Ein Artikel über die häufigen Schlafprobleme bei Kindern und wie Eltern den Schlaf ihrer Kinder verbessern können. Das wäre mein Wunsch. Eine Lösung all unserer Probleme. Denn es ist auch in diesem Haus ein Thema, das für mich persönlich von großer Relevanz ist, denn: mein Kind macht mich fertig.

Meine Tochter ist fünf und schläft nicht so richtig gut. Sie braucht lange, um abends zur Ruhe zu kommen, schläft auf keinen Fall in ihrem eigenen Bett und wenn sie doch mal dort schläft, wacht sie nachts auf und ruft so lange, bis jemand kommt – statt einfach selbständig ins Schlafzimmer zu kommen. Schläft sie bei uns, drängt sie sich nachts an ein Elternteil, ab 5 Uhr morgens wird dann auch mit den Füßen geschubbert und gestrampelt – sie schläft irgendwie, ich nicht. Stehe ich aber auf und gehe weg (in ein anderes Bett), sie wäre nach fünf Minuten wach. Spätestens gegen 7:30 ist dann final die Nacht zu Ende, egal wie fertig ich bin. Jaja, 7.30. Ist doch toll. Lang genug. Aber leider nein, denn wer fünf Jahre nicht durchschläft, hat auf jeden Fall schöne Augenringe und ist Dauermüde. Also habe ich mich mit dem Problem mal auseinandergesetzt. Ob es mir was geholfen hat?

Das Problem, dass einige Kinder nicht durchschlafen, kann verschiedene Gründe haben. Dabei ist ausreichender und qualitativer Schlaf für die körperliche und geistige Entwicklung von Kindern entscheidend. Ist klar.

Das Säuglinge nachts aufwachen, ist natürlich auch normal, da ihr Schlaf-Wach-Rhythmus noch nicht vollständig ausgereift ist. Dazu kommen ab und an Veränderungen im Alltag, Wachstumsschübe, Trennungsängste und genetische Veranlagungen, die alle stressen und so für unruhige Nächte sorgen. Jedes Kind hat individuelle Schlafbedürfnisse und eine allgemeingültige Definition von „normal“ gibt es bei Babyschlaf sowieso nicht. Aber dann werden sie älter und eigentlich wirds irgendwann besser.

Wenn eure Kids unter echtem Schlafmangel leiden, kann das später auch zu verminderter Konzentrationsfähigkeit, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und sogar zu schlechteren schulischen Leistungen führen – viele Eltern fühlen das – auch wenn es hier eher um Kinder geht ;). Wir Eltern können nur versuchen, die Ursachen von Schlafproblemen verstehen und mit geeigneten Maßnahmen unterstützend zur Seite stehen, um die Schlafqualität unserer Kinder deutlich zu verbessern.

Schlafbedarf und Schlafgewohnheiten bei Kindern

Die Schlafbedürfnisse von Kindern variieren je nach Alter und individuellen Bedürfnissen. So benötigen Säuglinge und Kleinkinder in der Regel mehr Schlaf als ältere Kinder. Das es normal ist, dass Säuglinge und Kleinkinder nachts regelmäßig aufwachen, da ihr Schlaf-Wach-Rhythmus noch nicht vollständig entwickelt ist, hatten wir ja schon.

Wir haben dann, nachdem sich meine Hoffnung, nach dem ersten Jahr wird alles besser, nicht erfüllt hat, einfach alles probiert: regelmäßige Schlafenszeiten, wenig Aufregung vor dem Einschlafen, ruhige und entspannte Atmosphäre und natürlich die richtige Temperatur und keine störenden Klamotten… Immer und immer wieder das gleiche Spiel. Früher war für die-denjenigen der Abend vorbei, der das Kind ins Bett gebracht hat – Einschlafbegleitung dauerte manchmal mehr als 2 Stunden. Und irgendwann war das Ritual halt festgefahren und wir kommen da nicht mehr raus. Immerhin: mit fünf dauert es nur noch knapp 45 Minuten…

Ursachen für Schlafprobleme bei Kindern

Ob das aber schon richtige Schlafprobleme sind? Vermutlich nicht. Sie braucht zwar, aber letztendlich schläft sie dann – solange sie nicht alleine ist. Und nix für ungut: wir Erwachsenen schlafen ja auch nicht gern allein. Die Gründe für echte Schlafprobleme bei Kindern können vielfältig sein und reichen von physischen Faktoren bis hin zu psychischen Ursachen. Physische Ursachen können beispielsweise mit Veränderungen im Alltag, Wachstumsschüben oder genetischen Veranlagungen zusammenhängen.

