Auf meiner Wunschliste „Dinge, die ich vor der Geburt noch abhaken möchte“ stand auch eine Babyparty. Mir ging es in erster Linie gar nicht so sehr darum, eine klassische Babyparty (andererseits, was heißt bei eingeflogenen „Bräuchen“ schon klassisch…) zu schmeißen, ich wollte vor der Geburt schlicht noch einmal ein paar Menschen – und darunter waren nicht nur Frauen – sehen.

Wer weiß schon, wie meine Verfassung nach der Geburt sein wird, meistens liegen die Prioritäten dann ja woanders. Also lud ich zur Babyshower. Ganz ohne Überraschung oder Fremdorganisation. Insgesamt war die Idee super, die Umsetzung vier Wochen vor der Geburt nicht mehr ganz so easy, aber alles in allem: Würde ich allen empfehlen, die gern Menschen um sich haben.

Eine Babyparty organisieren

Prinzipiell gilt: Lasst euch helfen. Für die, die nicht überrascht werden (wollen) ist oft Zeit und Vergesslichkeit ein Killer. Zugegeben: ich hatte Pläne ohne Ende und war am Ende total überfordert. Es gilt also, weniger ist mehr und unbedingt ein, zwei Personen organisieren, die einem bei der Vorbereitung der Babyparty noch unter die Arme greifen, sei es beim kochen oder dekorieren. Und: Kauft genug Alkohol! Und alkoholfreie Getränke…

Termin und Einladung für die Babyparty

Ich bin ja der Meinung: Feiern können wir so lange es geht. 4 Wochen vor Geburtstermin war für mich noch kein Problem, aber seid euch darüber im Klaren: Manchmal möchte man kurz mal den Pause-Knopf drücken oder sich hinlegen. Das Schöne: Keiner würde es einem übel nehmen ;). Sechs bis acht Wochen vor ET ist aber sicher auch okay – oder eben so lange es euch gut geht!

Die Einladungen habe ich schlicht per Mail verschickt, je weniger Arbeit, desto besser. Ich hasse Whatsapp-Gruppen und für Papiereinladungen hatte ich keinen Kopf mehr, zumal: Die landen sowieso im Müll – also hebe ich mir den Papierkram lieber für tolle Geburtskarten auf.

Deko für die Babyparty

Je nach Platzangebot gibt es hier unfassbar viele dekorative Umsetzungsmöglichkeiten für eure Babyparty und natürlich auch in den passenden Farben – zumindest, wenn ihr das Geschlecht schon verraten wollt. Natürlich ist es auch immer möglich, die eigenen Lieblingsfarben zu nutzen. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere geneigte Leser ja an die Babyshower für Jungs oder alternativ auch an die Babyshower für Mädchen.

Für meine eigene Babyshower hatte ich als Farbvorgabe Rot und Kupfer/Gold, ich hab es nicht so mit rosa. Der Rest durfte aber gerne bunt sein.

Ein paar Deko-Ideen für die Babyparty

  • Blumen – Als schlichte Deko habe ich mir einen Blumenstrauß übers Internet bestellt (der auch nach zwei Wochen noch steht wie eine EINS!), im Prinzip ist es aber so: Viele Freunde bringen auch noch Blumen mit – es wäre also nicht unbedingt nötig.
  • Ballongirlande – ich wollte schon immer mal eine Ballongirlande zusammenbasteln, sehen einfach toll aus und machen tatsächlich nicht sooooo viel Arbeit. Eine Anleitung gibt es zum Beispiel bei wlkmndys
    Noch einfacher klappt es mit Ballonscheiben. Die gibt’s im Netz oder auch gut sortierten Bastelläden (in Berlin z.B. im Modulor – samt riesengroßer Ballonauswahl). Auf die Ballonscheiben werden die Ballons einfach aufgeknüpft und dann über eine Schnur miteinander verbunden. Entdeckt habe ich das übrigens bei Fräulein K sagt ja
  • DIY-Vasen – Ich hatte in meiner Schublade seit MONATEN Kaffeedosen gesammelt, die ich „irgendwann für irgendwas“ noch mal benutzen wollte. Ich habe sie also schlicht mit Kupferspray angesprüht und ein paar Blumen reingestellt – fertig. Mal sehen, ob sie weiterhin als Vasen fungieren oder Stiftehalter werden.
  • Kerzen, Servietten und Kleinkram – habe ich mir über verschiedene Läden zusammengekauft. Den Tiger gibt es ja fast überall, samt Kerzen, Servietten und co. Ein paar Papierstrohhalme habe ich auch gekauft, am Ende wurden sie aber gar nicht benutzt, Sekt trinkt sich ja auch super ohne Strohhalme und produziert gleich weniger Abfall. Es gilt also auch hier: Weniger ist mehr und im Idealall einfach mit der Dekoware arbeiten, die schon da ist anstatt in neue zu investieren.

