Ich halte mich ja für einfach zu handhaben. Ich bin nicht unbedingt auf den ersten Blick der Mords-Menschenfreund, aber ich versuche zumindest, nicht jeden gleich mit meiner durchaus manchmal etwas derben und forschen Art zu verschrecken. Soweit ich weiß, klappt das nur mäßig. Aber ey, das macht auch gute Freundschaften und Kollegen aus. Die halten mich aus 😉 Ich sag mal so, durch meine Schwangerschaft mache ich es meinem Umfeld vermutlich nicht unbedingt leichter. Zumindest durfte ich schon öfter hören „Seit du schwanger bist…“ – dabei finde ich überhaupt nichts anders an mir. Gut, das klitzekleine Bäuchlein vielleicht. Und diverse Gelüste – übrigens GANZ andere als in der ersten Schwangerschaft und einige davon sogar vorbildlich. Als Unterhaltung also für euch:

22 Dinge, die sich während meiner Schwangerschaft verändert haben

1. Gurkenliebe

Ich könnte jeden Tag Gurken essen. Also keine eingelegten Gurken und auch keine abartigen Kombinationen wie Gurke + Nutella oder so. Einfach Gurke. Am liebsten im Salat, im Getränk oder im Tzatziki.

2. Vegetarisch glücklich

Ich kann gerade kein Fleisch essen. Eigentlich ist Fleisch mein Gemüse. Ich liebe unseren Grill, auf dem der Mann das allerbeste Grillgut in jeglicher Art und Weise zusammengrillt. Gemüse brauche ich dabei nicht unbedingt. Aktuell allerdings leider schon: Das Fleisch kriege ich kaum runter, ich kann auch nicht begründen, warum – mir wird schon beim Anblick mulmig.

3. Plötzlich gesund

Generell bin ich verrückt nach „gesunden“ Dingen, wie z.B. Salat, die oben genannten Gurken und gegrilltem Gemüse.

4. Her mit der Schokolade

Leider könnte ich derzeit auch Nutella löffelweise verputzen – immerhin mit Erdbeeren

5. Wasser ist langweilig

Wasser pur schmeckt mir neuerdings zu langweilig. Es muss immer was mit rein – jetzt nicht die gesunde Zitrone, sondern eher der Saft mit 2949204 Tonnen Zucker auf 100ml.

6. Sport frei

Ich mache Sport wie eine Irre und das sogar regelmäßig. NOCH NIE bin ich so lange am Stück dran geblieben. Aber bei all der Nutellafresserei muss ich ja zumindest minimal was dagegen tun!

 

7. Was zieh ich nur an?

Mein Kleiderschrank ist schon wieder leer – diesmal wirklich, denn fast nix passt mir noch – und ich stehe jeden Tag davor: Was ziehe ich nur an?!

8. Was taugt Schwangerschaftsmode?

Ich checke auch fast jeden Tag online Schwangerschaftsmode. Aber bisher leider noch nicht das Richtige gefunden. Also laufe ich meist mit Klamotten rum, die eher Säcken ähneln oder kurz vor zu klein sind. Jemand Tipps?

9. Spaß im Bett

Darf man das laut sagen? Aber ich habe deutlich öfter Lust auf Sex als vorher. Nicht, dass ich vorher gar keine Lust hatte, aber manchmal fühle ich mich, als wäre ich frisch verknallt. Vermutlich ist das nur so was wie „vorschlafen“ hrhr.

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Spaß im Bett

10. Drei Monate Bammel

Die ersten drei Monate Schwangerschaft waren scheiße. Ich hatte die ganze Zeit Sorge, irgendwas stimmt nicht.

11. Bauchschläfer

Ich schlafe immer noch auf dem Bauch. Und das sehr gern (und gut) und mir graut vor dem Tag, an dem das nicht mehr gehen wird.

