Wer meinen privaten Instagram-Account verfolgt, der weiß, ich bin bereits seit über vier fantastischen Wochen in Südafrika. Insgesamt werden es sechs Wochen sein. Das ist zwar gerade mal die Hälfte von den unfassbaren drei Monaten, die Janine im Sommer samt Mann und den beiden Kids unter der spanischen Sonne verbracht hat, aber es ist sehr viel mehr Zeit, als wir jemals als Familie am Stück miteinander hatten. Ihr könnt euch also vorstellen, dass jeder einzelne Tag für uns mit keinem Geld der Welt aufzuwiegen ist…

 Auf Tour mit der ganzen Familie

Es gibt einfach nichts schöneres, als gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen und jeden Tag entspannt mit den Kids in den Alltag starten zu können und diesen damit extrem zu entschleunigen. Denn das letzte Jahr war heftig. Es war toll, aber es war uns auch keine Ruhe gegönnt. Schlag auf Schlag kam ein spannendes Projekt nach dem anderen und nie hatten wir wirklich Zeit, dass wir uns mal auf uns besinnen konnten. Doch genau diese Zeit nehmen wir uns jetzt: Wir verbringen sechs Wochen Elternzeit in Kapstadt. Ehrlich gesagt ist das schon lange ein kleiner Traum gewesen, aber wir hatten nie die Zeit oder das Geld (oder beides) dafür. Auch in der Elternzeit mit Helene konnten wir das nicht machen. Umso wichtiger war es, den langersehnten Wunsch dieses Mal in die Tat umzusetzen. Viel zu oft haben wir es bei Freunden gesehen und viel zu oft haben wir uns sagen hören “Oh man, hätten wir das auch mal gemacht!”. Klar, es ging vor vier Jahren einfach nicht, sonst hätten wir es sicherlich gewagt. Und auch dieses Mal musste ich ganz schön kämpfen, viel diskutieren, überzeugen und mit ganz vielen Bildern locken – und wir sind natürlich alle mega froh, dass ich mich da so durchgesetzt habe. In den meisten Fällen ist es ja so, dass die zwei Monate Elternzeit, die viele Väter nehmen, fürs Reisen genutzt werden. Bei uns ist es vielmehr so, dass wir uns dieses Mal die Elternzeit fast komplett teilen und so einfach beide die Laptops mitnehmen und gelegentlich etwas arbeiten werden. So zumindest in der Theorie. Wie sich das entwickelt? Wir werden sehen…

Reisen mit Freunden!

Ich habe ja schon mal ausführlich darüber geschrieben, dass ich das Reisen mit Freunden besonders gerne mag. Eigentlich noch mehr, jetzt wo Kids da sind, denn so ist denen überhaupt nie langweilig und wir Eltern können uns mehr entspannen und müssen weniger Alleinunterhalter spielen. Also sind wir mit Freunden unterwegs und treffen vor Ort auch noch einige Spezis. Genau genommen waren zwischendurch meine beiden besten Freundinnen dabei, meine liebe Hebamme Sissi und es sind noch einige alte Bekannte hier. Es ist Wahnsinn, wenn man sich plötzlich nach 15 Jahren in Kapstadt wiedertrifft. Ein wirklich besonderes Wiedersehen!
Die ersten drei Wochen haben wir in einem fantastischen Haus gemeinsam mit Julia und Family direkt in Kapstadt verbracht. Ich wurde bereits ständig via Instagram nach dem Haus gefragt, weil es wirklich sehr schön ist. Genau genommen entspricht es grundsätzlich den Vorstellungen von meinem Traumhaus – nur bitte in deutscher Bauweise (also es sollte alles abgedichtet sein und funktionieren) und etwas gepflegter. Aber das ist halt die Sache, wenn man in einem Haus Urlaub macht, in dem normalerweise eine Familie wohnt. Dafür hat man den Vorteil, dass man auch wirklich alles für die Minis vor Ort hat. Bei all unseren anderen Unterkünften haben wir das gemerkt. Und wir waren auch wirklich traurig, dass wir uns nach drei Wochen voneinander trennen mussten, weil Julias Urlaub vorbei war – auch wenn wir uns natürlich auf die Zeit nur zu viert genauso gefreut haben. Mehr zu all dem gibt es, wenn ich wieder im kalten Berlin bin, die Zeit hier nutze ich lieber um die Sonne, das Meer und das Land zu genießen.