Essen und Snacks für die Babyparty

Ich hatte ja große Pläne, habe dann aber schnell gemerkt: Ich schaffe das gar nicht. In der Woche vorher hatte ich z.B. schon mal ausprobiert, Macarons zu machen. Die waren zwar toll, aber der Arbeitsaufwand ist enorm – und sie funktionieren nicht immer, der Teig kann echt eine Zicke sein. Und ich hatte definitiv keine Lust, den halben Tag nur für Macarons aufzuwenden. Also habe ich umdisponiert.

Das Gleiche galt für Cupcakes. Auf meiner Pinterest-Sammlung hatte ich wirklich süße Cupcakes gesehen, mit Babyfüßchen obendrauf – aber ey, ich habe tatsächlich NOCH NIE selbstgemachte Cupcakes gegessen, bei denen ich gesagt habe: Na, geiles Topping. Oder: fluffiger Teig – und ich habe schon viel rumprobiert. Das Topping war eigentlich bisher immer daneben und schmeckte meist zu sehr nach Butter.

cupcakes babyparty

Also bin ich am Morgen der Babyparty noch mal los und habe ganz einfach Mini-Cupcakes gekauft. Die lassen sich auch im Netz vorbestellen – sogar mit Wunschtopping. Mir war es aber egal: Hauptsache bunt und lecker. Mein Favorit für Cupcakes in Berlin ist seit 11 Jahren Cupcakes Berlin.

Und die Dinger gingen weg wie warme Semmeln. Wer viele Kinder einlädt, ist mit schlichten Muffins besser bedient, denn verzierte Cupcakes werden häufig nur auseinandergematscht oder zur Hälfte gegessen.

Sonst gilt: Haltet es einfach. Ich habe ein Zupfbrot vorbereitet, ein paar Brote mit Gemüse und Kräuterquark belegt (verzichtet auf Avocado, sie wird leider sehr schnell braun), Brezn und Baguette gekauft und einen großen Topf Suppe gekocht. Die Tochter einer Freundin hat noch einen superleckeren Kuchen mitgebracht und damit mussten alle zurecht kommen ;).

Ich war im Übrigen überrascht wie viel die Gäste getrunken haben – und das ganz ohne mich. Ich habe mich derweil hauptsächlich an Wasser gehalten – und alkoholfreien Sekt. Ich rate also: Kauft genug Alkohol für eure Gäste auf eurer Babyshower!

Gastgeschenke für die Babyparty?

Tja, die Frage stand im Raum, schenke ich meinen Gästen auch was? Braucht es wirklich Gastgeschenke zur Babyshower? Also: Nö. Aber irgendwie schon. Ich habe mich am Ende dafür entschieden, weil ich einfach gerne Geschenke verteile und mich freue, wenn andere Menschen sich freuen. Ideen gibt es da ja ohne Ende und sicher hat da jeder andere Vorstellungen.

Für mich war die Mischung aus Beauty, Hüftgold und einem Täschchen für meine Mädels ideal (jaja, die Kerle haben nix gekriegt). In meinen Tütchen (von Paper Poetry aus dem Modulor) versteckte sich also für jede Dame eine Constanze von Reber (wär es ein Junge geworden, wäre es natürlich Mozart!), ein kleines Täschchen von Ju Ju Be und eine tolle Gesichtsmaske von SUGU, die finde ich auch selbst total super und es gibt ganz viel Auswahl, für die Lippen, die Augen oder eben als Tuchmaske für’s ganze Gesicht. Mir springen die Masken allein schon aufgrund der Tütengestaltung ins Auge (es gibt sie im Drogeriemarkt). Und dazu noch ein persönliches Kärtchen (hier von odernichtoderdoch) – schon sind auch die Gäste glücklich!

Ihr wollt auch eine Babyshower machen? Dann lasst euch nicht abhalten oder überrascht eure schwangere Freundin. Unbedingt drauf achten, ob sie auch drauf steht und eventuell schränkt ihr die Zeit ein – denn als Schwangere habe ich mich durchaus um halb 12 gähnend am Tisch wiedergefunden, wo ich doch lieber schon im Bett gewesen wäre. Aber: Die Babyparty war toll und ich würde es immer wieder so machen!

Als Camilla mit Oskar schwanger war, haben wir sie mit einer Babyshower im Tiergarten überrascht. Dabei wollte sie die letzten Tage eigentlich nur noch mit Donuts auf der Couch verbringen. Camillas Kolumne vom dicken Ende könnt ihr euch hier einverleiben…

Wenn es im Leben ganz Dicke kommt, und man beispielsweise von Bäuchen umringt ist, dann hilft vielleicht das: Janine hat 10 Vorschläge für besondere Babyshower- und Geburtsaufmerksamkeiten zusammengestellt.