzen, auch wenn man mit weniger Personen reist, was lange Bahnfahrten extrem erleichtert, weil man sich als Familie in einem geschlossenen Raum ausbreiten kann! Grundsätzlich sollte man immer versuchen die Plätze an einem Tisch zu reservieren. Dann kann man da nämlich drauf Spielen, Malen (!), Essen, Filme schauen und und und. Wessen Kinder sich auch gut und gerne fremd betreuen lassen: Die Bahn bietet an Wochenenden in ausgewählten Zügen ein Kinderbetreuungsprogramm – die Kita im Zug quasi. Hier könnt ihr schauen, welche Strecken und Uhrzeiten dafür in Frage kommen.

Gepäck: Rucksäcke und Buggy als Lastkarren eignen sich zum Mitnehmen, um Hände frei zu haben. Auch wenn das Kind nicht mehr unbedingt einen Buggy braucht – er ist einfach verdammt praktisch als Transportmittel.
Positioniert euch bereits am Bahnsteig vor dem Zugabteil, um stressige Sprintsituationen zu vermeiden.

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6. Bei Autoreisen beachten.
Wenn die Kinder noch sehr klein sind, kann man Langstrecken über Nacht fahren, muss jedoch auch viele Pausen einplanen, da lohnt es sich, im Vorhinein kinderfreundliche Raststätten zu checken. Waschbarer Sitzschoner oder Sommerbezug für den Autositz – siehe Punkt 7 diese Snacks eignen sich.

Generell sollte man sich bei weiten Autostrecken ein Unterhaltungsprogramm für die Kinder überlegen. Wenn das gut ankommt ist, kann man auch mal 9 Stunden mit ein-zwei Pausen und drei Kids durchschrubben.

Bei Mietautos auch Kindersitze mit anfragen. Diese sind verhältnismäßig teuer, deswegen haben wir auch schon vor Ort beim Discounter Sitze gekauft und diese vor Abflug am Flughafen verschenkt. Für alle, die langes Warten mit Kindern vermeiden wollen: Man kann bei den meisten Verleihern (z.B. Mallorca) das Premium-Paket buchen, dann steht man nicht lange in der Schlange, sondern holt sich direkt das Fahrzeug ab!

7. Diese Snacks eignen sich.
Je nach Vorliebe der Kinder natürlich. Gut ist, wenn es abwechslungsreich ist, nicht kleckert und es ist immer noch eine Steigerung gibt. Kann einiges an Quengelzeiten retten. Z.B. Obst-Schnitzer ohne Steine und Kerne, Früchtetee, Brezeln, Gummibärchen, Quetschies oder frischgekochtes Obstmus! Ein Keks hier, ein Müsliriegel da und ab und zu auch mal was Süßes (außer Eis, das dann auf der Rückbank schmilzt und in die Ritzen fließt) – kann die Laune bei kleinen Durchhängern ganz schnell wieder ins Lot bringen.

Reisesnacks reisen mit Kindern bahn

8. Diese Spiele eignen sich.
Spiele, die nicht zu kleinteilig sind weil a) einzelne Stücke verloren gehen können oder ständig runterfallen und b) nicht zu viel Platz wegnehmen. Z.B. Pixi Bücher, eine möglichst große Auswahl an Hörbüchern, schließlich sind auch die geduldigsten Eltern nach dem siebzehnten Mal “Hej, Pipi Langstrumpf…” extrem genervt. Oder aber: Kopfhörer für die Kinder dabei haben! Tragbarer DVD Player oder das iPad mit Filmen für eine mögliche Nörgelstufe oder einfach, wenn schon eine Teilstrecke geschafft ist.

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9. Was sonst noch alles mit muss.
Desinfektionstücher, Wickelunterlagen, Windeln, Wechselbody bzw. Kleidung bei Babys, Jetkids Koffer bei Langstreckenflügen – dann haben die Kids direkt einen Schlafplatz. Bei älteren Kindern bieten sich Nackenkissen an!

10. Das kommt in die Reiseapotheke.
Ein Mittel gegen Übelkeit, z. B. Vomex oder Reisekaugummis aus der Apotheke.
Ein Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen in Saft- oder Zäpfchenform.
Ein Abschwellendes Nasenmittel, das den Ohrendruck z.B. bei Start und Landung lindern kann. Eine Packung Pflaster für kleine und große Helden – lindert den Schmerz sofort.
Ein Desinfektionsmittel bei Wunden z.B Octenisept Desinfektionsspray oder Betaisonoda bzw. Arnica Globoli oder Arnica Salbe zur Behandlung stumpfer Verletzungen wie Prellungen, Quetschungen, Verstauchungen oder Blutergüssen.

MADELEINE mit JANINE auf dem Weg nach Meran

11. Mitreisende
Achtet nicht zu sehr darauf, was eure kinderlosen Mitpassagiere sagen oder denken könnten oder wie sie auf das vielleicht quengelndes Kind reagieren. Zur Not bietet Ohropax oder einen Kinderriegel als Besänftigung an.
Mit Freunden, die Kinder haben, zu reisen ist dagegen immer eine gute Idee! Jeder hat jemanden zur Beschäftigung und man vertraut Freunden auch sein(e) Kind(er) an, wenn es mal Elternzweisamkeit geben soll. Außerdem kann man mit Freunden als Gruppe auch sparen, vieles teilen und vor allem teilen lernen!

Mehr zum Thema Reisen und Empfehlungen für Destinationen mit Kindern findet ihr in unserem Reise-Archiv und unter Groupon Hotels und Reisen.

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit Groupon. 

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