Kinder impfen lassen

Es war ein Facebook Fundstück von Madeleine, das uns vor ein paar Wochen eine rege Diskussion bescherte. Wir teilten den sarkastischen Beitrag, der da lautete: „Sie müssen ihre Kinder nicht impfen lassen – nur die, die sie behalten wollen“ und ergänzten ihn durch unsere persönlich Ansicht – nämlich, dass Nicht-Impfen verantwortungslos sei. Die emotionsgeladenen Reaktionen und Anschuldigungen, die uns daraufhin erreichten, sind der Grund dafür, warum ihr heute dieses Interview bei uns lesen könnt…

Liebe Anousch, du bist Autorin des Buches Unheilpraktiker. Wie kamst du dazu, diesen Titel zu verfassen?
Ich habe vor einigen Jahren eine Ausbildung zur Heilpraktikerin absolviert. Da ich bereits ein Studium abgeschlossen hatte, fand ich die Aussicht verlockend, mit vergleichsweise wenig Aufwand einen medizinischen Beruf ausüben zu dürfen. Im Laufe der Zeit habe ich erkannt, dass diese Rechnung nicht aufgeht. Die wenigsten wissen, dass Heilpraktiker kein anerkannter Ausbildungsberuf ist. Man braucht nicht mal eine Ausbildung. Alles, was man braucht, um zugelassen zu werden, ist das Bestehen einer Überprüfung beim Gesundheitsamt. Es wird nichts weiter eingefordert: keinerlei Praxiserfahrung, keine medizinische Grundausbildung, nichts, als gut auswendig gelernt zu haben. Diese minimalen Standards schlagen sich auch in den privaten Ausbildungsinstituten nieder. Da es keine gesetzliche Ausbildungsordnung für Heilpraktiker gibt, gedeiht dort ein Wildwuchs aus medizinischen Inhalten gepaart mit dem allergrößten Humbug. Irgendwann ging mir das esoterische, pseudowissenschaftliche Gerede komplett gegen den Strich. Mir wurde klar, dass ich keine Heilpraktikerin werden würde, da mir das Esoterische eben vollkommen abgeht. Aber ohne Esoterik gibt es keine Heilpraktikerei. Nahezu jede Anwendung, ob nun Homöopathie, Kinesiologie, Bioresonanztherapie und selbst Akupunktur und Osteopathie arbeiten mit Vorstellungen vom Körper, die mit der Physiologie und letztlich den Naturgesetzen nicht zu vereinbaren sind. Heilpraktiker behaupten gerne Wunderdinge. Heute sagen wir dazu »alternative Fakten«. Da viele Menschen Heilpraktikern mehr vertrauen als Ärzten, wollte ich über die weitgehend unbekannten Hintergründe aufklären. 

Was war das ausschlaggebende Ereignis?
Es gab nicht die eine ausschlaggebende Situation. Es war vielmehr ein längerer Prozess. Ich war ja anfangs sehr motiviert und hatte große Lust auf den Beruf. Ich kam aus einer langen körperlichen Leidensgeschichte und hoffte, durch die Ausbildung Heilung zu erfahren und diese Erfahrung dann an andere Leidendgenossinnen weitergeben zu können. Die ersten Anflüge von Skepsis an der sog. Alternativmedizin kamen dann tatsächlich, als das Thema Impfen an der Reihe war. An der Heilpraktikerschule wurde schlicht Anti-Impfpropaganda betrieben. Und kurze Zeit habe ich selbst an der Notwendigkeit von frühzeitigen Impfungen gezweifelt. Aber die knochentrockenen Fakten sprechen nun mal gegen das Gefühlige. Das Gefühlige fragt, ob es eine so gute Idee ist, einen Säugling mutwillig zu infizieren. Die Fakten sagen ganz nüchtern: Impfungen retten Leben. Punkt. Dass Heilpraktiker diese große medizinische Erfolgsgeschichte schlecht reden, und an diese Stelle ihr vorsintflutliches Weltbild setzen, fand ich unerträglich. Dazu passt, dass in diesen Kreisen verschwörungstheoretisches und paranoides Denken sehr verbreitet ist: Z.B. der Glauben an Chemtrails oder dass wir von finsteren Mächten gelenkt werden. Heute reden Paranoiker von »Lügenpresse«, an der Heilpraktikerschule hieß es noch »Mainstream-Medien«, die sich allesamt gegen die Alternativmedizin verschworen hätten. Damals erschien ein homöopathie-kritischer Titel beim Spiegel. Da hieß es, der sei von »der Pharmaindustrie« lanciert worden. 

