MUMMY MAG Christine

„Ich bin da irgendwie so reingeraten …“
Familienhelferin Christine Foetzki über ihre frühe Ehe und Mutterschaft

[et_pb_section fb_built=“1″ _builder_version=“3.0.47″][et_pb_row _builder_version=“3.0.47″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“][et_pb_column type=“4_4″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_image src=“https://mummy-mag.de/wp-content/uploads/2019/03/Christine-Foetzki-mummy-mag-2.jpg“ force_fullwidth=“on“ _builder_version=“3.0.71″][/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″] Das Mummy Mag setzt sich mit immer mehr Themen intensiv auseinander. Doch wir können nicht jedes Fachwissen bedienen und holen uns deswegen mehr und mehr Verstärkung mit einer immer länger werdenden Autorenliste. Heute stelle ich euch Christine Foetzki (38) vor. Sie hat zwei Söhne (15 und 12) wird bei uns nicht nur darüber berichten, wie es war (und ist), jung und fast immer studierend oder arbeitend zwei Kinder zu bekommen und großzuziehen, sondern auch wie wenig liberal die ach so liberale Gesellschaft auf diese Art „Mutterschaft“ reagiert. Die Diplom-Pädagogin arbeitet als Familienhelferin im Raum Braunschweig/Salzgitter und hat daher einen starken Background, wenn es im Alltag um die Fragen mit Kindern geht … [/et_pb_text][et_pb_text admin_label=“< MORE >“ _builder_version=“3.0.71″ text_font=“||||“ text_font_size_tablet=“14″ text_font_size_phone=“14″ text_letter_spacing_tablet=“0px“ text_letter_spacing_phone=“0px“ text_line_height_tablet=“1.7em“ text_line_height_phone=“1.7em“ header_font=“||||“ header_font_size_tablet=“30px“ header_font_size_phone=“30px“ header_letter_spacing_tablet=“0px“ header_letter_spacing_phone=“0px“ header_line_height_tablet=“1em“ header_line_height_phone=“1em“ saved_tabs=“all“] [/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″] Und genau diese Fragen stelle ich ihr nicht nur heute, sondern Tine wird sie auch in ihren Beiträgen spiegeln. Sie begleitet Familien mit ganz unterschiedlichen Problemen und setzt sich für die benachteiligten und abgehängten Kinder und Jugendlichen ein. Sie hilft ihnen dabei, Krisen zu überstehen und zu bewältigen sowie neue Perspektiven zu entwickeln. Ihre Leidenschaft gilt dem Gärtnern und ihrem Hund Nero (dem Mann, der von allen im Haus vermutlich am besten auf sie hört, wie sie selbst sagt). [/et_pb_text][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=“3.0.47″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“][et_pb_column type=“1_2″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″] Liebe Tine, du hast mit 17 schon deinen heutigen Mann kennengelernt, ihn mit 21 geheiratet und schon zwei Jahre später euren ersten Sohn bekommen. War das alles immer schon so in etwa dein Wunschverlauf? Ich bin da irgendwie so reingeraten (lacht) … Es war schon mein Wunsch, jung Mutter zu werden, ebenso zu studieren und einen spannenden Beruf zu finden. Und ich wollte die Welt entdecken, feiern und Spaß haben. Alles gleichzeitig und alles sofort. Als ich meinen Mann kennenlernte, waren wir erst nur befreundet, doch als ich mein Abitur machte, haben wir uns unerwartet ineinander verliebt. Uns beiden war eigentlich sofort klar, dass wir zusammen gehören, und darum ging es dann auch ganz schnell. Auf unseren Einladungen zur Hochzeit stand: „Heirate oder heirate nicht, du wirst beides bereuen.“ Er ist ein paar Jahre älter als ich, und während ich vor Energie strotzte (damals) und im besten gebärfähigen Alter war, da war er gerade bereit, Vater zu werden. So what? Wir haben eine Familie gegründet. [/et_pb_text][/et_pb_column][et_pb_column type=“1_2″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_image src=“https://mummy-mag.de/wp-content/uploads/2019/03/Christine-Foetzki-mummy-mag-3.jpeg“ _builder_version=“3.0.71″][/et_pb_image][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=“3.0.47″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“][et_pb_column type=“1_2″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_testimonial author=“Christine Foetzki“ quote_icon=“off“ use_background_color=“off“ background_layout=“light“ quote_icon_background_color=“#ffffff“ _builder_version=“3.0.71″ use_border_color=“on“ border_color=“#e09f9a“ border_width=“3px“ border_style=“dashed“ custom_padding=“20px|20px|20px|20px“]