12. Ich bin doch schwanger

Ich erwische mich manchmal dabei, dass ich gern die „Aber ich bin doch Schwanger“-Karte ausspielen möchte, obwohl ich es eigentlich auch noch gar nicht für notwendig halte. Offensichtlich hat mich der Mann in den letzten Jahren zu sehr verwöhnt und mir zu viel Arbeit abgenommen.

13. Faultier

Es gibt Tage an denen schlafe ich 10 – 12 Stunden (mit Mittagsschlaf), weil ich so fertig bin. Meist sind es die Tage, an denen ich sowieso schon faul herumlag. Faultier ist mein zweiter Spitzname.

14. Pinkelpause

Das Übliche: Ich muss ständig pinkeln. Kenne ich auch aus der letzten Schwangerschaft, daher kenne ich auch so gut wie jede öffentliche Toilette in Rom – da war ich vor 11 Jahren im Urlaub….

15. Macken im Gesicht

Pigmentflecken! Ich habe neuerdings Pigmentflecken. Mitten im Gesicht! Einer davon befindet sich direkt auf meiner Stirnwutfalte – ich sehe jetzt also immer aus wie Grumpy Cat!

16. Kinderquatsch I

Immer wenn ich draussen Eltern sehe, die „komisch“ mit ihren Kindern reden, kriege ich die Krise und schwöre mir: Ich nicht. So nicht. (Ob ich das schaffe?)

17. Kinderquatsch II

Immer wenn ich draussen Menschen sehe, die komisch ÜBER Kinder reden, denke ich mir: Nein, nein, bitte nicht. Das darf sich nicht wiederholen. Denn das Gerede über Babys war schon das Langweiligste, was ich mit dem ersten Kind so durch habe. Da hängt der Zwerg sowieso 24 Stunden am Arm, weil er gar nicht anders kann und dann soll ich auch noch die ganze Zeit drüber reden? Och! Muss ich?

18. Bücherwurm

Ich lese neuerdings wieder viel lieber, als den Abend vor der Glotze zu verbringen. Jeden Abend erwische ich mich dabei, zwischen 20 und 22 Uhr auf dir Uhr zu sehen und einen passenden Moment zu finden endlich abzuhauen, ohne dass es die Familie komisch findet.

19. Winterbaby

Ich habe Angst vor einem Winterbaby. Schlicht, weil man im Winter nicht so viel draussen machen kann, wie drin und ich bei der kleinen Chefin in den ersten Monaten (Januarkind) schon ziemlich einsam war (da hatte ja keiner Kinder und selbständig war auch keiner und dann war auch noch das Wetter scheiße).

20. Serienjunkie

Ich könnte stundenlang Serien gucken. Favorites: Immer und immer wieder New Girl und Greys Anatomy. Ausserdem The Letdown und ganz frisch The Rain. Freue mich jetzt schon auf den Moment, in dem wir die zweite Staffel von Tote Mädchen lügen nicht gucken…

21. Nestbautrieb?

Nestbautrieb: Fehlanzeige. Aber andererseits: Zum Glück. Denn wir haben gar kein eigenes Kinderzimmer für den Neuzugang. Der Nachteil einer vollen 4-Zimmerwohnung, aber wer soll 5 Zimmer finanzieren?!

22. Heulsuse

Ich heule bei der Nivea-Muttertagswerbung. Ich, die von sich behauptet, die wohl größte Fresse der Welt mit sich herumzutragen. Aber eigentlich bin ich eben doch nur ein harmoniesüchtiger Stinkstiefel. Irgendwann wird mir das auch mal jemand glauben.

Alles in allem: Mir scheint in den meisten Momenten noch die Sonne aus dem A…, richtige Probleme habe ich bisher noch nicht – bis auf in den „Seit du schwanger bist…“ Momenten, die sich glücklicherweise in Grenzen halten. Ich bin also nicht die ganze Zeit garstig – nur manchmal. Und jetzt ihr! Eure Macken?