„Donald Trump wäre an einer Heilpraktikerschule unter Gleichgesinnten. Der hält ja auch nicht viel von Impfungen.“

Du bist selbst Mutter eines Sohnes. Wann wurde dieser gegen was zum ersten Mal geimpft? Hat dich das Mama Sein sensibler gegenüber diesem Thema gemacht oder warst du auch vorher schon eine Befürworterin der modernen Schulmedizin?
Mein fast fünfjähriger Sohn ist nach STIKO geimpft. Das komplette Programm. Die ersten Impfungen bekam er nach knapp acht Wochen. Natürlich war mir etwas mulmig. Und er hat auch am Abend Fieber bekommen. Am nächsten Tag war alles gut. Und ich habe mir vor jeder weiteren Impfung gesagt: Noch beunruhigter wäre ich, wenn er ungeimpft wäre und Fieber bekäme. Dann müsste ich mitunter fürchten, dass es – gerade in Berlin  – auch mal die Masern sein können. Auch bin ich heilfroh, dass ich bei einer Wunde keine Sorgen haben muss, er könne sich Tetanus einfangen. Oder dass ein Husten Vorbote vom grauenhaften Keuchhusten sein könnte. Ich bin eine ängstliche Mama. Und es lauern überall so viele Gefahren. Was für ein Glück, dass wir die Kinder wenigstens vor einigen lebensgefährlichen Infektionskrankheiten schützen können. 

Du räumst in diesem Buch mit Unwahrheiten bezüglich Impfungen auf? Was sind denn die gängigsten Impfmythen? Sprich, was wird übers Impfen behauptet, das schlichtweg nicht stimmt?
Es sind so viele Mythen im Umlauf. Verbreitet von zahlreichen Hebammen, Heilpraktikern und anthroposophisch orientierten Ärzten.

Die drei populärsten Impfmythen:

  • Impfungen verursachen Autismus.

Dieser Anti-Impf-Klassiker geht auf den britischen Arzt Andrew Wakefield zurück. Er hatte 1998 eine Untersuchung veröffentlicht, die angeblich einen Zusammenhang zwischen der MMR-Impfung und Autismus belegte. Einige Jahre später stellte sich jedoch heraus, dass die Ergebnisse gefälscht und manipuliert waren. Wakefield hatte Gelder in Millionenhöhe von Anwälten erhalten, die Eltern von an Autismus erkrankten Kindern vertraten. Diese suchten händeringend nach Beweisen, dass die Impfungen schuld waren, um die Pharmafirmen zu verklagen. Es war also ein abgekartertes Spiel. Wakefield erhielt Berufsverbot. Nach Wakefields Veröffentlichung brachen die Impfquoten ein. Immerhin hatte der Fall zur Folge, dass zahlreiche Studien den Zusammenhang zwischen MMR und Autismus untersuchten. Alle kamen zu dem Schluss, dass es keinen Zusammenhang gibt. Tatsächlich steigen die Zahlen der Autismus-Diagnosen weltweit an. Sehr wahrscheinlich liegt das an verbesserten Diagnosemethoden. Bemerkenswert ist, dass in Regionen, in denen der MMR-Impfstoff zeitweilig nicht verimpft wurde, die Autismus-Diagnosen dennoch anstiegen. Es kann also nicht an der Impfung liegen.

  • In Impfstoffen ist gefährliches Quecksilber enthalten.

Das stimmt. Für die Vergangenheit. Und eigentlich war da auch nie reines Quecksilber, sondern eine Quecksilber-Verbindung namens Thiomersal enthalten. Die ist tatsächlich hochgiftig, aber aus guten Gründen: Sie diente nämlich als Konservierungsmittel und zum Abtöten von Erregern, als Impfstoffe noch mehrfach aus einem Behälter auf Spritzen aufgezogen wurden. Heute gibt es nur noch Einmalspritzen. Daher sind in Deutschland zugelassene Impfstoffe schon lange thiomersalfrei. Übrigens nehmen wir täglich Quecksilberverbindungen über die Nahrung auf. Auch Muttermilch enthält z.B. Methylquecksilber. 

  • Die Krankheit durchzumachen ist besser als eine Impfung.

Das ist ein gefährlicher Trugschluss. Zwar erzeugen einige Erkrankungen eine lebenslange Immunität. Aber der Preis dafür ist hoch. Beispiel Masern: Seit 2015 weiß man, dass Masern das Immunsystem auf Jahre hinaus schwächen. Bis dahin dachte man, dass das nur für einige Monate der Fall sei. Was ja schon schlimm genug wäre! Nun haben Forscher der Universität Princeton herausgefunden, dass das Masernvirus die sogenannten T-Lymphozyten zerstört, die das immunologische Gedächtnis gegen bereits bekannte Krankheitserreger bilden. Mit anderen Worten: Der in den ersten Lebensmonaten und – Jahren aufgebaute Immunschutz ist zerstört. Eine Autorin der Studie bringt es knallhart auf den Punkt: »Wenn ein Mensch an Masern erkrankt, stirbt er möglicherweise später an einer anderen Krankheit, die sonst nicht tödlich verlaufen wäre.« Außerdem besagen neuere Forschungen, dass es bei etwa 1:1.000 bis 1:10.000 Infizierten zu einer gefürchteten Spätkomplikation kommt: der subakuten sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Das ist eine Entzündung des Gehirns mit Nerven-Entmarkung, die fast immer tödlich endet. Will man dieses Risiko wirklich eingehen? Eine Impfung ist ein Pieks, der kurzes Geschrei, mitunter Wehleidigkeit und Fieber zur Folge hat. Aber was ist das gegen eine potentiell tödliche Erkrankung? 