„Ich bin da irgendwie so reingeraten.“

[/et_pb_testimonial][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″] Du wolltest erst Psychologie studieren, hast dich dann doch für Erziehungswissenschaften entschieden? Was hat dich daran fasziniert? Eigentlich hatte ich mich für Psychologie entschieden, doch der Studienplatz war nach einem Auslandsaufenthalt weg – Erziehungswissenschaften war dann die naheliegende Alternative und im Nachhinein die deutlich bessere Wahl für mich. Ich habe Vorlesungen in Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Kommunikationswissenschaften und Marketing besucht und sehr viel über mich und die Menschen gelernt. Welche Gefühle, Gedanken und Motive beeinflussen das Handeln? Wie kann man Verhaltensweisen erziehen oder verändern? Was hindert uns daran, gut und glücklich zu leben? Das beschäftigt und fasziniert mich bis heute. [/et_pb_text][/et_pb_column][et_pb_column type=“1_2″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″] Das kann ich gut nachvollziehen. Du arbeitest jetzt schon viele Jahre in der ambulanten Jugendhilfe als Familienhelferin. Wie schwer ist es manchmal, die Schicksale nicht mit nach Hause zu nehmen? Meine Arbeit ist kein 9-to-5-Job, bei dem ich abschalten kann, wenn ich das Büro verlasse. Es ist ein 7-eleven-Job (und damit meine ich nicht Teilzeit), der mit dem Blick aufs Handy vor dem Aufstehen beginnt und endet, wenn ich wieder ins Bett falle. Das heißt natürlich nicht, dass ich durchgehend arbeite, aber meine Jugendlichen und Familien, die ich begleite, sind stets präsent. Ihre Schicksale beschäftigen mich: wenn eine Alleinerziehende obdachlos wird, wenn ein 12-jähriges Mädchen seit Tagen verschwunden ist, wenn Kinder eine gruselige Psychose ihrer kranken Eltern mitbekommen, wenn Jugendliche sich selbst verletzen oder mit Alkohol und Drogen zudröhnen, wenn Mütter mit ihren Neugeborenen überfordert sind, wenn Kinder sexuell missbraucht werden usw.. Könnte ich das einfach ausblenden, wäre mein Beruf nicht mehr der richtige für mich. [/et_pb_text][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=“3.0.47″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“][et_pb_column type=“4_4″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″]

Was schockiert dich heute noch, und wann wirst du richtig wütend? Bei uns im Team gibt es ein geflügeltes Wort: „Da denkst du, du hast schon alles erlebt, und dann das …“. Selbst nach zehn Jahren als Familienhelferin erlebe ich immer wieder Schockierendes und manchmal auch Skurriles. In meinem nächsten Leben werde ich ein Drehbuch für eine Serie schreiben, die ersten acht Staffeln habe ich quasi im Kopf schon fertig. Wütend machen mich vor allem Behörden und Institutionen, sie verschärfen nicht selten die Probleme in den Familien noch:

