Interview mit einer Designer Mummy

Gosia Portrait[1]

Gosia Warrink erschafft surreale Wandobjekte, die so unbeschwert wirken, als träume die Künstlerin durch den Tag. Wohl kaum. Gosia ist Mummy, ihr Sohn Vincent 4 Jahre alt. Die beiden wohnen in Berlin Mitte.

Gosia, du hast visuelle Kommunikation studiert und dich mit einem Designstudio und einem Verlag selbständig gemacht. Was ist die Idee hinter AMBER…?

AMBER steht für mich für Leidenschaft. Ich bin ein emotionaler Mensch und daher auch der Name: Ein weicher Frauenname und zugleich Bernstein – immer warm, immer anders in Farbnuancen und Muster und man kann innendrin richtige Schätze entdecken. Unter AMBER verbinde ich meine große Passion für Design und Reisen.
Ich gestalte Bücher für Designliebhaber und Globetrotter, Corporate Design für Kunden und eigene freie Projekte. Es ist nie langweilig.

Und trotzdem suchst du neue Herausforderungen. Wie kamst du von Objekten dazu, Tapeten zu designen?

Ich habe schon seit eh und je mit Papier gearbeitet, ob in Form von Geschäftspapieren, Scherenschnitten oder Collagen. Die Scherenschnitte und Zeichnungen vom Papier habe ich auf Metall übertragen und daraus Metallzeichnungen und Kupferschnitte gemacht, jetzt beschäftige ich mich wieder mit Papier in Form von großen Formaten für die Wände. Die Abwechslung ist ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit.

Was war/ist auf deinem ersten Tapetenentwurf zu sehen?

Hummer. Ich habe Hummer Couture schon vor langer Zeit als Tapeten gestaltet. Jetzt wird aus einem A0 Poster eine richtige Tapete. Mein Traum wird zum Leben erweckt.

Wie hat das Muttersein deine Arbeit verändert?

Ich kann viel effektiver und zielsicherer arbeiten; die Zeit ist kostbar und jede Minute wird genutzt. Häufig auch die nachts, wenn mein Kindchen schläft.

Ok, und wie schaffst du es tagsüber, Arbeit und Mamasein zu vereinen?

Die Balance ist mir wichtig. Ich möchte nicht, dass fremde Menschen die ersten Schritte meines Kindes und seine ersten Worte und Sätze sehen und hören. Ich versuche mich zu teilen, um sowohl meinem Kind als auch meiner Arbeit und meinem hohen Anspruch an meine Arbeit gerecht zu werden.

Was ist das Härteste daran?

Ich arbeite sehr fleißig daran, dass weder mein Kind noch meine Arbeit zu kurz kommen. Dabei bleibt man selbst mit seinen eigenen Bedürfnissen etwas auf der Strecke. Aber das nehme ich gern in Kauf. Ich liebe mein Kindchen und meine Arbeit. Da können Yoga und Kino einfach warten.

Beschreibe deinen Einrichtungsstil mit 3 Worten.

Verspielt im Detail

Und im Kinderzimmer?

Farbenfroher Muster- und Materialmix.

Was ist eine prima Alternative zur Tapete?

Selbst Wände zu bemalen und zu gestalten. An meinen Wänden hängen Zeichnungen meines Sohnes neben Ölbildern, Fotografien und oxidierten Kupferschnitten. Alles was Seele hat, ist schön. Nur ganz kahle weiße Wände oder Raufasertapete kommen für mich gar nicht in Frage.

Was hast du von deinem Kind gelernt? Was hoffst du, lernt es von dir?

Ich lerne von meinem Kind, unvoreingenommen zu sein und sich fallen zu lassen, ohne zu kompliziert und zu verkopft zu sein. Mein Kindchen lernt von mir, dass auch Pilze Beine haben, Zebras rot sein dürfen und Giraffen violett. Es ist ihm aber keine richtige Lehre; Kinder tragen diese künstlerische Freiheit in sich. Ich hoffe, ich kann ihn aber lehren, sich diese Freiheit so lang wie nur möglich zu bewahren.

Da sind wir uns ganz sicher, liebe Gosia!
Die wundervollen Tapeten und Poster von Gosia Warrink(www.gosia-gallery.com) sind über berlintapete.de, art.com und allposters.de zu beziehen. 

Mit Janine haben wir eine waschechte Moderedakteurin und Buchautorin („Der Mama Styleguide„) im Team. Sie schreibt aber nicht nur, sondern ist auch Stylistin und ja, auch sie ist Mutter. Und weil sie so viele Themengebiete abdecken kann, macht sie das auch bei uns! Übrigens hat sie pünktlich zu Weihnachten 2016 ihren zweiten Sohn bekommen und wird uns zukünftig das ein oder andere Mal Einblicke in die ganz normale Alltagscrazyness einer 2-fach-Mummy gewähren.

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