Bereits im Alter von 9 Wochen soll laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts gegen Kinderlähmung, Keuchhusten, Diphterie, Tetanus, Haemophilus influenza Typ b und Hepatitis B geimpft werden. Ist so eine Sechsfachimpfung nicht ein bisschen viel für den kleinen Babykörper? Und was ist mit Frühchen, ab wann sollten diese geimpft werden?
Das ist auch so ein Angstmacher-Mythos: Dass Babys durch eine Impfung mit Erregern geflutet werden. Um das Ganze einzuordnen: Heutzutage befinden sich in einer Sechsfach-Impfdosis weit weniger Antigene als vor Jahrzehnten noch in einer Einmaldosis. Auch muss man sich klar machen, dass in der Sechsfach-Impfung gar keine lebendigen Erreger vorhanden sind, sondern nur inaktive Bestandteile der Toxine der Erreger. Die genügen aber, um dem Körper eine Immunantwort zu entlocken, um später, sollte er z.b. in Kontakt mit lebendigen Diphterie-Bakterien kommen, seine Geschütze aufzufahren und die Erreger vernichten zu können. Das ist das Prinzip von Impfungen. Sechsfachimpfung klingt nach viel. Hier lohnt es sich die nackten Zahlen zu vergegenwärtigen: Die Anzahl von Erreger-Bestandteilen in der Impfung beträgt nur einen Bruchteil der Milliarden von echten Keimen, die ein Kind bei einer Infektion aufnimmt. Und überhaupt: Schon während des Geburtsvorgangs oder sofort nach einem Kaiserschnitt wird das Kind mit Unmengen von lebendigen Keimen konfrontiert. Selbst Mamas Kuss enthält mehr Keime als eine Impfdosis. 

Die Sorge, dass das Immunsystem des Babys mit den Impf-Antigenen überfordert würde, ist unbegründet. Ein wenige Wochen alter Säugling hat 1,2 Millionen B-Lymphozyten in einem Milliliter Blut. Das würde reichen um mit 1000 Impfungen gleichzeitig fertig werden zu können. Womit ein Säugling allerdings sehr schlecht zurechtkommt, ist Keuchhusten. Gegen den gibt es keinen Nestschutz. Auch daher das frühe Impfen. Und Frühchen werden sogar meist noch im Krankenhaus geimpft. Selbst die Allerkleinsten verkraften die Impfungen in der Regel gut.  

Welchen Impfungen stehst du selbst kritisch gegenüber bzw. welche hältst du für nicht unbedingt notwendig? Was ist mit Rotaviren? Reiseimpfungen?
Ich denke, dass jede Impfung ihren Zweck erfüllt. Ich lasse mich und meinen Sohn auch jährlich gegen Grippe impfen. Für Kleinkinder gibt es einen gut verträglichen nasalen Grippe-Impfstoff. Eine Rota-Viren-Erkrankung ist ekelhaft, langwierig und belastend. Braucht also kein Mensch. Zu den Reise-Impfungen würde ich auch die gegen FSME zählen, wenn man nicht in einem Risikogebiet lebt, aber dort Urlaub machen möchte. Das muss aber jeder für sich entscheiden. Ich würde mich immer an die gängigen Impfempfehlungen halten.