  • Viele Sozialarbeiter in den Jugendämtern sind überfordert (weil unterbesetzt) und unerfahren (weil Berufsanfänger).
  • Lehrer sind oft nur unzureichend pädagogisch ausgebildet (zu Störungsbildern von Kindern wie ADHS, sozial-emotionalen Störungen, Depressionen) und auch eher überfordert und überlastet – besonders, seitdem die Inklusion von Kindern mit Förderbedarf innerhalb der Regelschulen durchgesetzt wurde.
  • Familienrichter, Anwälte und Verfahrensbeistände sind zwar juristisch versiert, doch in Sachen Entwicklungspsychologie, Bindungstheorien, systemischen Ansätzen usw. haben sie wenig bis keine Ahnung. Allerdings sind sie die Beeinflusser und Entscheider in Rosenkriegen und Sorgerechtsverfahren.
  • Dann die Sachbearbeiter im Jobcenter, die nach Zahlen entscheiden und Familien am Existenzminimum noch sanktionieren und notwendige Zahlungen verzögern oder gar verweigern. Dadurch wird Armut zur Armutsfalle, und das trifft vor allem die Kinder.
  • Was das Strafrecht angeht: Welche lächerlich geringen Strafen Sexualstraftäter oder Eltern, die ihren Kindern gegenüber gewalttätig sind, bekommen, wenn sie überhaupt angezeigt oder verurteilt werden – sie stehen in keinem Verhältnis zu den lebenslangen Folgen, mit denen die Opfer zu kämpfen haben.

[/et_pb_text][et_pb_testimonial author=“Christine Foetzki“ quote_icon=“off“ use_background_color=“off“ background_layout=“light“ quote_icon_background_color=“#ffffff“ _builder_version=“3.0.71″ use_border_color=“on“ border_color=“#e09f9a“ border_width=“3px“ border_style=“dashed“ custom_padding=“20px|20px|20px|20px“]

„Kinder reagieren auf familiäre Probleme äußerst sensibel und zeigen das in ihrem Verhalten.

[/et_pb_testimonial][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=“3.0.47″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“][et_pb_column type=“1_2″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_image src=“https://mummy-mag.de/wp-content/uploads/2019/03/Christine-Foetzki-.jpeg“ _builder_version=“3.0.71″][/et_pb_image][/et_pb_column][et_pb_column type=“1_2″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″] Siehst du in den letzten zehn Jahren deiner Tätigkeit in dem Bereich eine Entwicklung? Gibt es Dinge, die besser oder schlimmer werden (ob auf menschlicher, sozialer oder politischer Bedingungsebene)? Diese Frage ist ziemlich komplex. Es gibt auf jeden Fall Besorgnis erregende Entwicklungen: Kinder und Jugendliche mit psychischen und seelischen Einschränkungen werden mehr. Auch die Zahl der Kinder mit Förderbedarf und Entwicklungsverzögerung steigt, ganz besonders im Bereich Sprache und sozial-emotionales Verhalten. Dies hat wahrscheinlich viel mit dem veränderten Medienverhalten von Elten und Kindern zu tun, insbesondere durch die Verbreitung des Smartphones. Es werden kontinuierlich mehr Kinder in stationären Jugendhilfemaßnahmen, also Wohngruppen und Heimen, untergebracht – und das bei sinkender Kinderzahl in der Bevölkerung! Dazu kommt der Fachkräftemangel auch im sozialen Bereich an, mit gravierenden Folgen. (Filmtipp von der Berlinale 2019: Systemsprenger – ab Herbst in den Kinos). Hat sich auch etwas zum Besseren entwickelt? Ja. Für die Kinder und Jugendlichen von heute haben sich neue Möglichkeiten eröffnet: Sie können sich vieles autodidaktisch aneignen, sich viel kreativer entwickeln und sich rasend schnell vernetzen. Um diese neuen Möglichkeiten positiv zu nutzen, brauchen sie Mut, Verstand und Selbstbewusstsein, prominentes Beispiel: Greta Thunberg. Wie „The Guardian“ berichtet, ist sie Autistin und litt unter Depressionen – wie viele Jugendliche mit psychischen Diagnosen auch –, doch sie ist im Begriff, die Welt zu verändern. [/et_pb_text][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row _builder_version=“3.0.47″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“][et_pb_column type=“1_2″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″]

Wo siehst du die Politik in der Pflicht, Verbesserungen herbeizuführen und zu unterstützen? Die Politik könnte sich an vielen Stellen aktiv einbringen, um Kindern und ihren Familien zu helfen. Leider haben Kinder keine Lobby, sie gehören nicht zur Wählerschaft und leisten nichts, sondern kosten nur. Das ist zu kurz gedacht, ich weiß – vielleicht finden sich ja doch Menschen aus der Politik, die sich engagieren wollen, hier ein paar Vorschläge:

  • Ehegattensplitting aufgeben zugunsten von Steuervorteilen für Eltern
  • Deckelung der Versicherungskosten für Hebammen
  • Elternkurse und „Elternführerschein“ für werdende Eltern einführen. Ich musste sogar einen „Hundeführerschein“ mit Theorie- und Praxisprüfung absolvieren, bevor ich einen Hund halten durfte.
  • Quantitativer und qualitativer Ausbau von Krippen und Kindergärten. Verpflichtender Kindergartenbesuch ab drei Jahren – begründete Ausnahmen auf Antrag möglich. Wer einen solchen Antrag nicht stellen kann, sollte seine Kids lieber jeden Tag ein paar Stunden in der Kita betreuen und fördern lassen.
  • Viel mehr Sozialpädagogen an Schulen, Vernetzung von Schulbehörden, Jugendhilfe und Sozialhilfe; flächendeckende Ganztagsbetreuung an Schulen; Schuluniformen; keine Suspendierungen mehr von Schulkindern bis 14 Jahren.
  • Unterstützung für Kinder unbürokratisch anbieten, z.B. Öffentliche Verkehrsmittel frei für alle Schüler; mehr Sponsoring von Kindern in Kunst, Musik, Sport und Kultur statt des Bürokratie-Monsters „Bildungs- und Teilhabepaket“.
  • Eltern strafrechtlich zur Verantwortung ziehen, wenn sie das Kindeswohl ihrer Kinder gefährdet haben.

[/et_pb_text][/et_pb_column][et_pb_column type=“1_2″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″]

Was ist dein Trick, wenn du es mit erzieherisch schwierigen Fällen zu tun hast, Schulverweigerern o.ä.? Gibt es einen? Verhalten ergibt immer einen Sinn, zumindest für die sich verhaltende Person in diesem Moment. Es gibt keinen Trick, sondern es geht darum, eine Beziehung aufzubauen, verlässlich und hartnäckig zu bleiben, zuzuhören und zu verstehen, sich in den anderen hineinzuversetzen und empathisch zu sein. Einem Schulverweigerer zu sagen, dass er in die Schule gehen muss, bringt gar nichts. Zu ihm zu gehen und ihn kennenzulernen, das ist ein erster Schritt. Etwas zu finden, was ihn motiviert und was er gut kann, ist ein zweiter. Gemeinsam Zeit zu verbringen, zu reden und zuzuhören, das baut allmählich eine Beziehung auf. Musterunterbrechungen sind hilfreich (z.B. mit meinem Hund); Erwartungen und Wünsche, Sorgen und Ängste herauszufinden und gemeinsam zu bearbeiten, ein weiterer Schritt. Kein Kind ist aus purer Faulheit und Bequemlichkeit ein Schulschwänzer. Meist stecken ganz andere Probleme dahinter – die gilt es zu entlarven und dann gemeinsam zu lösen.

[/et_pb_text][et_pb_testimonial author=“Christine Foetzki“ quote_icon=“off“ background_color=“#ffffff“ background_layout=“light“ quote_icon_color=“#e09f9a“ _builder_version=“3.0.71″ use_border_color=“on“ border_color=“#e09f9a“ border_width=“3px“ border_style=“dashed“ custom_margin=“NaNpx|||“ custom_padding=“20px|20px|20px|20px“]

„Es geht bei auffälligen Kindern und Jugendlichen darum, eine Beziehung aufzubauen, verlässlich und hartnäckig zu bleiben, zuzuhören und zu verstehen, sich in den anderen hineinzuversetzen und empathisch zu sein.