 

Die Vorbereitung und das Chaos!

Ganz ehrlich, hier haben wir uns wirklich völlig verschätzt. Nicht nur das Planen und Packen für unseren Urlaub, sondern auch die Tatsache, dass wir Freunden und Bekannten unsere Wohnung angeboten haben, hat ziemlich viel Arbeit bedeutet. Wir haben aussortiert, die Schränke frei geräumt, gewaschen, gebügelt, sortiert und neu gekauft. Wir haben nämlich manche Dinge nicht in 12-facher Ausführung und sind ja auch nicht da, um Wäsche zu waschen und Betten neu zu beziehen. Wir haben einige Sachen, die in unseren Augen für Gäste zu abgenutzt waren, neu gekauft und versucht, mit den Nachbarn eine perfekte Schlüsselübergabe zu organisieren. Aber ganz offen, ich weiß nicht, ob wir das nochmal machen würden. Obwohl wir ganz tolle Familien drin haben, war es vor Abreise so viel Stress, den ich wirklich nicht gebrauchen konnte. Allerdings bringt es nunmal Geld und wer weiß, ob wir noch mal so lange weg sein werden!?

 

Entschuldigen Sie, reisen Sie mit Übergepäck?

Ganz ehrlich, es ist unfassbar, mit wie viel Zeug wir reisen. Weil ich mit Baby keine Kompromisse eingehen wollte, haben wir das Wichtigste direkt mitgenommen. Mein ultimativer Trick: Die Reisetasche von Bugaboo. Da passt noch so viel mehr rein, als der Kinderwagen und man kann das gesamte Babyequipment glücklicherweise kostenfrei mitnehmen. Hätten wir das nicht gemacht, wären wir wohl aufgeschmissen gewesen. Jetzt, nach mehr als der Halbzeit kann ich allerdings sagen, wir wären auch mit etwa der Hälfte der Sachen klargekommen. Hauptsächlich gilt das allerdings für unsere Klamotten, denn da haben wir definitiv zu viel dabei… Wir haben übrigens auch unsere Babyschale fürs Auto mitgenommen – ich dachte es wäre gut, weil sie auf den Bugaboo passt. Völlig unsinnig! Wir haben den Autositz für Helene für einen Pauschalbetrag von knapp 30 Euro gemietet und hätten problemlos auch eine Babyschale für Oskar mieten können. Nun ja, man lernt halt nie aus.

 

Ich geh dann mal wieder ins Meer…

So, ich sitze gerade tatsächlich zum ersten Mal seit 2,5 Wochen am Rechner und ich habe noch so vieles, das ich aufarbeiten muss. Emails und Co habe ich ausschließlich am iPhone beantwortet, doch allmählich wird meine ToDo-Liste erschreckend lang. Aber wisst ihr was, das mache ich einfach, wenn ich zurück bin. Es wäre doch viel zu schade, die kostbare Familienzeit zu vergeuden. Worauf ihr euch aber auf jeden Fall freuen dürft, sind folgende Themen: Der Besuch in einem Waisenhaus, Langstreckenreisen mit Kindern, Unterkünfte in Kapstadt und Umgebung und unser Familien-City-Guide Kapstadt. Klar, die ein oder andere Kolumne wird es auch noch geben. Wenn ihr ansonsten noch Fragen oder Wünsche habt – immer her damit!

Wer übrigens noch intensiver unsere letzten Tage hier verfolgen möchte (oder aber die vergangen viereinhalb Wochen), der kann das natürlich noch ausgiebig auf meinem Instagram-Profil tun, ich versuche auch noch ein paar mehr Storys zu machen! Aber versprechen kann und werde ich nichts…