Die Grippewellle flacht gerade ab. Aktuell sind Keuchhusten (unter Pertussis im Impfpass zu finden), Windpocken und Masern aber noch ein Thema. Wie entsteht so eine Epidemie? Windpocken sind keine unbedingte Impfung. Und Masern erst nach 12 Monaten. Was sollte man deiner Meinung nach machen, um ungeimpfte Babys zu schützen? Nicht mehr auf Spielplätze und in Krabbelgruppen gehen?
Epidemien entstehen, wenn sich Erreger in einem bestimmten Gebiet rasant verbreiten. Viele Keime sind hochvirulent. Das Masernvirus kann in der Luft bis zu zwei Stunden überleben. Eine Ansteckung mit Masernviren führt bei nahezu 100% der Kontaktpersonen zu einer Infektion.  Das heißt, wenn eine nicht immunisierte Person mit einer ansteckenden Person in einem Raum ist, wird sie sich infizieren. Windpocken gelten als harmlos, dabei können sie in selten Fällen schwere Folgeerkrankungen nach sich ziehen und sogar zum Tod führen. Vor allem immungeschwächte Personen sind gefährdet. Auch für Schwangere und das Ungeborene können Windpocken fatal sein. Keuchhusten wird auch oft unterschätzt. Dabei birgt er für Neugeborene ein hohes Ansteckungsrisiko, da es eben keinen Nestschutz gibt. Babys können sich daher bereits in den ersten Lebenstagen infizieren. Was viele nicht wissen: Im ersten Lebenshalbjahr kann Keuchhusten ohne den typischen Husten verlaufen. Die dann einsetzende Atemnot kann zum Ersticken führen und ist nach heutigem Erkenntnisstand eine der Ursachen für den Plötzlichen Kindstod.

Impfungen sind übrigens nicht nur Kindersache. Auch Erwachsene brauchen bestimmte Auffrischungsimpfungen. Sehr wichtig ist auch die Immunität gegen Röteln gerade für Schwangere. Aber zum Glück kontrollieren Frauenärzte den Impfpass oder lassen Bluttests durchführen. Und unbedingt auch bei den Großeltern nachfragen, wie es um ihren Impfstatus steht. Sie sind nämlich nicht selten für die Ansteckung mit Keuchhusten verantwortlich. Bei einer Epidemie bleibt mit einem ungeimpften Baby tatsächlich nur die Expositionsprophylaxe, d.h. Menschenansammlungen meiden.  

Was würdest du gerne allen Müttern, die sich und ihre Kinder nicht impfen lassen, mit auf den Weg geben…
Vielleicht geben diese drei Dinge Anregungen zum Nachdenken:  Impfungen gibt es schon sehr lange. Sie sind keine Erfindung einer gefräßigen Pharmaindustrie, sondern engagierter Mediziner, die bereits vor über 200 Jahren lebensgefährliche Infektionskrankheiten bekämpfen wollten. Das Prinzip der Immunisierung gibt es aber schon weitaus länger. Bereits 200 v.Chr. gab es in China Versuche, mit Krusten von Pocken Gesunde zu infizieren, um sie zu immunisieren. Im Jahr 1796 wurde die erste erfolgreiche Pockenimpfung durch den englischen Arzt Edward Jenner durchgeführt. Und jetzt kommt’s: Kein Geringerer als Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, war von dieser Impfung begeistert. In seinen Schriften schwärmte er förmlich vom Prinzip der Immunisierung und hoffte, dass damit der Pocken-Seuche eines Tages der Garaus gemacht würde. 200 Jahre später war es dann soweit. Homöopathie und Impfskepsis sind ja eng verschwistert. Und daher klingt es unglaublich, aber: Hahnemann hätte geimpft.

Auch wenn es insbesondere anthropologisch ausgerichtete Ärzte und ihre Vereine gerne weismachen wollen: Es gibt keine »alternative« oder »individuelle« Impfentscheidung. Impfen ist ein sozialer Akt. Nach dem Motto: Impf ich mich, schütz ich dich – wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden kannst.
Wer sein Kind oder sich nicht impft und erkrankt und einen anderen Menschen ansteckt, der bürdet sich Schuld auf. Will man das?

Impfgegnerinnen sollten wissen, dass ihre ungeimpften Kinder durch die geimpften Kinder mitgeschützt sind. Sie dürfen uns Impfbefürworterinnen also ein bisschen dankbar sein. 

Quellen: 
http://www.stern.de/gesundheit/impfmythen-liebe-eltern–sie-werden-angelogen-3166790.html
http://www.xn--kinderrztin-ldtke-meye-54b79c.de/link_70861240.html
https://kinderdoc.wordpress.com/2012/11/20/sooo-viele-impfungen-auf-einmal/
http://chemreporter.de/2016/09/26/was-hat-giftiges-quecksilber-in-impfstoffen-zu-suchen/
http://dgk.de/gesundheit/impfen-infektionskrankheiten/krankheiten-von-a-bis-z/keuchhusten.html

Ein besonderer Dank an die FB-Gruppe: Ich lasse meine Kinder impfen (Mit Einladung an Mamas, die bezüglich des Impfens verunsichert sind und Fragen haben.)

Danke Anousch, dass du deine Ansichten so schonungslos offen mit uns teilst.

Weltweit sterben jährlich hunderttausende Kinder an impfpräventablen Infektionen. Wir sind in Deutschland mit einem sozialen Gesundheitssystem gesegnet, das Impfen für alle möglich macht und sollten dies auch nutzen: Unsere Kinder sind geimpft!
 Anousch Mueller Unheilpraktiker mit Sohn