Erziehung ist ja oft wie das Jonglieren mit bunten Bällen – hauptsache wir halten alle oben! Mama, wann ist Zeit für Taschengeld ist der neueste Ball, den das Kind derzeit ins Spiel wirft und okay, machen wir uns mal einen Kopf!

Hinter den kleinen Münzen verbirgt sich eine große Lektion über den Wert von Geld, Verantwortung und den süßen Geschmack der Unabhängigkeit.

Die Zauberformel: Taschengeld – ab wann und wie viel?

Bei der Frage nach dem richtigen Zeitpunkt für das erste Taschengeld fängt es eigentlich schon an, wann kann es denn losgehen? Ein guter, leichter und erster Einstieg wäre z.B. schon mit ein paar Cents in der Woche ab einem Alter von 4 oder 5 Jahren anzufangen. Denn auch Kleinvieh macht Mist und der nächste Flummi für 2 Euro wartet sicher schon!

Mit zunehmendem Alter sollte das Taschengeld der Kinder dann auch immer wieder angepasst werden. Denn mit dem Alter ändern sich natürlich auch die Bedürfnisse und Einflüsse. Und ja, es geht manchmal auch um Ansehen und Status und unsere Kinder kommen nicht mit einem „Ey, ignorier einfach, was die anderen Sagen“-Fell auf die Welt. Das lernen sie (hoffentlich) erst nach und nach.  Geld spielt im Leben unserer Kinder eine bedeutende Rolle, denn es dient natürlich nicht nur dem Spaß und dem nächsten Kaugummi, sondern es ist auch dazu da, Wünsche zu erfüllen – also Geld zu sparen und dann in etwas Großes zu investieren und ermöglicht so langfristig die Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit.

Je früher Kinder die Erfahrung machen, das Geld nicht automatisch immer vorhanden ist und Geld allein nicht glücklich macht, desto besser für ihre individuelle Entwicklung und auch für einen späteren guten Umgang mit Geld.

Wenn Taschengeld gezahlt wird, sollten Eltern neben Taschengeldparagraf und Taschengeldtabelle noch zwei wichtige Grundregeln beachten. Es muss pünktlich gezahlt werden und darf nicht als Mittel zur Belohnung oder Bestrafung eingesetzt werden.
Wenn Taschengeld gezahlt wird, sollten Eltern neben Taschengeldparagraf und Taschengeldtabelle noch zwei wichtige Grundregeln beachten. Es muss pünktlich gezahlt werden und darf nicht als Mittel zur Belohnung oder Bestrafung eingesetzt werden.

Die Höhe des Taschengeldes wird oft anhand von Tabellen bemessen, nach denen ihr euch richten könnt. Eine gute Anlaufstelle für eine Taschengeldtabelle findet ihr z.B. beim Deutschen Jugendinstitut oder auch im Familienportal des bmfsfj (die es auch vom Deutschen Jugendinstitut übernommen haben).

Die Faustregel besagt, dass ein Euro pro Lebensjahr ein guter Ausgangspunkt ist.

Für Kinder unter sechs gilt, ein Wert zwischen 50cent und einem Euro pro Woche sind ein guter Anfang.
Ab sechs Jahre können es bereits 1-2 Euro pro Woche sein, jährlich steigert sich der Betrag um etwa 50cent/1 Euro – das liegt natürlich ganz in eurer Hand.

Die wichtigste Regel für Eltern

Die Höhe ist eigentlich gar nicht so wichtig und liegt in eurem Ermessen. ABER: Taschengeld muss immer pünktlich gezahlt werden und ihr dürft es nicht als Mittel zur Belohnung oder Bestrafung einsetzen!

Taschengeld – Der „Zauberstab“ der Unabhängigkeit

Taschengeld gibt eurem Kind nicht nur finanzielle Freiheit, sondern auch ein Gefühl der Unabhängigkeit. Ein kleiner Schatz, der in der eigenen Geldbörse klimpert, lässt das Herz jedes Kindes höherschlagen.

Dieses magische Instrument lehrt Kinder, eigenverantwortlich zu sein. Sie lernen, wie sie mit ihrem Budget jonglieren und kleine Wünsche in die Realität umsetzen können.

Liebe Eltern, das Taschengeld ist nicht nur ein symbolischer Akt, sondern ein wertvolles Werkzeug, um die kleinen Schatzsucher auf das große Abenteuer namens Leben vorzubereiten.

Ihr wollt noch mehr zum Thema lesen? Vor einigen Jahren haben wir Mütter mal zum Thema Taschengeld befragt.