[/et_pb_testimonial][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row custom_padding=“18.9531px|0px|1px|0px“ _builder_version=“3.0.47″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“][et_pb_column type=“4_4″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″]

Was, glaubst du, steckt hinter solchen Problemen? Kinder reagieren auf familiäre Probleme äußerst sensibel und zeigen das in ihrem Verhalten. Manche werden ganz still, antriebslos und fressen alles in sich hinein. Andere werden eher extrovertiert und reagieren durch aggressives Verhalten, sind rebellisch oder sie verweigern sich. Solche Symptome zeigen sich dann oft in der Schule, weil Kinder einfach einen Großteil ihrer Zeit dort verbringen. Leistungsabfall, negatives Verhalten oder Schulschwänzen kann also ganz andere Ursachen haben: Trennung der Eltern, schwere Krankheit oder Tod eines Angehörigen, psychische Erkrankungen oder Suchtverhalten von Eltern, traumatische Erlebnisse, Missbrauch, Unfälle, emotionale Vernachlässigung usw. Ich habe auch schon Kinder kennengelernt, die nicht in die Schule gehen konnten, weil sie auf jüngere Geschwister aufpassen, den Haushalt schmeißen oder ihre Mütter vor gewalttätigen Partnern schützen mussten. Die haben dann das Schulschwänzen in Kauf genommen. Es können aber auch Probleme innerhalb der Schule sein, mit denen die Kinder überfordert sind, beispielsweise Mobbing, fiese Lehrer oder eine echte Überforderung mit dem Lernstoff.

[/et_pb_text][et_pb_testimonial author=“Christine Foetzki“ quote_icon=“off“ background_color=“#ffffff“ background_layout=“light“ quote_icon_color=“#e09f9a“ _builder_version=“3.0.71″ use_border_color=“on“ border_color=“#e09f9a“ border_width=“3px“ border_style=“dashed“ custom_margin=“0px|||NaNpx“ custom_padding=“20px|20px|20px|20px“]

„Eltern sollten ihren Kindern Halt, Sicherheit und Orientierung geben, aber vor allem Liebe, echte, aufrichtige Liebe in allen Lebenslagen.“

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Deine Meinung bitte: Was kann man als Eltern in Sachen Erziehung ganz falsch machen, was ganz richtig? Es gibt kein Patentrezept für Erziehung, weil es sich um sehr individuelle Beziehungen zwischen Menschen (Eltern und Kindern) handelt. Selbst innerhalb einer Familie gibt es Unterschiede, zwischen Mutter und Vater, zwischen den Geschwistern und im weiteren Familienkreis. Dazu kommt, dass jeder Elternteil selbst auch in einer anderen Beziehungskonstellation Kind seiner Eltern ist. Das prägt und beeinflusst die eigene Erziehung natürlich.

Ich erlebe immer wieder, dass Eltern sich vom Verhalten ihrer Kinder persönlich angegriffen und verletzt fühlen. Sie reagieren dann aus ihrer eigenen (kindlichen) Bedürftigkeit heraus und werden ihrem Kind so nicht gerecht.

  • Kein Baby ärgert durch Schreien seine Eltern; Babys machen überhaupt noch nichts bewusst und gezielt, sie lernen erstmal die grundlegenden sozialen Regeln und brauchen das Gefühl unbedingter Sicherheit und die Befriedigung aller ihrer Bedürfnisse sofort.
  • Kein Kleinkind beschimpft und bockt im Supermarkt, um die Mutter zu blamieren, sondern weil es seine Gefühle und Impulse noch nicht besser kanalisieren kann.
  • Kein Schulkind verliert den neuen teuren Füller oder das fünfte Paar Handschuhe, um seine Eltern zu ärgern, die sowieso gerade Geldprobleme haben. Nein, es ist in der Schule einfach mit den vielen Inputs und Reizen überfordert, um dann auch noch an den Füller zu denken.
  • Kein Jugendlicher kommt abends zu spät nach Hause, hat die Spülmaschine nicht ausgeräumt und den teuren Klavierunterricht versäumt, weil er respektlos die Regeln der Eltern missachtet, sondern er braucht das für seinen entwicklungspsychologischen Schritt ins Erwachsenenleben einfach. Außerdem spielen Hormone und Synapsen völlig verrückt – da ist Denken sowieso schwierig.