Alle unsere Kinder durchlaufen verschiedene Entwicklungsphasen, in denen ihr Körper und ihre Psyche sich verändern. Das kann sich auch auf ihren Schlaf auswirken. Auf der anderen Seite können psychische Ursachen wie Albträume, Schlafwandeln, nächtliche Schlaftrunkenheit und Nachtschreck auch zu Schlafstörungen bei Kindern führen.

Die können bei Kindern unterschiedlichen Alters auftreten und sind oft mit Unruhe, Angstzuständen oder Schlafunterbrechungen verbunden. Aber es ist und bleibt ein Fischen im Trüben: die Ursachen für Schlafprobleme bei Kindern sind halt so verschieden, wie unsere Kinder. Es heißt also: Beobachten.

Tipps zur Verbesserung des Babyschlafs

Ihr habt ein Baby und es schläft nicht so recht? Kein Stress. Aber es gibt verschiedene Ideen, um den Babyschlaf zumindest etwas zu verbessern. Pucken ist z.B. eine gute Möglichkeit, das Baby wird hier fest in ein Tuch eingewickelt, um es zu beruhigen, kennen wir. Funktioniert besonders gut in den ersten Monaten und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit. Vielleicht auch für euch als Eltern hilfreich: feste Rituale und Einschlafsignale spielen eine wichtige Rolle. Das regelmäßige Wiederholen bestimmter Abläufe wie Vorlesen oder leise Musik vor dem Zubettgehen kann dem Kind dabei helfen, sich auf den Schlaf vorzubereiten und eine entspannte Atmosphäre zu schaffen, die das Einschlafen erleichtert.

Es ist – glaube ich – enorm wichtig, dass ihr euch vor allem nicht selbst unter Druck setzt (leichter gesagt, als getan, hahaha) und das ihr dieses Thema sensibel und einfühlsam behandelt und guckt, wie die individuellen Bedürfnisse eures Kindes aussehen.

Auswirkungen von Schlafmangel bei Kindern

Schlafmangel kann sich auf die Gesundheit und Entwicklung von Kindern negativ auswirken. Es ist erwiesen, dass ausreichender Schlaf für Kinder sehr wichtig ist, da er sich direkt auf ihre körperliche und geistige Entwicklung auswirkt. Kinder, die nicht genügend schlafen, können oft Konzentrationsprobleme, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen zeigen. Merken wir auch oft… Diese Symptome können sich bei älteren Kindern, die z.B. schon in die Schule gehen, nachteilig auf ihre schulischen Leistungen auswirken. Schlafmangel kann  bei Kindern auch das Risiko für gesundheitliche Probleme erhöhen.

Dazu gehören ein geschwächtes Immunsystem, das zu häufigeren Erkältungen und Krankheiten führen kann, sowie ein erhöhtes Risiko für Übergewicht und Stoffwechselstörungen. Da sind keine vorübergehenden Auswirkungen, sondern kann weitreichende und langfristige Folgen haben. Und ich würde frühzeitig überlegen, über Hilfe von Außen nachzudenken, wenn es zu belastend für den Nachwuchs wird.

Unterstützung und Beratung für Eltern

Eure Kinder haben ernsthafte Schlafeprobleme? Ihr kommt nicht klar? Dann würde ich euch raten, eine ärztliche Abklärung in Betracht zu ziehen oder vielleicht auch eine/n SchlafberaterIn anzufragen – oder beides.

Wenn ihr eineN guteN KinderärztIn habt, kann das auch helfen, Ursachen zu finden. Und eventuell hat er auch ein paar gute Tipps oder Behandlungen auf Lager. Eine gute Beratung rund um den Kinderschlaf hilft aber auch uns Eltern dabei, unsere Kids richtig zu unterstützen. Eine professionelle Hilfe kann dazu beitragen, die Belastung für die ganze Familie zu reduzieren.

Unsere Lösung? Locker lassen. Wir schlafen jetzt ab und an abwechselnd getrennt. Einer immer beim Kind, der andere im Kinderzimmer. Für eine ruhige Mütze Schlaf. Groß werden sie irgendwann ja immerhin alle.