#berlinbybike
Ein Plädoyer für’s Rad

Berlin ist am schönsten per Rad. Zum Laufen ist Berlin zu groß, im Auto kann man nichts erleben, Bus und Bahn auf Umwegen oder unterirdisch unterwegs. Und: Jede Fahrrad-Fahrt zum Spielplatz wird so zu einem kleinen oder großen Ausflug – je nachdem welchen der rund 1850 Spielplätze man in Berlin ansteuert…

Ich weiß, warum ich Rad fahren so liebe. Ich bin damit groß geworden. Meine Eltern fahren seit ich denken kann so gut wie überall mit dem Rad hin. Sie haben mir das sozusagen beigebracht. Oder vorgelebt? Oder anerzogen? Ich würde sagen, es ist wie immer eine Mischung aus alldem, wobei das vorleben gefühlt die stärkste Wirkung auf mich hatte. Denn ich wurde ja nie zum Radfahren überredet. Auf jeden Fall bin ich heute selten für eine Strecke zu faul und ich rede hier nicht von 3 km im Kiez oder so. Ich liebe es einfach, draussen zu sein und wenn der Weg schon sinnvoll genutzt ist und mir Spaß und Erholung bietet. Okay bei Regen ist das nicht so der Fall, da nehme ich fast immer das Auto.

Mit den Kids ist es jetzt dasselbe. Wir sind am Wochenende eigentlich immer draussen, wenn das Wetter mitspielt und gondeln – inzwischen in Kolonne – durch die Stadt oder auch mal übers Land. Die große Spielplatzdichte mit zum Teil wirklich tollen neuen Anlagen und Gerüsten in Berlin macht das für die Kinder auch umso attraktiver und abwechslungsreicher, denn klar: die Ziele, die wir ansteuern, sind in der Regel kindgerecht. Aber irgendwie liegt am Wegesrand – oder bestenfalls am Spielplatzrand – auch immer ein nettes Cafe, wo wir entspannt bei Café und Snacks quatschen können.

Ich finde es nicht unbequem oder unpraktisch – außer natürlich mit langen Röcken, die ich nur auf Auto- oder Fusswegen tragen kann – denn ich bewege mich einfach gern und schaffe es nur sehr selten klassische Sporteinheiten in meine täglichen Abläufe zu integrieren. Deswegen macht es für mich total Sinn, meinen Alltag aktiv zu verbringen und draussen sind wir sowieso alle am liebsten. Gleichzeitig leben mein Mann und ich es so den Kindern vor, nicht für jeden Weg das Auto zu nehmen und zeigen, dass wir Spaß an Bewegung haben. Dass die Umwelt dadurch geschont wird, wissen die Kids inzwischen natürlich auch schon alle.

Meine Tipps:

  • In den Herbst-, Wintermonaten ist es vor allem wichtig, richtig angezogen zu sein. Was nicht sein muss, ist, dass man den Kids jedes Jahr ein neues Rad kauft. Das wird bei mehreren Kindern viel zu teuer. Wir vererben die Räder hier natürlich untereinander und bisher haben unsere Kinder auch fast nur gebrauchte Räder bekommen. Mein Rad ist auch eine richtig alte Krücke und schon dadurch Diebstahlsicher. Ich glaube also nicht, dass es am Equipment liegt, ob einem Radfahren Spaß macht, kann aber natürlich Anreiz oder Ansporn sein. Im Winter ist nur wichtig, dass alle Licht haben, weil es einfach so schnell dunkel wird.
  • Wir haben bei unseren Touren auch immer irgendwas kleines zu essen und zu trinken dabei, den der Hunger kommt immer – auch manchmal sehr plötzlich.
  • Ich bin mit meinem ersten Sohn Rad gefahren, sobald er sitzen konnte. Nach der Geburt der Zwillinge musste ich gar nicht solange warten. Ich wusste ja, dass der Platz hinter mir noch besetzt ist und zwei passen da ja eh nicht drauf. Also haben wir einen (gebrauchten – weil sehr teuer) Fahrradanhänger gekauft, mit zwei Babyhängematten darin. So konnte ich schon kurz nach der Geburt auch zumindest kurze Strecken mit allen drei Kids alleine fahren. Das kann ich wirklich empfehlen. Das hat mir viel Freiheit gegeben, auch wenn das wirklich anstrengend ist mit soviel Gepäck. Mit ca. 9 Monaten sind die Kids dann aus den Hängematten rausgewachsen und saßen im Anhänger. Den benutzen wir sogar heute noch manchmal, wenn wir viel Zeug mitschleppen. Eher machen wir es jetzt aber so, dass alle selber fahren und mein Mann und ich noch je einen Kindersitz hinten drauf haben, so dass die beiden Kleinen bei langen Strecken, einfach zu uns wechseln können und wir ihre Räder dann irgendwo anschließen. Auf dem Rückweg freuen sie sich dann immer schon endlich wieder auf ihr eigenes Rad umsteigen zu können. Dieses Wechselmodell funktioniert natürlich auch mit dem Anhänger, aber nach sechs Jahren mit Anhänger ist es jetzt auch ganz toll, mal wieder ohne zu fahren 😉

 

 

Das finnische Outdoorbekleidungslabel Reima bietet für Aktivität draussen nicht nur die ideale Herbst- und Winter-Ausrüstung (wie auch bei uns auf manchen Bildern zu sehen), sondern engagiert sich u.a. mit der Reima Kidventure Challenge auch dafür, Kinder zu mehr Bewegung zu animieren. Mitmachen ist ganz einfach. Reima lädt Kinder weltweit ein, gemeinsam mehr als 1.000.000 Stunden lang Spaß zu haben und aktiv zu sein. Alle können daran teilnehmen und bis 31.12.2017 gemeinsam Aktivität sammeln. Es gibt wöchentlich tolle Preise zu gewinnen – auch eine Reise nach Lappland. Ich persönlich denke, Rad fahren ist eine tolle Möglichkeit als Familie aktiv zu sein, bei der alle auf ihre Kosten kommen.

 

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Reima.

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Saskia Teaser Abbinder

Saskia hat mit ihren drei kleinen Orgelpfeifen die volle Ladung Jungspower zu Hause und weiß, was es heißt, auch mal an seine Grenzen zu stoßen. Sie trägt es mit Fassung und vor allem viel Liebe, denn die häusliche Si­sy­phus­ar­beit hat sowieso kein Ende. Doch auch wenn die Geburten ihrer drei Söhne ihr Leben auf den Kopf gestellt haben, blieb sie ihrer Leidenschaft für Fashion treu und lässt das Familienleben eher anekdotisch in ihren Beiträgen durchblitzen. Die Mitbegründerin des Mummy Mag arbeitet inzwischen frei als Stylistin und Redakteurin. Muttersein ist für Saskia von jeher ein positiv besetztes Bild und das möchte sie auch mit dem Mummy Mag transportieren, um den Frauen in Deutschland Mut bei der inzwischen viel zu häufig gestellten Kinderfrage zu machen.

 

 

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