Es ist gut, sein eigenes Erziehungsverhalten hin und wieder zu reflektieren und sich zu fragen: Warum habe ich da so oder so reagiert? Es ist wichtig, sich in die Perspektive seines Kindes hineinzuversetzen – aber das Gegenteil kann man nicht erwarten. Es ist gut, Interesse an der Lebenswelt des Kindes zu haben und sich seiner Verantwortung als Erziehender bewusst zu sein. Kinder müssen ihre Eltern nicht immer toll finden und lieb haben, sie dürfen auch mal sauer sein, weil sie ins Bett gehen müssen oder ihr Zimmer aufräumen sollen. Eltern allerdings sollten ihre Kinder immer lieben, sie toll finden und stolz auf sie sein. Eltern sollten ihren Kindern Halt, Sicherheit und Orientierung geben, aber vor allem Liebe, echte, aufrichtige Liebe in allen Lebenslagen.

[/et_pb_text][/et_pb_column][/et_pb_row][et_pb_row custom_padding=“41px|0px|17.7031px|0px“ _builder_version=“3.0.47″ background_size=“initial“ background_position=“top_left“ background_repeat=“repeat“][et_pb_column type=“4_4″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″]

Vielen Dank, liebe Tine. Es freut mich sehr, dass du da bist. Ich freue mich auf deine spannenden Inhalte bei uns.

 

 

 

 

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Weitere neue Redakteure im Interview

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Sabine

[/et_pb_text][et_pb_image src=“https://mummy-mag.de/wp-content/uploads/2018/10/Sabine-Ponath-politik-mummy-mag.jpeg“ _builder_version=“3.0.71″][/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″] Sabine Ponath unsere Ex-Bayerin lebt seit einiger Zeit in Berlin, arbeitet im Bundestag und ist immer wieder politisch bei den Grünen aktiv. Mit diesem Wissen ist sie die Frau für’s Wesentliche und gewährt uns einen tieferen Blick – nicht nur in sensible, politische Themen.  HIER geht’s zu ihrem Interview. [/et_pb_text][/et_pb_column][et_pb_column type=“1_3″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″]

Valeska

[/et_pb_text][et_pb_image src=“https://mummy-mag.de/wp-content/uploads/2018/12/Valeska-.jpg“ _builder_version=“3.0.71″][/et_pb_image][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″] Für’s leibliche Wohl haben wir jemanden, der einfache Rezepte für jeden Tag umsetzt. Und das für einen ACHT Personenhaushalt! Denn Valeska ist die selbsternannte „mother of six dragons“ bei Instagram und kocht täglich für sechs Kinder plus Mann. HIER geht’s zu ihrem Interview. [/et_pb_text][/et_pb_column][et_pb_column type=“1_3″ _builder_version=“3.0.47″ parallax=“off“ parallax_method=“on“][et_pb_text _builder_version=“3.0.71″]

Judith

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Mit unserer Contributorin Judith Möhlenhof haben wir nicht nur endlich auch die schöne Stadt Hamburg im Team, sondern auch eine sehr gefühlvolle und wortstarke Frau, die keine Scheu hat, auch über die schwierigen Momente im Mama-Dasein zu sprechen. HIER geht’s zu ihrem Interview.

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Saskia Hilgenberg hat mit ihren drei kleinen Orgelpfeifen die volle Ladung Jungspower zu Hause und weiß, was es heißt, auch mal an seine Grenzen zu stoßen. Sie trägt es mit Fassung und vor allem viel Liebe, denn die häusliche Si­sy­phus­ar­beit hat sowieso kein Ende. Doch auch wenn die Geburten ihrer drei Söhne ihr Leben auf den Kopf gestellt haben, blieb sie ihrer Leidenschaft für Fashion treu und lässt das Familienleben eher anekdotisch in ihren Beiträgen durchblitzen. Die Mitbegründerin des Mummy Mag arbeitet seit vielen Jahren frei als persönliche Stylistin, Fashionberaterin und Redakteurin. Muttersein ist für Saskia von jeher ein positiv besetztes Bild und das möchte sie auch mit dem Mummy Mag transportieren, um den Frauen in Deutschland Mut bei der inzwischen viel zu häufig gestellten Kinderfrage zu machen.